Blick auf den Seelisberger See. Zahlreiche Augenzeugen wollen hier eine gefürchige Kreatur ausgemacht haben.
Ein grosser Fisch? Ein Dämon? Ein Mythos? Oder womöglich doch ein urzeitliches Lebewesen, das offiziell seit Jahrmillionen als ausgestorben gilt? Seit Jahrhunderten kursieren Gerüchte und Erzählungen über ein Seemonster im Schweizer Seelisberger See.
Die Arbeiter, die im Sommer 1926 am Ufer des Seelisberger Sees standen, waren verblüfft. Sie sollten eine neue Strasse bauen und blickten – selbst der gelehrte Vorarbeiter war anwesend – hinab auf den Teich. Dort, im klaren Wasser, war ein «grosser Fisch»: «Eine dunkle Masse, etwa 2,5 m lang, die plötzlich an die Seeoberfläche kam, rasch durch einen Teil des Sees dahin schwamm und plötzlich wieder untertauchte. Es kann nur ein grosser Fisch gewesen sein – Wellen habe er geworfen wie ein Dampfschiff.»
Ein Verwandter des schottischen Nessie in der Zentralschweiz? Der Seelisberger See oder «Seeli», auf einer Alp hoch über dem Vierwaldstätter See gelegen, ist nur ein kleines Gewässer. Es besteht aus dem eigentlichen Seeli sowie dem kleinen «Wyher».
700 bis 800 Meter ist es lang, 350 Meter breit, bis zu 37 Meter tief. Weitaus kleiner also als die «klassischen» Ungeheuerseen.
Und doch haben die Einwohner dort seit fast 500 Jahren immer wieder ein Ungeheuer oder «Seegespenst» beobachtet: den Elbst.
Als erster berichtete Renward Cysat (1545–1614), Stadtschreiber aus Luzern, über den geheimnisvollen Elbst: «Da hat man zu unterschydentlichen Zytten und jüngst Ao. 1585 jn dem selbigen Seew by hällem tag gsehen zwey gspenst umbher zu lesen ist. schwümmen unglycher form, hand sich ouch verendert jetz wie ein gross Sagholtz, jetz wie eine Höwburde, und so die Lütt sich zuher genähert, geredt oder geschruwen, sind sie verschwunden.
Die Landlütt hallten es ein vorbedüttung böser Zyt.»
In modernem Deutsch: Die Leute hätten in dem See immer wieder zwei Gespenster beobachtet, die sich nacheinander in einen Heuhaufen und einen Sarg verwandelten.
Renwards Neffe, der Stadtschreiber Leopold Cysat, notierte 1661, der See sei bekannt für wundersame Erscheinungen.
Augenzeugen hätten auf dem Seegrund eine Herde Schweine gesichtet, die «sich von innen nach aussen stülpten wie Kälber, denen man die Haut abzieht». Auch stünde das Seeli unterirdisch in Verbindung mit dem Vierwaldstätter See.
Mit der letzten Beobachtung hat er Recht. «Vom grossen See gelangt das Wasser über einen kurzen Bachlauf in den kleinen See, auch Wyher genannt, und von dort, am östlichen Ende desselben, unterirdisch in den Vierwaldstätter See. Dort tritt das Wasser unterhalb der Wasseroberfläche zwischen Rütli und Bauen wieder aus», wie im Internet heute über den See Biblische Parallele Die Schweine auf dem Seegrund aber stammen aus der Bibel, aus dem 8. Kapitel des Matthäusevangeliums.
Dort lässt Jesus einen Dämonen in eine Schweineherde fahren, die sich danach im See Genezareth ersäuft. Der Elbst ist also – seine teuflischen Verwandlungskünste haben es bereits gezeigt – ein Dämon, und sein Erscheinen kündigt Unheil an. Man darf nicht vergessen, dass in einem Bergsee über Luzern der ebenfalls biblische Pilatus eingesperrt war!
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/schweizer-nessie-im-seelisberger-see-page32-1.jpg4961034Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2004-02-01 12:00:002025-12-13 07:05:25Schweizer «Nessie» Im Seelisberger See
Ebenso schnell wie sie den internationalen Blätterwald beherrschte, verschwand sie auch wieder: Noch immer ranken sich um die weltweite Anthrax-Hysterie von 2001 wilde Gerüchte und noch mehr Spekulationen. Eines aber scheint inzwischen klar: Gestreut wurden die Milzbrand-Erreger nicht etwa von der arabischen Welt aus – sondern mitten aus streng geheimen Forschungslabors der USA. Ein privater Racheakt? Oder steckt tatsächlich mehr dahinter?
von Jan van Aken
Als im vergangenen November die 94jährige Ottilie Lundgren in Oxford, Connecticut, starb, ahnte niemand, dass ihr Name schon bald in einem Atemzug mit John F. Kennedy und Olof Palme genannt werden könnte.
Ottilie Lundgren starb an Lungenmilzbrand, infiziert durch ein Bakterium, das von einem bis heute unbekannten Attentäter in Umlauf gebracht wurde. Mindestens vier Briefe voller tödlicher Milzbrandsporen waren im September und Oktober 2001 per Post verschickt worden. Zwei Monate später waren fünf Menschen tot. 17 weitere haben eine Infektion überlebt, über 5000 Menschen mussten vorsorglich medizinisch behandelt werden. Es war der grösste und spektakulärste Terroranschlag mit biologischen Waffen seit den Anfängen der Mikrobiologie.
«Amerithrax»
Das FBI ermittelt seitdem ebenso fieberhaft wie erfolglos. Heute gilt die Untersuchung mit dem Codenamen «Amerithrax» als eine der grössten in der Geschichte der amerikanischen Bundespolizei.
Doch möglicherweise werden die Urheber der Milzbrandbriefe für immer im Dunkeln bleiben. Wie in den Mordfällen Kennedy und Palme stochern die Ermittler hilflos in einem Sumpf aus Politikund Geheimdienst-Intrigen herum, in dessen Zentrum das amerikanische Biowaffen-Programm steht.
Eines gilt heute als unzweifelhaft: Der oder die Täter haben ihr Handwerk beim amerikanischen Militär gelernt. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf Laboratorien, die im Auftrag des US-Militärs am Schutz vor biologischen Waffen arbeiten. Dabei sind in den vergangenen Monaten einige beunruhigende Fakten ans Tageslicht gekommen.
Milzbrand-Erreger im Visier. Nach Analyse der Proben erlebten die Experten eine unangenehme Überraschung.
So recherchierte die Zeitung «Baltimore Sun», dass in Regierungslabors auch getrocknete, waffenfähige Milzbrandsporen von der gleichen Art hergestellt wurden, wie sie in den Briefen gefunden wurden. Tatort: der Dugway Proving Ground, ein Testgelände der amerikanischen Armee in Utah.
Wurden die Tests der Öffentlichkeit ganz bewusst verheimlicht?
Später hiess es, das Milzbrandpulver werde für den Test von neuen Biowaffen-Detektoren benötigt. Pikant ist jedoch, dass diese Produktion von waffenfähigem Material nicht den anderen Vertragsstaaten der Biowaffen-Konvention gemeldet wurde, wie es seit 1992 im Rahmen der vertrauensbildenden Massnahmen eigentlich vorgesehen ist.
Erschreckende Zustände
Andere Vertragsverletzungen der USA, wie der Bau einer Produktionsanlage für biologische Waffen in Nevada oder der Nachbau sowjetischer Biobomben, waren bereits im vergangenen September von der «New York Times» öffentlich gemacht worden.
Erschreckend auch die Zustände im US Army Medical Research Institute for Infectious Diseases, kurz USAMRIID, in Fort Detrick, Maryland. Dort wird in Hochsicherheitslaboren mit den gefährlichsten aller Erreger gearbeitet: Ebola, Lassa, Pest, Milzbrand. Das USAMRIID ist die Zentrale der medizinischen Biowaffen-Forschung der USA.
Doch die Zustände erinnern eher an die Spülküche in einer Hafenspelunke. Die Sicherheitsvorkehrungen sind äusserst lasch. Ehemalige Mitarbeiter berichten, dass sie noch nach ihrer Entlassung unkontrolliert kistenweise Material aus den Labors herausschleppen konnten. Es wird nur ungenügend Buch über die gefährlichen Erreger geführt.
So wurde mittlerweile bekannt, dass Anfang der 90er-Jahre Proben mit gefährlichen Erregern verschwunden waren. Nachweislich arbeiteten einzelne Wissenschaftler heimlich nachts in den Hochsicherheitslaboratorien. Und im April 2002 fanden sich in einem Durchgangsflur plötzlich Milzbrandsporen, die dort nichts zu suchen hatten.
Alles in allem zeigt sich das Bild einer kaum von der Öffentlichkeit kontrollierten Biowaffen-Forschung in den USA. Sie wird zudem noch weiter ausufern, nachdem jetzt mehrere Milliarden Dollar zusätzlich für die Biowaffen-Abwehr bewilligt worden sind.
‹‹ Warum lachen sich viele Forscher heimlich ins Fäustchen?
Gerade deshalb wird den Milzbrandanschlägen von führenden Biowaffen-Forschern in den USA unverhohlen auch etwas Positives abgewonnen. So sagte der frühere Kommandeur von USAMRIID, David Franz, in einem Fernsehinterview wörtlich: «Ich denke, das hatte auch seine guten Seiten. Wir haben jetzt fünf Tote, aber wir haben 6 Milliarden Dollar zur Verteidigung gegen den Bioterrorismus bereitgestellt.»
Andernfalls, so die kaltblütige Rechnung, hätten beim nächsten Anschlag vielleicht Tausende oder Millionen Amerikaner sterben müssen.
Ob hier möglicherweise sogar das Motiv des Attentäters liegt, oder ob wir es eher mit einem privaten Rachefeldzug zu tun haben, muss aus heutiger Sicht offen bleiben. In jedem Falle deutete schon früh vieles darauf hin, dass die Milzbrandsporen aus amerikanischer Produktion stammen.
Handelte es sich wirklich «nur» um einen simplen Racheakt?
Indizien dafür lieferten unter anderem der genetische Fingerabdruck der Sporen, die chemische Analyse des Pulvers und vor allem dessen äusserst feine Qualität. Eine Billion Milzbrandsporen fanden die Ermittler in einem Gramm – in dieser Reinheit kann kein «normaler» Biologe Milzbrand in getrockneter Form herstellen. Selbst die staatlichen sowjetischen und irakischen Biowaffenprogramme in den 90er-Jahren waren dazu nicht in der Lage.
Insider am Werk
Der Täter musste offensichtlich Zugang zum Know-how aus dem amerikanischen Biowaffen-Programm gehabt haben, Zugang zu entsprechenden Laboren und vor allem Zugang zu einer Impfung gegen Milzbrand – andernfalls hätte er sich zwangsläufig selbst infiziert.
Dementsprechend konzentriert sich das FBI auf ehemalige und aktuelle Biowaffen-Forscher. Deren Zahl geht in die Tausende. Doch nach Hunderten von Befragungen, Hausdurchsuchungen und Lügendetektor-Tests wurde die Zahl der Verdächtigen auf 20 bis 30 eingeschränkt.
Öffentlich bekannt ist davon nur ein Name: Steven J. Hatfill. Sein schillernder Lebenslauf und viele indirekte Indizien haben ihn ins Zentrum der Verdächtigungen gerückt. In den 70er- und 80er-Jahren war er Soldat und Arzt in Eliteeinheiten der rassistischen Armeen Rhodesiens und Südafrikas.
Im damaligen Rhodesien lebte er ganz in der Nähe einer «Greendale School» – der gleiche Name war als Absender auf den Milzbrandbriefen angegeben.
‹‹ Was hat Steven J. Hatfill mit den Anschlägen zu tun?
Für mehrere Jahre hat er in der amerikanischen Biowaffen-Forschung gearbeitet, davon zwei Jahre im USAMRIID, wo er unter anderem speziellen Zugang zu den Milzbrandlabors hatte.
Er gab 1999 zudem eine Studie in Auftrag, welche die Verbreitung von waffenfähigem Milzbrand mit Hilfe von Briefen untersuchen sollte. Und im August 2001 entzog ihm das amerikanische Verteidigungsministerium die Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Arbeit an Geheimprojekten. Hier könnte durchaus ein mögliches Motiv für einen Racheakt liegen.
Mikroorganismen unter der Lupe. Der genetische Fingerabdruck der Sporen entlarvt die Herkunft der Anthrax-Erreger.
Auch wenn vieles auf Hatfill als möglichen Täter hindeutet – bislang wurde kein einziger solider Beweis gegen ihn vorgelegt. Möglicherweise ist Hatfill tatsächlich der rachebesessene Einzeltäter, den viele in ihm sehen. Vielleicht ist er aber auch nur ein Bauernopfer in einem grösseren Spiel.
Verschwörungstheorien
Bereits machen Verschwörungstheorien die Runde, nach denen eine Gruppe von Geheimdienstlern – mit oder ohne offiziellem Auftrag – die Milzbrandbriefe verschickt hat, um das amerikanische Volk wachzurütteln.
Kritische Stimmen in den USA weisen darauf hin, dass es vergleichbare Fälle in der Vergangenheit bereits gegeben habe. So starben in den 60er-Jahren zwei Menschen an der Westküste der USA an vermeintlich harmlosen Bakterien, die die Armee von Schiffen in der Bay Area aus versprüht hatte – als Test im Rahmen des offensiven Biowaffenprogrammes.
Und erst vor wenigen Monaten wurde öffentlich, dass seinerzeit sogar tödliche Chemie- und Biowaffen zu Testzwecken auf verschiedenen Schiffe der US-Marine versprüht wurden, ohne Wissen der beteiligten Soldaten.
Ob nun Einzeltäter oder Geheimbund: In jedem Fall wäre es ein politisches Desaster für die amerikanische Regierung, wenn das eigene Biowaffen-Programm nachweislich und offiziell als Quelle der tödlichen Briefe feststehen würde. Eine politische Einflussnahme auf die Ermittlung liegt da ebenso nahe wie Vertuschungsversuche.
‹‹ Sollte die amerikanische Bevölkerung wach gerüttelt werden?
Es spricht einiges dafür, dass sich der Tod von Ottilie Lundgren, dem fünften Milzbrandopfer, nahtlos in die Mordfälle Kennedy und Palme einreiht und möglicherweise niemals zweifelsfrei aufgeklärt wird.
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Tödlicher Grippestamm von 1918 wiederbelebt
Die «Spanische Grippe», die 1918 zwischen 20 und 40 Millionen Menschen das Leben kostete, wird wieder zum Leben erweckt. Makaber, aber wahr: Mehrere Gene des aussergewöhlich tödlichen Grippevirus von 1918 wurden bereits isoliert und in heutige Grippestämme eingeschleust.
Derart gentechnisch zusammengesetzte Viren waren im Tierversuch tödlich für Mäuse, während Viren mit Genen aus heutigen Grippestämmen den Mäusen gar nichts anhaben konnten. Diese Versuche könnten leicht auch für militärische Zwecke missbraucht werden – ein sinnvoller medizinischer Nutzen ist jedoch nicht zu erkennen.
Die Spanische Grippe 1918 war hoch ansteckend und tötete im Vergleich zu heutigen Grippeviren einen ungewöhnlich hohen Anteil der Infizierten, darunter auch viele jüngere Menschen. Die Spanische Grippe allein sorgte dafür, dass 1918 die durchschnittliche Lebenserwartung in den USA um fast zehn Jahre sank.
Grippeviren werden deshalb heute als mögliche biologische Waffen sehr ernst genommen. Erst kürzlich wurden in den USA 15 Millionen Dollar Forschungsgelder bewilligt, um einen Schutz speziell gegen bioterroristische Angriffe mit Grippeviren zu entwickeln.
Trotz der besonderen Gefährlichkeit dieses Virus begannen Mitte der 90er-Jahre Versuche, es wieder zum Leben zu erwecken. Dr. Jeffrey Taubenberger vom US Armed Forces Institute of Pathology konnte aus Gewebeproben von Opfern der Spanischen Grippe Virusteile isolieren und einen Teil der Gensequenz des Virus ermitteln. Im Fachjournal «Emerging Infectious Diseases» soll derzeit ein weiterer Artikel von Taubenbergers Team über die Gensequenz der Spanischen Grippe erscheinen.
Nachdem die Gensequenz des Virus (teilweise) bekannt war, gingen die Wissenschaftler noch einen Schritt weiter und begannen, das Virus gentechnisch wieder zum Leben zu erwecken. Von der Weltöffentlichkeit unbemerkt, vermeldeten sie im vergangenen Oktober Erfolg: Ein künstliches Virus mit zwei Genen aus dem Spanischen Grippevirus zeigte eine verheerende Wirkung im Tierversuch. Mit diesem Experiment ist es erstmals gelungen, die tödlichen Eigenschaften der Spanischen Grippe in Teilen wiederzubeleben.
Es gibt kaum einen vernünftigen wissenschaftlichen Grund für diese Experimente. Nach Aussage der beteiligten Wissenschaftler war es Ziel der Versuche, die Effektivität heutiger Grippemedikamente gegenüber dem Stamm von 1918 zu testen. Ohne die vorherige künstliche Wiederbelebung dieses Virus würde sich das Problem jedoch gar nicht stellen. Unvorstellbar, was passiert, wenn dieses Virus in die falschen Hände gerät… jva.
blitzlicht
Johannes v. Buttlar:
«Ich hatte die Nase
gestrichen voll…»
Was macht eigentlich Johannes von Buttlar (64)? «Er lebt noch», schmunzelt der deutsche Bestsellerautor. «Und es geht ihm wieder ausgezeichnet. Die Verbitterung ist vorbei.»
Fans des Mystery-Experten können also aufatmen. Immerhin hatte der Mann seine Leser mit seinen Sachbüchern bis Ende der 90er-Jahre beinahe jährlich in fremde Galaxien entführt, ihnen neue kontroverse Denkmodelle erläutert und sie damit immer wieder zum Nachdenken angeregt. Dann aber wurde es plötzlich still um ihn.
Er habe sich in den letzten Jahren bewusst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, räumt von Buttlar gegenüber «mysteries» ein: «Ich hatte die Nase gestrichen voll. Ich fühlte mich diffamiert – speziell von Seite gewisser Medien. Zudem beobachtete ich mit einiger Beunruhigung das Aufkommen der so genannten Spass- und Klamaukgesellschaft. Ein Umfeld, in das ich mit meinen Büchern thematisch überhaupt nicht reinpasse.»
Im Tirol tankte er neue Kraft. Skipperte mit seinem Schiff in der Nordsee herum, wo er abgeschieden von der Aussenwelt an neuen Projekten brütete. Die Verletzungen seien mittlerweile geheilt. Geblieben sind ein paar Narben. «Der Zeitpunkt ist gekommen, wo ich wieder in Erscheinung treten möchte.»
Also tut Johannes von Buttlar endlich wieder das, was er am besten kann: Bücher schreiben. In Vorbereitung ist ein Werk zum Thema «Anti-Aging». Parallel dazu preist er bei «Home Shopping Europe»-TV derzeit wöchentlich seine entsprechenden Wellness- und Vitaminpräparate an. Mit Erfolg, wie er nicht ohne Stolz bemerkt: «Mein Ziel ist es, möglichst jugendlich alt zu werden.»
Doch der Mann will noch höher hinaus, um seinen Kritikern definitiv ein Schnippchen zu schlagen. Und so soll bereits im Herbst dieses Jahres ein weiteres Buch von ihm erscheinen – mit dem sinnigen Arbeitstitel «Quantensprung». red.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/anthrax-spur-fuehrt-in-ein-us-militaerlabor-page17-1.jpg6891034Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2004-02-01 12:00:002026-02-05 16:17:33Anthrax: Spur führt in ein US-Militärlabor
Neues Buch über den Mann mit den paranormalen Kräften
Der Mann war ein Wunder. Vor aller Augen liess er seinen Oberkörper 1947 mit einem spitzen Florett durchstechen. Ohne mit der Wimper zu zucken. Ohne dabei Schmerzen zu empfinden. Ohne dass ein Tropfen Blut floss. Von hinten. Von vorne. Und von der Seite. Durch alle Organe. Immer und immer wieder. Seine Gesichtszüge und seine asketische Lebensweise verliehen ihm das Wesen eines neuen Messias. Seine Auftritte stellten die Mediziner seiner Zeit vor unlösbare Rätsel.
von Luc Bürgin
Zürich, 31. Mai 1947. Variété-Direktor Hans Hubert ballt die Faust. Nach einigem Hin und Her hatte sich die Leitung der Chirurgischen Abteilung des Zürcher Kantonsspitals bereit erklärt, Mirin Dajo zu empfangen. Auf diesen Moment hatte der Theaterboss wochenlang gewartet.
Ohne Umschweife bugsiert er den verdutzten Holländer mitsamt seinen zwei Begleitern ins Auto und rast mit ihnen ins medizinische Zentrum der Schweizer Bankenstadt. Nach einem schier endlosen Fussmarsch durch die Spitalkorridore erreicht das Grüppchen gegen 16 Uhr ein kleines Auditorium der Polyklinik. Anwesend sind Ärzte vom Dienst, Professoren und Studenten. Sie erwarten wohl eine Art Messerschlucker oder Variété-Zauberer und tuscheln entsprechend herum.
Nach Rücksprache mit Direktor Professor Alfred Brunner wendet sich Hans Hubert an die Zuschauer auf der Estrade. «Mirin Dajo wird sich nun von seinem Freund ein rund 80 Zentimeter langes und 6 Millimeter dickes Florett durch den Körper stechen lassen», verkündet er verheissungsvoll – und erntet dafür freundliche Zweifel.
«Wird denn dieses Florett vor der Prozedur auch entsprechend desinfiziert?» will einer der Anwesenden verlegen wissen. «Nein», schüttelt Hubert den Kopf.
«Das wird absichtlich nicht der Fall sein.» Dajo steht stumm in der Mitte des Raumes – mit entblösstem Oberkörper. Ehe sich die Zuschauer versehen, tritt sein Assistent hinter ihn und rammt ihm die Waffe mit voller Wucht von hinten durch den Leib, auf Höhe der Niere.
Mirin Dajo (r.) im Basler Bernoullianum (1947). Assistent Johnan begutachtet im Hintergrund «sein Werk».
Totenstille. Mit offenem Mund beäugen Studenten und Mediziner den Holländer. Ohne Zweifel: In seinem nackten Oberkörper steckt ein Florett, das auf der Vorderseite mehr als eine Handbreite herausragt! Noch dazu fliesst kein einziger Tropfen Blut. So etwas hatten sie noch nie gesehen.
Dajo durchbricht die Stille – und beginnt mit ruhiger Stimme zu sprechen, samt Waffe im Körper: «Sehen Sie, ich bin unverwundbar, und dass ich unverwundbar bin, weiss ich seit zwei Jahren. Allerdings habe ich schon lange Zeit vorher auf dieses Ziel hin trainiert. Aber vor zwei Jahren bog sich eine allzu elastische Waffe bei einem Lungendurchstich ab und fuhr mir quer durch das Herz. Seither habe ich die absolute Gewissheit, dass ich unverwundbar bin.»
Wie ein Geisterzug…
Etwas unsicher ergreift jetzt auch Professor Brunner das Wort: «Herr Dajo, wären Sie wohl so nett, sich einer Röntgenaufnahme zu unterziehen – samt der Waffe?» Dajo nickt freundlich.
Brunner zögert, überlegt einige Sekunden. «Würden Sie uns bitte zu Fuss ins Röntgenkabinett folgen?» Der Holländer nickt erneut: «Selbstverständlich.»
Es muss ein merkwürdiger Anblick gewesen sein: Wie ein Geisterzug bewegt sich die Menschengruppe durch die Korridore des Spitals. Vorneweg marschiert Mirin Dajo, mit der Waffe im Leib, dahinter die Professoren und am Schluss die Studenten, die fassungslos miteinander tuscheln. Unter den Augen von entsetzten Krankenschwestern und verdutzten Patienten geht es über mehrere Treppen in den Röntgenraum, wo bereits alles vorbereitet ist.
Der Mann im Röntgenzimmer ist nervös wie noch nie. Mit zittrigen Händen richtet er die Apparaturen ein. Und das Wunder ist perfekt: Die Röntgenaufnahmen belegen, dass die Waffe lebenswichtige Organe durchbohrt hat. Die Ärzte stehen vor einem Rätsel.
Wie oft er sich schon durchstechen liess, will einer von ihnen wissen. «Hunderte Male», lächelt Mirin Dajo bescheiden. Seine beiden Freunde nicken bestätigend. «Macht Ihnen das denn nichts aus?»
wird der kleinere von ihnen gefragt, der Dajo soeben die Waffe durch den Körper gebohrt hat.
‹‹ Was empfand Dajos Assistent bei der riskanten Prozedur?
«Wissen Sie, als ich das erste Mal zustach, riskierte ich das Zuchthaus, und meine Finger zitterten», antwortet er zögernd. «Weil mich Mirin Dajo und Herr Otter» – er zeigt auf seinen Kollegen – «aber baten und mir alle Garantien boten, schliesslich auch, weil kein anderer den Mut fand, habe ich die ‹Arbeit› übernommen. Heute steche ich ruhig und sicher, es macht mir nichts mehr aus, denn ich habe volles Zutrauen zu meinem Chef.»
Verstört schütteln die Ärzte ihre Köpfe. Zwanzig Minuten später wird der Spiess aus Dajos Körper herausgezogen. Erneut fliesst kein Tropfen Blut. Der Holländer lächelt, zieht sich wieder an und genehmigt sich mit seinen beiden Begleitern in einer nahe gelegenen Bar ein kühles Bier. In dicken Lettern berichten die Zeitungen in den folgenden Tagen über das «Wunder Mirin Dajo». Wie die Zürcher Journalisten notieren, wurde bei der Durchbohrung «zweimal das äussere Bauchfell (Peritonaeum parietale), die Niere, der Magen oder Darm und sehr wahrscheinlich die Leber» durchstossen.
Durchstechung im Basler Bürgerspital. Diesmal stösst Johnan seinem Freund die Klinge seitlich durch den Körper.
Die Beobachter weiter: «Bei einem normalen Menschen wäre dieser Durchstich vollkommen unmöglich auszuführen.
Angenommen, dieser Durchstich durch den Körper würde trotzdem bei einem normalen Menschen gelingen, so würde selbst bei sterilen Instrumenten, trotz sofortiger Penicillin- und Chirurgie-Behandlung unweigerlich der Tod eintreten, infolge einer Bauchfellentzündung, entstanden durch den Anstich des Magen-Darmkanals.»
‹‹ Wie gefährlich waren Dajos Experimente tatsächlich?
Doch die Fachleute äussern auch Bedenken, wie die Basler «Nationalzeitung» ergänzend notiert: «Alle medizinischen Autoritäten stehen vor einem Rätsel. Sie können sich das Wunder nicht erklären. Die Ärzte sind indessen voller Bedenken.
Wenn auch das Experiment wiederholt gelungen sei, müsse man doch mit einem plötzlichen Zwischenfall und dem Tod des Durchbohrten auf der Bühne rechnen.
Und da die Spiesse nicht desinfiziert werden, müsse man auch die Gefahr von Vergiftung in Betracht ziehen.»
Konfrontation mit den Nazis
Wer war Mirin Dajo überhaupt? Ein Hochstapler? Ein Fakir? Ein Guru? Ein Zauberkünstler? Nichts von alledem. Arnold Gerrit Johannes Henskes – so sein wirklicher Name – kam am 6. August 1912 in Rotterdam als Sohn des Postbeamten Dirk Arnold Willem Henskes und der Pfarrerstochter Cornelia Margaretha Vrijer zur Welt.
Als ältester von vier Söhnen wuchs er als ganz normales Kind auf. Nach der Schulzeit erwarb er das Diplom als Reklamezeichner und war bis zum Einmarsch der Deutschen als Grafiker in Rotterdam tätig.
Den Besatzern war der zeichnerisch ausserordentlich begabte Holländer ein Dorn im Auge. In Bedrängnis brachte ihn vor allem die Sympathie für seine Cousine – die unvergessene Widerstandskämpferin Hannie Schaft. Das «Mädchen mit dem roten Haar» wurde von den Nazis kurz vor dem Einmarsch der Alliierten erschossen.
Familie Henskes verehrte Hannie – und setzte sich damit immer neuen Gefahren aus. Im Zuge einer Verhaftung zog sich Arnold denn auch schwere Verletzungen zu, die aber bereits nach unglaublich kurzer Zeit verheilten. Schlimmer traf es einen seiner Brüder, der im Konzentrationslager von Dorsten Höllenqualen erdulden musste.
In diesen Jahren plagten den jungen Holländer zunehmend Zweifel über seinen Lebensweg. Irgendetwas unterschied ihn von seiner Umwelt. Seit seiner frühesten Kindheit sah er Dinge, die andere nicht sahen. Fühlte mehr als er wusste. Ahnte, was erst noch kommen sollte. Und: Er hatte ein äusserst kurioses Verhältnis zu seinem Körper.
Bereits als zweijähriger Bub stammelte er den Namen seiner Tante in Afrika. «Schlimm», entfuhr es ihm. «Überall Blut.» Kurz darauf meldete ein Brief die Geburt ihres Babys. Einige Zeit später Mirin Dajo über sich schockierte er seine Mutter, als sie eines Morgens jede Menge Sicherheitsnadeln in seinem Arm entdeckte. Ohne die geringste Spur von Schmerz hatte er sie sich eigenhändig durch die Haut gespiesst.
1937 verschluckte Arnold einem inneren Trieb folgend schliesslich eine Handvoll langer Nägel. Im Spital wurden die Fremdkörper operativ entfernt – ohne gesundheitliche Folgen. Ein Experiment, das ihn prägen sollte…
Nach Kriegsende entsagte er einer inneren Stimme folgend seinem angestammten Beruf. Mittellos begab er sich nach Amsterdam, wo er anfänglich auf der Strasse lebte und manchmal gar im Bahnhof übernachtete. Immer wieder zog es ihn in dieser Zeit in Bibliotheken, wo er seinen immensen Wissensdurst zu stillen hoffte. Und feststellte, dass er offenbar etwas ganz Besonderes war.
Wer führte dem Holländer seine Unverletzbarkeit vor Augen?
Hylke Otter, ein von der Naturwissenschaft belächelter Heiler, bestärkte den 33-Jährigen in seinen «übernatürlichen» Fähigkeiten und führte ihm mit verschiedenen Experimenten seine Unverletzbarkeit vor Augen. Im Januar 1946 präsentierte Arnold Henskes seine wunderbaren Gaben in Zaandam erstmals vor Publikum – unter dem Esperanto-Pseudonym Mirin Dajo («Etwas Wunderbares»).
«Vollständiger Frieden!»
Ob Kaffeehäuser oder Nachtclubs: Mirin Dajo war von nun an kein Lokal zu schade, um mit seinen Körperexperimenten auf sich aufmerksam zu machen.
Mal liess er sich von diesem, mal von jenem Kollegen durchstechen.Auch wenn er dabei oft wie eine Jahrmarktsattraktion herumgereicht wurde – samt Fakirkostüm! –, glaubte er doch auf dem richtigen Weg zu sein. Er war anders, und endlich konnte er einen Teil davon ausleben – zugunsten seiner Mission.
«Mein Ziel ist ziemlich einfach zu umreissen», predigte er jedermann, der es hören wollte. «Es heisst: Vollständiger Frieden, ohne dass man Angst zu haben braucht, dass wieder ein Krieg kommt.
Um Gleichgesinnte zu werben, lasse ich meinen Körper durchstechen – zum Beweis, dass man im unerschütterlichen Glauben an Gott unmöglich scheinende Dinge vollbringen kann.»
Um seine Experimente aus der rechtlichen Grauzone zu befreien, liess sich Mirin Dajo im Amsterdamer Hospital freiwillig röntgen – mit der Waffe im Bauch.
Zwölf Bilder entstanden auf diese Weise, und sie halfen ihm später, ernst genommen zu werden. Derart ernst, dass er bei der örtlichen Polizei abblitzte, als er um eine öffentliche Auftrittsgenehmigung für seine kuriose Performance nachsuchte.
Der Holländer ahnte, dass er im Ausland mehr erreichen konnte. Umso mehr, als er den Geist des Friedens und der Nächstenliebe der ganzen Welt vermitteln wollte. Grund genug, seine Künste über die Landesgrenzen auszudehnen. Auf Einladung des Zürcher Theaterdirektors Hans Hubert startete seine Tournee in der Schweiz – «im Land des Friedens», wie er zu sagen pflegte.
Begleitet wurde Dajo von seinem Landsgenossen und neuen Assistenten Jan de Groot. Unter dem geistigen Namen «Johnan» sollte der damals 33-Jährige bei allen öffentlichen Auftritten für die Körperdurchstiche verantwortlich zeichnen, wie zuletzt in Holland.
Lebender Brunnen
Zürich, 3. Juni 1947. Hans Hubert reibt sich freudig die Hände. An diesem Abend startet auf seiner Zürcher Variété-Bühne ein neues Programm – mit Mirin Dajo als Hauptattraktion.
Die medizinische Untersuchung im Vorfeld der Veranstaltung sichert Hubert gegen den Vorwurf ab, seine Zuschauer an der Nase herumzuführen. Also setzt er zu Werbezwecken eine hohe Belohnung aus «für denjenigen, der die Vorführung als Täuschung des Publikums beweisen kann».
‹‹ Wie bewies Dajo dem Publikum, dass er nicht trickste?
Die Werbung zeigt Wirkung: Das Publikum strömt in Scharen ins Theater. Und wird Zeuge wie Dajo alle Register seines Könnens zieht. Stoisch lässt er sich von Johnan mit einem ellenlangen Stilett die Oberarmmuskeln durchstechen. Dann wird ihm in der Lendengegend – wie bereits vor den Zürcher Ärzten – ein rund sieben Millimeter dickes Florett durch Rücken und Bauch gespiesst. Erneut fliesst kein Tropfen Blut. Eine Besucherin kreischt entsetzt auf – und fällt in Ohnmacht.
Die Waffen werden wieder entfernt. Doch der Clou folgt erst jetzt. Denn Dajo weiss um die Skepsis seiner Zuschauer. Also lässt er sich erneut durchspiessen. Mit drei hohlen Floretten, an deren Griffen Schläuche angebracht sind. Die Spitzen der Waffen werden aufgeschraubt. Eine Pumpe leitet Wasser durch die Rohre, so dass es auf Brustseite herausspritzt. Mit unbeweglicher Miene beobachtet Dajo das kuriose Schauspiel. Ein lebender Brunnen! Das Publikum tobt…
Zürich steht Kopf: Abend für Abend ergötzen sich Hunderte von Besuchern an Dajos Künsten. Der Mann mit den blauen Augen, dem beigefarbigen Anzug und der lila Schleife ist Tagesgespräch. Ob im Hotel, auf der Strasse oder im Café: Überall werden er und seine Freunde in der Folge angesprochen. Neugier, Bewunderung, aber auch Skepsis schlägt ihnen entgegen.
Dutzende von Briefen und Telefonanrufen erreichen den Holländer. Manche interessieren sich für seine religiös motivierte Friedensmission, andere bitten um ein Autogramm, während dritte vertiefte Ausführungen über seine «Kraft» erbitten und sich Hoffnung auf Heilung machen.
Durchstechung in Basel
Will man Wissenschaftler von Wundern überzeugen, müssen sie jederzeit reproduzierbar sein. Da nützte es auch nichts, dass er sein Können bereits vor der Zürcher Ärzteschaft unter Beweis gestellt hatte: Auch im Basler Bürgerspital will man den «Unverletzbaren» untersuchen. Für Dajo eine ideale Gelegenheit, seine Performance vor den Augen der Mediziner ein weiteres Mal auf Zelluloid zu bannen. Im Gegensatz zu Zürich lässt er sich diesmal seitlich durchstechen.
Für die wissenschaftliche Untersuchung am 15. September 1947 zeichnen erneut namhafte Mediziner verantwortlich. Die Professoren Max Lüdin, Hans Staub und Rudolf Massini leiten die Tests. Dr. Erik Undritz erstellt den Rapport über die Blutuntersuchung. Professor Massini führt die elektrokardiographischen Untersuchungen über die Herztätigkeit vor, während und nach der Demonstration durch. Professor Lüdin widmet sich dem Studium der Röntgenbilder, die während der Durchstechungen gemacht werden. Alles wird minutiös gefilmt und protokolliert.
Johnan schreitet zur Tat – und sticht mit unbewegter Miene zu. Auch die Basler Mediziner schütteln fassungslos die Köpfe. Misstrauisch betasten sie die spitze Klinge. Was sie mit eigenen Augen sehen und mit ihren Geräten messen, ist mehr als erstaunlich.
Doch Mirin Dajo bleibt bescheiden. Ohne Geld dafür zu nehmen, heilt er Kranke, nimmt in eindrücklichen Vorträgen vorweg, was uns Esoteriker heute lehren und predigt ihnen den Glauben an das Göttliche in uns, ohne je zu missionieren.
Jogging – mit Waffe im Bauch
Bis zu seinem mysteriösen Tod (siehe Kasten) Ende Mai 1948 gelingt es ihm immer wieder, die Schweizer aufs Neue zu verblüffen. Mal joggt er mit einem Florett im Leib auf dem Zürcher Uetliberg. Mal lässt er sich, wie in Bern, mit einem 2,5 Zentimeter breiten Schwert durchstechen.
‹‹ Wie lassen sich Mirin Dajos Wundertaten erklären?
Ob seiner speziellen Ausstrahlung lebt der «holländische Ghandi» bis heute im Herzen all jener weiter, die ihn je kennenlernen durften. Bleibt die Frage, wie man Dajos «Unverletzbarkeit» heute deuten würde. Sicher scheint, dass es ihm sein Gottvertrauen augenscheinlich ermöglichte, in Sekundenschnelle autohypnotische Trancezustände zu erreichen – ohne grössere Vorbereitungen. Einzigartige Reisen in eine andere Welt, die sein Inneres über sein Äusseres triumphieren liessen, den Schmerz vergessen machten und heilende Kräfte weckten. «Was ich hier deutlich zu machen versuche, sind uralte, aber meist nur im Verborgenen verkündete Erkenntnisse», betonte er. «Ich spreche in aller Öffentlichkeit davon, weil ich den Augenblick dazu für gekommen erachte und die Wahrheit meiner Worte durch Taten beweisen kann.»
Bruderschaft für den Frieden
Taten, die neue Perspektiven eröffnen. Denn dem «Wunder» ging langjähriges Training voraus. Musste sich Mirin Dajo nach den ersten Durchstechungen in
Holland jeweils noch erschöpft hinlegen, zeigte er später keinerlei Ermüdungserscheinungen. Wo anfänglich Blut floss, zeigte sich später kaum ein Tröpfchen.
Demütig und bescheiden trainierte der Holländer seinen Geist – und zähmte seinen Körper. Mit Willenskraft erzwang er sein Vertrauen. Er glaubte an Gott wie kein anderer – und damit an sich selbst. Und er verfolgte dabei eine Vision, wie sie heute nicht aktueller sein könnte: Die Vision einer universellen Bruderschaft für den Frieden, die nicht nach Glauben, Hautfarbe oder Herkunft urteilt – sondern nach dem Streben zu einem höheren Bewusstsein.
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Durchstechung mit einem 2,5 Zentimeter breiten Schwert. «Ausnahmsweise» floss diesmal ein Tröpfchen Blut.
Mirin Dajo über sich «Zu Beginn meiner Entwicklung zur Immunität, als ich mich deren noch nicht wirklich bewusst war, hatte ich immer den Mut gehabt, alles zu tun. Aber da wurde mir bewusst, was ich tat. Und da bekam ich Angst und hatte den Mut nicht, durch mein Herz stossen zu lassen, wohl aber durch den Körper. Ich lernte dann, mein zwiespältiges Gefühl zu überwinden. Ich sank also zuerst in meinem Vertrauen, um hernach aber umso höher zu steigen. Zuerst hatte ich einen geistigen und einen Glaubenstiefgang durchgemacht. Man bekommt nichts ohne Widerspruch und Streit. Wenn ein Kind sich einer Gefahr nicht bewusst ist, tut es alles, ohne Angst zu haben. Die Gefahr beginnt erst für das Kind, wenn man es warnt. Es könnte wohl etwas furchtlos machen, aber hat den Mut nicht. Und am Anfang war ich auch so ein Kind. Und da kamen dann die Ärzte und sagten: ‹Aber, junger Mann, das ist doch sehr gefährlich.› Und ich hatte den Mut nicht mehr und musste das Selbstvertrauen zuerst wieder zurückgewinnen. Schliesslich ist aber doch das Bewusstsein durchgedrungen, dass ich ganz unverletzlich bin. Als ich zum Beispiel zum ersten Mal mit heissem Wasser übergossen wurde, da hatte ich ein wenig Angst. Und ich lief hin und her und ich wusste nicht, ob es gut ablaufen würde. Und danach sagte ich: ‹Ich bin doch unverletzlich. Und ich werde nicht verletzt, wenn man Wasser von 100 Grad Celsius über mich schüttet. Die Geisteskraft siegt über den Körper.› Und es war so. Früher war es so, wenn etwas Lebensgefährliches durchschnitten oder die Schlagader durchstochen wurde, dann stand mein Herz still, und ich musste mich ruhig hinlegen. Und nach einiger Zeit konnte ich wieder weitergehen. Und nun bin ich so weit, dass ich in solchen Fällen wie ein gewöhnlicher Mensch herumgehen kann.»
Neues Buch: Enthüllungen über Dajos Tod
Mirin Dajo verstarb am 26. Mai 1948 im Alter von nur gerade 35 Jahren in Winterthur (Schweiz). Grund war laut Behörden ein 30 Zentimeter langes Stilett, das sich der von seinen Anhängern als «Prophet» verehrte Holländer wenige Wochen zuvor eigenhändig den Rachen hinuntergestossen hatte. «Falsch!» urteilt jetzt «mysteries»-Herausgeber Luc Bürgin. Ein halbes Jahr lang folgte er den Spuren Dajos, durchstöberte Zeitungsarchive und interviewte noch lebende Zeitzeugen. In seinem neuen Buch «Das Wunder Mirin Dajo» (Kopp Verlag, Rottenburg 2004) dokumentiert er das Leben des «Unverletzbaren» – und dessen Tod: «Der Dolch wurde ihm im Kantonsspital von Zürich in einer Notoperation entfernt. Mirin Dajo erholte sich prächtig – bis ihn eine Infektion übermannte, welche die Ärzte tragischerweise übersehen hatten!»
Durch eine Verkettung schier unglaublicher Zufälle gelang es Bürgin, verschollen geglaubte Filmaufnahmen und Briefe sicherzustellen und die wahren Hintergründe von Dajos todbringendem Experiment erstmals auszuleuchten. Dabei stiess er auf dessen grösstes – aber auch tragischstes – Geheimnis, das nun erstmals offiziell enthüllt wird. Über 70 Fotos und Auszüge aus den medizinischen Untersuchungsprotokollen dokumentieren das «Wunder» in all seinen Facetten – und werfen brisante Fragen auf: Sah Mirin Dajo seinen Tod kommen? Welche verhängnisvolle Rolle spielte Dajos Assistent Johnan dabei? Welchen Befund ergab die Obduktion vom Körper des Holländers? Und: Was meinte das Universalgenie Albert Einstein über den «unverletzbaren Propheten»? Luc Bürgin, «Das Wunder Mirin Dajo», Kopp Verlag (Rottenburg), ca. 230 Seiten, ISBN 3-930219-74-3, Euro 19.90, Auslieferung: ab 20. März 2004.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/unverletzbar-mirin-dajo-und-seine-wunder-page11-1.jpg6891034Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2004-02-01 12:00:002026-02-05 15:52:34Unverletzbar! Mirin Dajo und seine Wunder
Arnold Schwarzenegger in Aktion. Sein schneller Aufstieg zum Gouverneur von Kalifornien macht viele misstrauisch.
Wirbel um Arnold Schwarzenegger: Warum trägt der neue Gouverneur von Kalifornien einen silbernen Totenkopfring? US-Journalisten wittern einen Zusammenhang zur kontroversen «Skull & Bones»-Loge.
Schicke Outfits, Luxusuhren und Zigarren: Arnold Schwarzenegger inszeniert sich selbst mit Vorliebe. Doch der starke Mann hat eine Schwäche: Er liebt kitschige Ringe. Umringt von Fotografen weiss er die Stücke mit Bravour in Szene zu setzen. Und trat damit prompt ins Fettnäpfchen. So posierte er auf dem Cover von «Newsweek» unlängst mit einem silbernen Totenkopfring (Bild unten): Eine Spezialanfertigung, die ihm «von einem Freund» geschenkt wurde.
Ein harmloses Männerpräsent? Kaum!
Wie Zeitungsreporter herausfanden, dürfte es sich beim ominösen Freund um George Bush Senior, den früheren US-Präsidenten handeln. Und der ist – ebenso wie sein Sohn – Mitglied der 1832 gegründeten Politloge «Skull & Bones» («Schädel und Knochen»).
Der historisch eng mit der Universität Yale verknüpfte Geheimorden wird ob seiner Einflussnahme mittlerweile zu den einflussreichsten und gefährlichsten Bruderschaften der USA gezählt.
Für neuen Wirbel sorgt nun Alexandra Robbins. In monatelanger Fleissarbeit hat die prominente US-Journalistin mit über 100 Mitgliedern des mysteriösen Knochenclubs Interviews geführt. Laut Robbins wird in der geheimen Gruft der Loge als Zeichen der Macht seit längerer Zeit ein Schädel aufbewahrt. Noch dazu ein gestohlener. Vermutlich derjenige des Indianerhäuptlings Geronimo. George Bushs Onkel höchstpersönlich soll sich um 1987 heimlich mit den Apachen getroffen haben. Er stellte eine Rückgabe durch «Skull & Bones» in Aussicht – wenn die Sache geheim bliebe. Der Deal platzte.
Verschwiegenheit scheint für die Logenbrüder Ehrensache. Für Robbins ist denn auch klar, dass es sich bei «Skull & Bones» um den «wohl mächtigsten Illuminatenclub der USA» handelt.
Alles ganz harmlos, winkt man dagegen bei der Yale-University ab, auf deren Homepage die Bushs inzwischen offiziell als Logenbrüder aufführt sind. Und Bush Junior selber schmunzelte gegenüber «Time» verlegen: «Ich hab das damals alles gar nicht ernst genommen.»
«Starker Führer» Tatsache aber ist: Bush Junior hat mittlerweile zahlreiche «Skull & Bones»- Kumpel in wichtige Ämter gehievt. Als «Herren der Ringe» dürften er und sein Vater hinter den Kulissen auch Arnie Schützenhilfe geleistet haben. Der revanchierte sich bei seinem ersten offiziellen Amtsbesuch im Weissen Haus denn auch mit blumigen Worten. Schwarzenegger: «Kalifornien hat in Washington keinen grösseren Verbündeten als unseren Präsidenten!»
Gut möglich, dass Ringträger Schwarzenegger, der «ausgezeichnete und starke Führer» (Bush), seine Förderer demnächst auf dem Yale-Campus trifft. Irgendwo tief unter der Erde – in jener ominösen Totenkopfgruft, in der die Ordensbrüder ihre okkulten Rituale abhalten sollen.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/arnie-und-die-totenkopf-gruft-page27-1.jpg4951034Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2004-02-01 12:00:002025-12-13 07:04:58«Arnie» Und Die Totenkopf-Gruft
Mystery-Bücher: Top-15 der aktuellen Verkaufsschlager
Rund ein Jahr müssen sich die Fans noch gedulden. Dann flimmert in den Kinos das allerletzte «Star Wars»-Spektakel über die Leinwände. «Dunkel» soll der Film werden, verspricht Macher George Lucas. Im Zentrum: Anakin Skywalkers Wandlung zu «Darth Vader». Die Dreharbeiten sind bereits abgeschlossen. Unter strengster Geheimhaltung wird jetzt an Schnitt und Spezialeffekten getüftelt.
Dennoch dringen immer mehr Details an die Öffentlichkeit. So etwa ein Storyboard-Entwurf von Vaders «Geburt» (Bild oben). Und auch der Name des neuen Oberschurken ist kein Geheimnis mehr. «General Grievous» soll er heissen (Bild rechts unten). Und eine fürchterliche Armee um sich scharen…
Bestsellerliste basiert auf den Verkaufszahlen des Kopp Fachbuchversands – www.kopp-verlag.de
Der Fundort der 3600 Jahre alten «Himmelsscheibe von Nebra» birgt knapp zwei Jahre nach ihrer Entdeckung möglicherweise weitere Schätze.
Neue Grabungen des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle sollen in Kürze auf dem 252 Meter hohen Mittelberg (Burgenlandkreis) starten. Die Bronzescheibe mit Goldauflagen ist die älteste genauere Sternenabbildung der Welt.
«Bis zum Herbst wollen wir etwa 8500 Quadratmeter inmitten der prähistorischen Wallanlage freilegen», sagt Grabungsleiter Thomas Koiki.
Mystery Park: Neue Attraktion
Die Überraschung ist perfekt: Die Sonderausstellung «Unsolved Mysteries» gastiert dieses Jahr nicht in Japan, sondern in Erich von Dänikens «Mystery Park» in Interlaken. Wie die Verantwortlichen unmittelbar vor Redaktionsschluss bestätigten, wird die kontroverse Sammlung archäologischer Fundstücke dort ab 5. November 2004 zu sehen sein – während vier Monaten. Untergebracht wird sie im ersten Stock des Eingangsgebäudes. Ursprünglich sollte die Schau dieses Jahr in Japan gezeigt werden. «Die Chance, unsere Exponate in Dänikens Themenpark zu zeigen, wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen», freut sich der Wiener Ausstellungsmacher Klaus Dona. «Wir entschlossen uns deshalb, unser Japan-Projekt auf 2005 zu verschieben.»
«Unsolved Mysteries» präsentiert unzählige umstrittene Relikte, die unser klassisches Geschichtsbild in Frage stellen – viele davon zum ersten Mal. Zum Start der Ausstellung im «Mystery Park» ist ein spezielles Symposium geplant.
Luftangriff auf Papst geplant
Schock für Katholiken: Das Netzwerk Al Kaida von Osama Bin Laden plant offenbar ein Attentat auf Papst Johannes Paul II. Dies bestätigte ein Sprecher des italienischen Innenministeriums. So wollten die Terroristen den Petersdom bereits um die Weihnachtszeit mit einem sprengstoffbeladenen Flugzeug angreifen. Nach einer Warnung des israelischen Geheimdienstes Mossad wurde der Luftraum über der italienischen Hauptstadt deshalb bis zum 6. Januar 2004 gesperrt.
Datentransfer ohne Elektrosmog?
Ingenieuren der Global Scaling Communication Group des Institutes für Raum-Energie-Forschung in Wolfratshausen ist offenbar ein wichtiger Schritt in der Entwicklung eines Systems für drahtlose Datenübertragung gelungen, das ohne Sender beziehungsweise Mobilfunk auskommt. Die Rolle des Senders und Empfängers übernehmen so genannte «Rauschdioden». Die Datenübertragung erfolgt nicht über eine elektromagnetische Trägerwelle, sondern «über die Eigenschwingungen des in aller Materie enthaltenen Vakuums», wie es heisst. Das Verfahren ist wissenschaftlich umstritten, scheint aber tatsächlich zu funktionieren, wie jetzt an einer Pressekonferenz in Berlin dargelegt wurde.
Astronauten sichten UFO
Die Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS) hat im Februar ein «UFO» gesichtet. Der Russe Alexander Kaleri und der US-Bürger Michael Foale hätten ausserhalb ihrer Station «ein rund 20 Zentimeter langes flexibles Band im Weltraum» beobachtet, teilten Mitarbeiter des Kontrollzentrums nahe Moskau mit. Noch sei unklar, worum es sich gehandelt haben könnte. Vor Jahren filmten bereits Kosmonauten der früheren russischen Raumstation Mir ein ähnliches Phänomen. Die Herkunft des damaligen leuchtenden Objekts konnte aber nie geklärt werden.
Nanu, was liegt denn da?
Gab es einst Leben auf dem Mars? Seit der Landung der beiden NASA-Roboter und neuen Bildern des ESA-Orbiters «Mars Express» verdichten sich die Anzeichen. So konnten die Europäer zum ersten Mal Lage und Volumen von gefrorenem Wasser am Südpol des Planeten sowie Wasserdampf nachweisen. Wasser gilt als wichtigste Voraussetzung für die Existenz einfacher Lebewesen auf dem Roten Planeten. Reichlich kurios mutet auch die Ausschnittvergrösserung eines Bildes des «Opportunity»-Roboters an. Von den hiesigen Medien wurde es bislang komplett ignoriert. Es zeigt einen «gehörnten» fossilienähnlichen Gegenstand, der so gar nicht ins bekannte Landschaftsbild des Roten Planeten passen will.
Was hat es damit auf sich? Noch hält sich die NASA diesbezüglich bedeckt. «mysteries» hat die Aufnahme von der offiziellen NASASeite
heruntergeladen, vergrössert – und verifiziert. Was auch immer darauf zu sehen ist: Das Bild ist keine Fälschung!
blitztalk
Beatrix Küttel: «UMTS-Technologie könnte schädlich sein» Eine neue Studie des Physiklabors TNO in Holland zeigt einen signifikanten Zusammenhang zwischen Handystrahlen und dem Unwohlsein von Testpersonen auf. Wie interpretiert das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Resultate? Da die Studie sehr seriös durchgeführt wurde, nehmen wir diese Resultate ernst. Allerdings muss die Studie nun von weiteren Forschungsgruppen wiederholt werden, damit die Resultate endgültig bestätigt und anerkannt werden können. Was unterscheidet die Studie von bisherigen Untersuchungen? Es ist die erste Studie, die einen direkten Hinweis liefert, dass die neue Mobilfunk-Technologie UMTS die Gesundheit negativ beeinflussen könnte. Welche Konsequenzen zieht das BAG daraus? Das BAG unterstützt eine Studie in der Schweiz, die die holländische TNO-Studie wiederholt. Dabei wird überprüft, ob die Resultate der TNO-Studie richtig sind, oder ein Produkt des Zufalls. Falls sich die Resultate bestätigen, werden die Risiken und geeignete Massnahmen neu überprüft.
Beatrix Küttel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Schweizerischen Bundesamt für Gesundheit in Bern.
«Testatika» nachgebaut
Die geheimnisvolle «Freie-Energie-Maschine» der Methernitha-Sekte im schweizerischen Emmental sorgt weiterhin für Diskussionen. Nähere Aufschlüsse
über die seit Jahrzehnten unter Verschluss gehaltene «Testatika» soll nun ein Seminar bringen, das am 13. März 2004 unter der Leitung von Adolf und Inge Schneider (Jupiter Verlag) im Technopark in Zürich über die Bühne geht.
Unter anderem wird dort auch ein Nachbau des «Perpetuum Mobile» vorgestellt. Nähere Informationen zum Seminar unter Tel.: +41 – (0)1- 252 77 33.
Van Helsing sucht Kinder
Der umstrittene deutsche Autor Jan van Helsing («Geheimgesellschaften») macht wieder von sich reden. Derzeit besucht er vermehrt medial veranlagte
Kinder. «Ich habe drei Kinder gefunden, bei denen nachgewiesen ist, dass sie den Anschlag auf das World Trade Center bis zu zehn Monate voraus gesehen hatten», verriet er der Internet-Seite phantasieria.de in einem Exklusivinterview. «Und diese Kinder haben natürlich auch für die nächsten Jahre Ereignisse vorausgesehen, über die ich jedoch noch nicht sprechen möchte.»
hoppla!
Harte Zeiten für Werner Walter: Weil der in Insiderkreisen berüchtigte Mannheimer Hobby-Skeptiker UFOSichtungen generell als Verwechslungen und Schwindel verstanden wissen will, hagelte es von Augenzeugen immer wieder Kritik. Doch o weh: Jetzt bezichtigt ihn selbst sein langjähriger Weggenosse Rudolf Henke der Datenklitterung, noch dazu in aller Öffentlichkeit. Stein des Anstosses: Walters eigenes UFO-Erlebnis. «Nur ein Flugzeug», wettert Henke in einer ellenlangen Stellungnahme mit erhobenem Zeigefinger. «Ach was, eine Laserprojektion!» hält der Angegriffene dagegen – und wirft seinem Skeptiker-Kollegen Futterneid vor. Nur: Wen interessiert das eigentlich?
«Ägypter, Griechen und Römer wussten noch nichts von der Brechkraft einer Linse. Künstliche Sehhilfen wurden erst in den letzten 1000 Jahren entwickelt.» So steht es in jedem Lexikon. Der bekannte britische Forscher Professor Robert Temple mag darüber nur den Kopf schütteln.
Eine riesige Anzahl antiker Linsen existiert in zahllosen Museen überall auf der Welt. Ich selbst bin sogar im Besitz einer antiken Linse aus Griechenland. Die grosse Anzahl dieser antiken Objekte, die die Zeit überdauert haben, führt die unachtsame und weitverbreitete Annahme ad absurdum, dass «es keine antiken Linsen gibt».
Antike Linsen finden sich nahezu überall. Weshalb erkennt sie dann keiner als das, was sie sind? Diese Situation ist wirklich rätselhaft. Einer der Direktoren eines Museums im Mittelmeerraum hat einen Artikel veröffentlicht, in dem er davon ausging, dass es antike Linsen gegeben hat, doch verschweigt er, dass sich in seinem eigenen Museum einige Bergkristall-Linsen in Ausstellungsvitrinen befinden!
Ich nehme an, er hat sie einfach noch nicht gesehen. Und so ignoriert er sie einfach. Und im British Museum waren oder sind sich die verschiedenen Abteilungen untereinander nicht darüber bewusst, dass andere Sektoren im Besitz antiker Linsen sind und dass es neben der berühmten «Layard-Linse» tatsächlich noch einige andere im Gebäude gibt. Die optischen Artefakte sind im British Museum auf vier oder fünf Abteilungen verteilt, die untereinander nur wenig Informationen austauschen.
So finden sich in den Ausstellungsvitrinen in diesem Museum tatsächlich griechische Bergkristalle – von denen jeder Betrachter erkennen kann, dass sie ein vergrössertes Bild ihrer Einfassung erzeugen –, doch noch nie hat jemand, soweit ich weiss, auf ihre vergrössernden Eigenschaften hingewiesen.
Linsen, wohin man blickt Es gibt viele faszinierende antike Artefakte, einschliesslich der «wandernden» Mainz-Linse, die 1875 in Deutschland ausgegraben wurde; die gegenwärtig nicht vorhandene Linse des Königs von Neapel, erstmals im 18. Jahrhundert erwähnt; die Cuming-Linse, die in London ausgegraben wurde; oder Linsen, die Sir Flinders Petrie in Ägypten ausgegraben hat.
Die so genannte Kairo-Linse habe ich selbst untersucht und fotografiert – eine von vier Linsen, die zwischen 1924 und 1929 bei Karanis in Ägypten gefunden wurden – und zwar im November 1998 im Ägyptischen Museum am Tahrir-Platz in Kairo.
Innerhalb von zehn Minuten nach meinem Eintreffen im Museum fanden wir die Linse. Sie war in Vitrine B, Raum 49, in «Abteilung 2» des Museums. Am nächsten Tage schloss sich der Kustos der Abteilung 2, Dr. Mahmoud el Helwagy, mir an, und so standen wir gemeinsam vor der Vitrine.
Zu unseren beiden Seiten waren Bänke aufgestellt, so dass der Publikumsverkehr umgeleitet wurde. Ein Tisch und ein Stuhl wurden bereitgestellt, und die Vitrine wurde nicht nur mit einem Schlüssel geöffnet, sondern ein Drahtsiegel wurde ebenfalls entfernt.
«Blassgrünliches Glas»?
Die Linse wurde aus der Vitrine genommen, und ich hatte Gelegenheit, sie genauer zu untersuchen. Die beiden Katalogeinträge zu dieser Linse in Kairo gaben Folgendes an: «Objekt, das einer plan-konvexen Linse ähnelt; blassgrünliches Glas. Durchmesser 5 cm» sowie «linsenförmiges Objekt – blassgrün, Glas, 3. Jahrhundert n. Chr.».
Ich war überrascht, als ich die Linse sah, denn ich konnte nirgendwo eine grünliche Färbung des Glases erkennen, trotz der Tatsache, dass sowohl Donald B. Harden in seinem Buch mit dem Titel «Roman Glass from Karanis» (1936) als auch beide Kataloge in Kairo behaupteten, sie wäre von grünlicher Farbe. Vielleicht werde ich farbenblind!
Ich prüfte die Stärke der Linse und stellte eine Maximalstärke von 72 mm fest, wohingegen Harden auf 75 mm kam.
Die Grundfläche der Linse erscheint perfekt eben und weist auffällige kreisrunde Schleifmuster auf der ganzen Fläche auf, was klar darauf hindeutet, dass die Linse bei ihrer Herstellung mit einer Drehbewegung geschliffen wurde. Doch diese kreisförmigen Muster haben eine Menge eingefrästen Schmutz in ihren Furchen.
Es finden sich überhaupt keine Absplitterungen oder Beschädigungen irgendwelcher Art, und die Linse ist in einem hervorragenden Zustand. Eine von vier Sehhilfen, die bei Karanis ausgegraben wurden.
Sie zeigt auch keine Spuren von Einfassungen. Die Linse wurde ausgezeichnet poliert, und beide Oberflächen sind perfekt eben und glatt.
Das Wunderbarste aber an dieser exzellenten römisch-ägyptischen Linse ist, dass sie immer noch vollkommen durchsichtig ist; nur der Schmutz ist im Wege.
So war es einfach, die Vergrösserungswerte direkt zu messen – was mit antiken Linsen nicht allzu oft möglich ist.
Warum soll die Kairo-Linse keine Leselupe gewesen sein?
Lag die Linse flach auf dem Tisch, war der Vergrösserungswert nahezu Null; wurde sie aber ausreichend angehoben, ergab sich ein Wert von 1,5 x. Deshalb war sie eine perfekte Leselupe für eine kurzsichtige Person. Die Linse ist von erstklassiger Qualität, das Glasmaterial ist ausgezeichnet. Dies alles weist auf ein hohes Niveau der Fertigung von Linsen in Karanis im 3. Jahrhundert nach Christus hin.
Die Kairo-Linse ist nur ein einziges von zahllosen Beispielen. So gibt es über 450 optische Artefakte der Antike, die überlebt haben, und ich habe irgendwo aufgehört, weiter zu zählen. Wo ich auch hingehe, erscheinen weitere; es ist wie eine Lawine. Zu einem bestimmten Zeitpunkt dachte ich, ich könnte jede einzelne von ihnen auflisten, und jahrelang habe ich unerschütterlich an diesem Ideal festgehalten.
Doch schliesslich überwältigte mich das Ganze, und ich musste meine Niederlage eingestehen. Niemand kann sie alle aufzählen, die Arbeit ist einfach zu umfangreich. Ich habe an diesem Problem seit über 30 Jahren gearbeitet, und es kamen immer neue Linsen dazu. Und mehr. Und noch mehr.
Über 100 Bergkristall-Linsen Es gibt grosse Massensammlungen. Es gibt die Karthago-Linsen, die Mykene-Linsen, die minoischen Linsen, die Rhodos-Linsen und die Ephesos-Linsen, die eher konkav als konvex sind und das Objekt um 75 Prozent verkleinern, weshalb sie sich für kurzsichtige Personen eignen.
In Skandinavien gibt es über 100 Bergkristall-Linsen, von denen ich eine Handvoll selbst studiert und vermessen habe. Es gibt auch eine umfangreiche Zahl antiker britischer Linsen. Und dann sind da noch all die römischen Glasobjekte, die zur Vergrösserung gebraucht wurden, von denen man zum Beispiel in Deutschland grosse Mengen finden kann. Die Liste könnte beliebig weitergehen.
So wurden zum Beispiel 48 konvexe Bergkristall-Linsen bei Troja von Schliemann ausgegraben. Sie gelten mittlerweile als verschollen.
Farbfotos und Messdaten vieler dieser Linsen kann man im Buch «The Gold of Troy» (1996) finden.
Sehhilfen (4. Jahrhundert v. Chr). Die plan-konvexen Glaslinsen wurden in einem Steinsarkophag bei Karthago entdeckt.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/vergroesserungs-glaeser-gab-es-schon-im-altertum-page24-1.jpg7211034Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2004-02-01 12:00:002026-03-13 17:55:34Vergrösserungs-Gläser gab es schon im Altertum
vorliegende Dokumente belegen, einen deutschen Angriff mit Atomwaffen auf ihr Territorium in allernächster Zeit.
So schreibt George C. Marshall, US-Generalstabschef, in seinem Bericht vom 1. September 1945 an den Kriegsminister, «die technologischen Fortschritte der ‹‹ Wurde die Invasion wegen der Atombombe vorverlegt?
Deutschen, zum Beispiel bei der Entwicklung atomarer Explosivstoffe», seien 1944 derart gross gewesen, «dass die Invasion unter allen Umständen in diesem Jahr erzwungen werden musste, bevor diese fürchterlichen Waffen gegen uns eingesetzt werden konnten». Und er fügt hinzu: «Sie durfte auf keinen Fall scheitern.» Weder nach diesem Bericht noch später wurde Marshall wegen akuter Paranoia aus dem Amt entfernt. Kein Wunder, berief er sich doch auf die Erkenntnisse eigener und britischer «Dienste» sowie auf die konkreten Funde vor Ort. Wie realistisch seine Einschätzung des Gefährdungspotenzials war, lässt Marshall an anderer Stelle durchscheinen, als er erwähnt, die Gefahr durch die Atomwaffe habe «die wildesten Phantasien» übertroffen.
Auch andere Zeitzeugen aus dem Kreis der Alliierten mit militärischen-, nachrichtendienstlichen und wissenschaftlichen Funktionen haben Statements abgegeben, Berichte verfasst, Meldungen abgesetzt und, wenn zunächst auch zögerlich, in Interviews den kurz bevorstehenden Einsatz dieser strategischen deutschen Waffe eingestanden.
Es ist allein aus Platzgründen an dieser Stelle unmöglich, alle Facetten der geheimen deutschen Atomforschung aufzuzeigen. Daher nur noch ein Bonbon zum Schluss…
«Halbes Jahr Vorsprung» Die SS unterhielt spätestens seit 1944 eine eigene Verbindungsstelle, die dafür sorgte, dass besondere Ergebnisse kernphysikalischer Forschungen unmittelbar allen im Reich arbeitenden Wissenschaftlergruppen verfügbar waren.
So konnte Hitler auch bei seinem letzten Aufenthalt auf dem Berghof darauf verweisen, zur Zeit habe man noch ein halbes Jahr Vorsprung vor den USA. Eine seiner Informationsquellen dafür stammte von der Reichspost, der es in Zusammenarbeit mit der Auslandsaufklärung gelungen war, in den Funkverkehr sowjetischer Agenten in Kanada mit der Moskauer Zentrale einzudringen und ihn teilweise zu dechiffrieren.
Auf diesem Weg übermittelten sowjetische Agenten die «heissesten Informationen» aus dem inneren Kreis der amerikanischen Atombombenforscher und die deutschen Wissenschaftler lasen fast in Echtzeit mit…
Die Frage, ob das Dritte Reich über eine Atomwaffe verfügte, wird über kurz oder lang definitiv und positiv beantwortet werden. Damit verbunden sind aber eine Reihe weiterer Fragen und sich daraus ergebender Konsequenzen von teilweise höchster Brisanz.
Fragen über Fragen Was fanden die Amerikaner und ihre Alliierten bei der Eroberung deutscher ober- und unterirdischer Forschungs- und Produktionsanlagen wirklich? Was da- Existieren unterirdische Tunnel, von denen keiner weiss?
von wurde im Krieg gegen Japan eingesetzt? Und was davon wurde der Öffentlichkeit bis heute verschwiegen? Existieren Untergrundsysteme, die nie identifiziert wurden? Und geht von diesen heute noch Gefahr aus?
Wie auch immer diese Fragen beantwortet werden mögen: Das Vorhandensein einer deutschen Atombombe würde in jedem Falle die offizielle Geschichtsschreibung Lügen strafen und ein Umschreiben der Technologiegeschichte erforderlich machen, denn zweifellos hätten dann deutsche Wissenschaftler den Forschungssieg im nuklearen Wettrennen davongetragen.
Eine Aufklärung dessen, was tatsächlich gegen Kriegsende geschah, wäre von ausserordentlicher Bedeutung, nicht zuletzt, um das Schicksal all derjenigen aufzuklären, die bei Geheimprojekten des Dritten Reiches, deren wahre Bedeutung bis heute nicht verstanden worden ist, sterben mussten.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webp00Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2004-02-01 12:00:002004-02-01 12:00:00Chronik EnthüLlt: KöNig Louis Xv. Liess «FüRchterliche Waffe» Nach Test Verbieten
Ring von Paussnitz. Rund 800 Jahre nachdem er geschmiedet wurde, konnte sein Geheimnis endlich gelüftet werden.
Magischer Ring beginnt zu sprechen
Das Rätsel des geheimnisvollsten deutschen Ringes ist geknackt: Nach monatelangen Studien konnte die Inschrift des 800-jährigen magischen Kleinods von Paussnitz endlich entschlüsselt werden.
Zauberringe gibt es tatsächlich. Doch nur wenige überdauerten die Wirren der Geschichte. Einer davon befindet sich seit über 100 Jahren im Tresor des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle (Sachsen-Anhalt).
1898 in Paussnitz mitsamt einem Silberschatz ausgebuddelt, übt das zwölfeckige Silberstück eine seltsame Anziehungskraft aus. Eine geheimnisvoll verschlüsselte Inschrift aus Symbolen und buchstabenartigen Zeichen gab Schriftexperten bis heute Rätsel auf.
Monatelang arbeiteten die klügsten Köpfe an der Entzifferung des rund 800jährigen Kleinods. Jetzt konnte das Geheimnis endlich gelüftet werden. Dazu der Archäologe Arnold Muhl vom Landesmuseum: «Der Text ist in frühgotischen Majuskeln und Buchstaben der damals schon nicht mehr gebräuchlichen irischangelsächsischen Zierkapitalis abgefasst.
Dechiffriert handelt es sich um ein seltenes Schriftzeugnis der mittelhochdeutschen Sprache, das wie folgt zu lesen ist: NAINE MI XPS.
Die wörtliche Übersetzung ‹Verneine mich Christus› ist aufgrund vergleichbarer Bittformeln im Sinne von ‹Vernichte mich Christus› zu verstehen. Diese magische Anrufung ist als Ausdruck innigster religiöser Hingabe zur Erlangung des Seelenheils zu werten. Mit Hilfe des Heilands soll das eigene Ich ausgelöscht werden, um daraufhin vollständig vom Geiste Christi durchdrungen zu werden.»
Die Inschrift offenbare eine mystische Spiritualität, die vorderorientalische Einflüsse erkennen lässt und die besonders bei Kreuzfahrern zu finden war. Die zwölfeckige Form des Ringes, die Strukturierung der Gravuren und der Rhythmus der wechselnden Leserichtungen seien auf der Basis eines Systems bedeutungstragender Ziffern konzipiert.
Muhl: «Der silberne Inschriftenring von Paussnitz ist ein aussergewöhnliches Zeugnis tiefer individueller Frömmigkeit, dessen wahre Bedeutung dem fremden Auge jedoch verborgen bleiben sollte.»
Ein Ordensritter?
Wer aber war der geheimnisvolle Ringträger? «Offensichtlich hatte er Aufenthalt in vielen Bibliotheken und Kanzleien sowie Kontakt zu den avantgardistischen Kräften seiner Zeit» erklärt der Archäologe. «Er stand auf der wissenschaftlichen Höhe seiner Zeit. Der Gebrauch der mittelhochdeutschen Sprache lässt erkennen, dass er höherer adeliger Herkunft gewesen sein muss.»
Sein Wissen um christlich-mystische Glaubensideen vorderorientalischer Prägung lasse zudem darauf schliessen, dass er Verbindungen nach Palästina hatte oder sogar selbst im Heiligen Land war. Muhl: «Merkmale, wie sie auf einen Chorherren oder Ordensritter zutreffen!»
Besucher in den Basler Messehallen. Nachdenklich, aber aufgeschlossen, lauschen sie den Worten der Referenten.
Mit einem Besucherrekord endeten am 1. Dezember 2003 die 21. Basler Psi-Tage: Zum sechsten «Weltkongress für Geistiges Heilen» und der begleitenden Ausstellung kamen über 7000 Menschen. Mehrere Live-Tests unter ärztlicher Aufsicht sorgten für Aufsehen.
An der viertägigen Grossveranstaltung im Kongresszentrum Basel traten rund 200 Heiler, Ärzte und Wissenschaftler aus 18 Ländern auf. In über 100 Vorträgen, Seminaren, Workshops, Diskussionen und Gesprächskreisen, Demonstrationen und Meditationen setzte der Kongress verschiedene Themenschwerpunkte.
Zu den Höhepunkten zählten mehrere Live-Tests, bei denen Heiler unter Aufsicht eines siebenköpfigen Ärzteteams zeigen wollten, was sie können. In einem «Psi-Diagnostik»-Test sollte bei zwei Frauen jeweils ein medizinisch gesicherter Problembereich medial lokalisiert werden: Im einen Fall ein mittelgradiger Tinnitus in beiden Ohren, im anderen Fall eine Stelle im rechten Oberarm, an der eine Edelstahlplatte sass, mit welcher ein Knochenbruch verschraubt worden war.
Davon abgesehen waren die beiden Versuchspersonen sowohl nach eigenem Betizieren. kunden als auch nach Einschätzung ihrer Ärzte kerngesund.
Dazu waren seit dem Frühjahr Testbogen an Heiler, aber auch an andere Interessierte verteilt worden, die sich zutrauten, die betreffenden Körperstellen aus jeweils 20 vorgegebenen Antwortmöglichkeiten herauszufinden. Unter 49 Teilnehmern gelang es nur zweien, per Ferndiagnose wenigstens einen Treffer zu landen.
Ein Ergebnis im Rahmen der statistischen Zufallserwartung.
Erstaunliche Einzelfälle Beim Weltkongress selbst versuchten sich 25 weitere Heiler bei denselben Versuchspersonen an Psi-Diagnosen aus nächster Nähe. Diesmal registrierten beaufsichtigende Ärzte fünf Treffer. Einem Heiler aus Griechenland gelang es dabei, in Trance beide Fälle richtig zu diagnos- Darüber hinaus beschrieb er sogar zutreffend, seit wann die jeweiligen Probleme bestanden und unter welchen Umständen sie aufgetreten waren, und die Grösse der eingesetzten Platte traf er mit seiner Schätzung zentimetergenau. «Was dieser Heiler uns live vorgeführt hat, ist in der Tat einzigartig», kommentierte der Leiter des Ärzteteams, der Schweizer Internist Dr. Beat Schaub.
Bei einem Pflanzentest versuchte ein englischer Heiler vor 1200 Augenzeugen, die Keimung von Kressesamen durch blosse Konzentration zu beschleunigen.
Tatsächlich waren nach 65 Minuten aus drei Samen bereits über fünf Millimeter lange Sprossen gewachsen; auf feuchtem Filterpapier oder Watte benötigen sie dafür gewöhnlich zwei bis vier Tage Zeit.
Erhöhte Körpertemperatur Thermografisch überprüft und bestätigt wurden rätselhafte Temperaturveränderungen an der Hautoberfläche von Versuchspersonen, während Geistheiler sie behandelten: Eine Infrarotkamera mass an den behandelten Stellen eine stark erhöhte Körperwärme, die deutlich über jener lag, die von den Händen der Heiler ausging.
Über eine Videoprojektion konnten rund 1000 Zuschauer das Phänomen live mitverfolgen.
In einem weiteren Test wurde Nikotinsüchtigen eine Raucherentwöhnung durch Handauflegen angeboten – ob mit längerfristigem Erfolg soll eine ärztliche Begleitstudie in den kommenden Monaten feststellen. Dass 36 Prozent der rund zwei Dutzend Teilnehmer unmittelbar nach dem Geistheilungsversuch erklärten, ihr Verlangen nach einer Zigarette habe mehr oder minder deutlich nachgelassen, kann vorerst als kurzfristige Suggestivwirkung bewertet werden.
Annähernd zwei Drittel rauchten hinterher allerdings so genüsslich wie zuvor – zur Enttäuschung ihrer Heiler. Von der «achtzigprozentigen Erfolgsquote», die zuvor in Aussicht gestellt worden war, blieb das Ergebnis jedenfalls weit entfernt.
Russe sorgt für Kontroverse Auf grosses Publikumsinteresse stiess ein russischer Heiler, den zuvor mehrere Fernsehsendungen als Wundertäter populär gemacht hatten, weil er ausgeprägte Beinlängendifferenzen, Beckenschiefstände und andere schwerwiegende orthopädische Leiden anscheinend in Sekundenschnelle zuverlässig beheben kann. Bei den Psi-Tagen demonstrierte er diese Fähigkeiten in drei Veranstaltungen an acht Patienten.
Während fünf der Behandelten unmittelbar danach von einer «Besserung» sprachen, blieben anwesende Ärzte, darunter auch ein Orthopäde, skeptisch: Sie bezweifelten die Nachhaltigkeit der Ergebnisse, die auch von einer suggestiv erzeugten Entspannung bestimmter Muskelgruppen herrühren könnten, und bemängelten die Qualität der «Messungen», mit denen der Heiler die erzielten Effekte zu «beweisen» versuchte.
53 weitere Fälle, in denen sich Patienten während des Basler Weltkongresses von Heilern behandeln liessen, wurden von anwesenden Ärzten dokumentiert und sollen nach vier, zwölf und 24 Wochen überprüft werden.
Erstaunliche Wirkung Einem ersten Zwischenbericht zufolge, den der Leiter des Basler Ärzteteams unmittelbar nach Kongressende vorlegte, liessen während der Psi-Tage in zahlreichen Fällen, darunter auch bei hartnäckigen chronischen Leiden, vorliegende Symptome deutlich nach: bei Erschöpfungszuständen (zu 100 Prozent), bei chronischen Rückenschmerzen (zu 69 Prozent), bei Hals-Nasen-Ohren-Problemen (50 Prozent), bei Störungen im Bauchbereich (43 Prozent), bei rheumatischen Leiden (25 Prozent) und diversen anderen (64 Prozent).
Von Ärzten begleitet wurde auch die öffentliche Sonderveranstaltung «Geistheilung live» am Vorabend des Weltkongresses, bei der 130 Heiler zwei Stunden lang kostenlose Probesitzungen anboten. Rund 1500 Menschen nutzten diese Gelegenheit, geistiges Heilen unmittelbar zu erleben, und ein Grossteil von ihnen liess sich Hände auflegen.
Über 30 spontane Besserungen protokollierten anwesende Ärzte dabei. Für Aufsehen sorgte vor allem der Fall einer gelähmten Frau, die sich nach wenigen Minuten Handauflegen aus ihrem Rollstuhl erhob und freudestrahlend auf eigenen Beinen eine Strecke von 40 Metern zurücklegte – zum ersten Mal seit vielen Jahren. Ob dieser Erfolg anhält, wird das Basler Ärzteteam in den kommenden Monaten weiterverfolgen.
Der nächste «Weltkongress für Geistiges Heilen» findet vom 26. bis 29. November 2004 statt – selbstverständlich wieder wie gewohnt in den Hallen der Messe Basel.
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