Im Untergrund eines kleinen Museums in Mexiko schlummern über 24’000 rätselhafte Relikte eines deutschen Kaufmannes. Archäologen strafen sie seit Jahrzehnten mit Verachtung, weil manche davon Dinosaurier darstellen. Zum allerersten Mal durfte eine Wiener Globetrotterin in den verschlossenen Kellerräumen Fotos schiessen.
»mysteries« zeigt, was sonst niemand zu Gesicht bekommt: Hunderte von Kisten voller bizarrer Figuren und Kreaturen aus alter Zeit, die es in dieser Form eigentlich gar nicht geben dürfte.
onservative Archäologen meiden Acambaro wie der Teufel das Weih-Kwasser. Nordwestlich von Mexico City im Staat Guanajuato gelegen, kann dort jedermann begutachten, was der Öffentlichkeit von den Behörden jahrzehntelang vorenthalten wurde. Klein aber fein ist das örtliche Privatmuseum, das erst 2002 seine Pforten öffnete. Vollgestopft mit Objekten, die allem widersprechen, was wir über die menschliche Geschichte zu wissen glauben.
Unzählige altamerikanische Keramikobjekte werden in Acambaro zur Schau gestellt: Fabeltiere und Monsterwesen. Aber auch Dinosaurier-Skulpturen. Viele weitere Figuren liegen bis heute im Museumskeller, weil sie in den oberirdischen Räumen keinen Platz Ànden.
Zusammengetragen hatte die Sammlung der 1897 nach Mexiko ausgewanderte Bremer Kaufmann Waldemar Julsrud.
Insgesamt 32’000 (!) Skulpturen liess der vermögende deutsche Eisenhändler von 1944 bis in die 1950er-Jahre von seinem Aufseher Odilon Tinajero und Einheimischen in der Umgebung von Acambaro ausbuddeln.
Bald begann seine Villa aus allen Nähten zu platzen. Kaum eine Nische, in der es nicht von den Wunderwesen wimmelte. Selbst aus Julsruds Schlaf- und Badezimmer glotzten monströse Kreaturen die Besucher an: Plastische Alpträume einer vergessenen Welt. Ein zoologischer Garten vol- Das Julsrud-Museum in Acambaro, nordwestlich von Mexico City.
ler bizarrer Kreaturen aus Ton (siehe dazu ergänzend unseren ausführlichen Hintergrundbericht in Heft 1/2010).
Seinerzeit wurden auch Archäologen auf Julsruds Panoptikum aufmerksam. Uralte Dino-Skulpturen von Menschenhand? Das konnte nicht sein! Schliesslich waren die Urzeit-Giganten bereits seit Jahrmillionen ausgestorben, als sich unsere Vorfahren die Erde untertan machten. Vorschnell brandmarkte man die tönernen Stücke als Fälschungen und wünschte sie zur Hölle – wo man ihren Ursprung wähnte.
Lohnen die Figuren tatsächlich keiner eingehenderen Untersuchung? Drei US-Analysen bewiesen das Gegenteil: 1. Eine C14-Datierung von organischen Proben durch die Teledyne Isotopes Laboratories in Westwood (New Jersey) um 1968. Die Fachleute wiesen dem Material ein Alter von rund 6500 Jahren zu. 2. Thermolumineszenz-Datierungen des Museum Applied Science Center for Archaeology (MASCA) der University of Pennsylvania um 1972. Ergebnis: Die Proben stammten aus der Zeit Selbst aus Julsruds Schlafzimmer glotzten die Kreaturen hervor.
Monster, Biester, Bestien.
Über 1200 Relikte aus Julsruds Sammlung sind im Museum ausgestellt.
24’000 weitere lagern in den verschlossenen Kellerräumen.
Waren die Figuren einst bunt koloriert? Einige wenige weisen bis heute Farbreste auf.
Blick in die Vitrinen des 2002 eröffneten Museums. Interessanterweise ist keine einzige der Abertausenden von Figuren identisch, wie bereits Sammler Julsrud verblüfft feststellen musste.
BeÀnden sich einige der verschollenen Julsrud-Figuren im Archiv des berühmten Übersee-Museums in Bremen? Hatte der ausgewanderte Bremer Kaufmann das eine oder andere Exemplar seiner Sammlung seinerzeit in die Heimat verschiffen lassen? Möglich wäre es. So erinnert sich »mysteries«-Leser Walter Burchhard, dass er mit seinen Kollegen Walter-Jörg Langbein und Lars Fischinger dort»vor 12 bis 16 Jahren mehrere Terrakotta-Figuren in einer Ausstellung über Südamerika« gesehen habe. »Sie waren gemäss meiner Erinnerung als Spielzeug der Indio-Kinder bezeichnet. An eine Figur erinnere ich mich recht deutlich: Es handelte sich um ein Menschlein (Kind?), das ein übergrosses Wesen mit kleinem Kopf, langem Hals und dickem Schwanz (Saurier?) an einer langen Leine quasi Gassi führte. Alles aus Terrakotta-Material. Die Figuren habe ich dort später nie wieder gesehen.« Auf Anfrage von »mysteries« durchwühlten Experten des Bremer Übersee-Museums deswegen unlängst ihre Archive. Leider ohne Resultat. »Unsere diesbezüglichen Recherchen sind leider erfolglos geblieben«, bedauert Direktorin Wiebke Ahrndt. Der Weisheit letzter Schluss?
red. ■
Eher atypisch für Julsruds Sammlung: Auch diese Objekte finden sich in den Museumsvitrinen.
steinernen Hallen aus. Weshalb die Änderung? »Weil unsere Archäologen die lokalen Tourismus-Manager nach zähen Gesprächen davon überzeugen konnten.« Und die etlichen neu installierten Eisenträger? »Die Höhlen leiden«, seufzt der Professor.
»Seit dem Auspumpen des Wassers und der Erschliessung für Touristen machen uns zunehmend neue Risse zu schaffen.« Nachdenklich deutet Zhifa Yang auf eine der gewaltigen Trägersäulen, die man vor zwei Jahren noch anfassen konnte. Bereits damals mittels einer Stahlkonstruktion gesichert und von allerlei Messgeräten umgeben, wurde sie mittlerweile komplett»eingepackt«. Ob auch künftige Generationen diese meisterhaften Konstruktionen noch zu Gesicht bekommen, steht in den Sternen.
Fachsimpeleien bis tief in die Nacht Als Dank für ihre grosszügigen Bemühungen wollen wir die Delegation zum Abendessen einladen. Doch die Chinesen waren uns zuvorgekommen und bitten uns auf eigene Kosten in ein ländliches Lokal, wo uns Gemüse und frischer Fisch kredenzt wird.
Bis tief in die Nacht sitzen wir mit Professor Yang zusammen, löchern ihn mit Fragen, während unser Guide Xu schier unermüdlich dolmetscht.
Wie viele künstliche Höhlen insgesamt gefunden worden seien, will ich wissen. Antwort: »Alleine im Kreis Longyou haben wir bislang 46 Grotten gefunden, verteilt auf fünf Kavernensyste-Steinbrüche sehen anders aus! Über unzählige neuzeitliche Treppenstufen gehts tief hinunter in die fünf offiziell zugänglichen Riesenkavernen. Über ihren einstigen Sinn und Zweck rätseln selbst Experten.
Instituten.
Polen oder der Türkei.« ◄ Sympathischer Begleiter.Professor Zhifa Yang war sichtlich in seinem Element.
▼Nebeneinander in den Berg getrieben.Die fünf riesigen Kavernen sind mit Seitenwänden voneinander getrennt, die an ihrer dünnsten Stelle gerade mal 50 Zentimeter messen.
▼Winzige Tierdarstellung am oberen Eingang der Höhlenanlage. Experten schätzen ihr Alter auf über 2000 Jahre.
Bis zu 25 Meter hohe Säulen stützen die Decke. Rechts: Die ursprünglichen, teils meterhohen Treppenstufen hinter dem »L«-Pfeiler.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/78-insgesamt-konnten-bisher-weit-ueber-3000-hoehlen-kartografiert-page17-1.jpg5831305Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2016-06-01 12:00:002025-12-16 08:41:17Insgesamt Konnten Bisher Weit üBer 3000 HöHlen Kartografiert Werden.
»Trump-Freund Putin mischt sich in US-Wahlkampf ein: ›Wer Clinton wählt, wählt den Krieg!‹« So titelte die auÁagestärkste Schweizer Boulevardzeitung »Blick« am 17. Oktober 2016 in fetten Lettern und bezog sich dabei auf den Nachrichtensender CNN und eine angebliche Pressekonferenz samt »Originalzitat« des russischen Präsidenten: »Wenn die Amerikaner Donald Trump wählen, wählen sie den Frieden. Wenn sie Hillary Clinton wählen, wählen sie den Krieg.« Geschichtsklitterung der übelsten Art! Tatsache ist: Bereits Tage zuvor hatte CNN mit derlei derben Aussagen NICHT Putin zitiert, sondern den berüchtigten russischen Rechtsextremisten und Antisemiten Wladimir Schirinowski – worauf wohl irgendein höriger »Blick«-Schreiberling im Auftrag der Chefredaktion eiligst ein paar ebenso verlogene wie verkaufsträchtige Sätze zusammenschustern musste. Aussagen übrigens, von denen sich der Kreml laut CNN unverzüglich distanziert hat.
Zum besseren Verständnis: Der »Blick« gehört zur Schweizer Ringier-Verlagsgruppe. Diese ging kürzlich ein Joint Venture mit dem deutschen Axel-Springer-Verlagshaus (»BILD«) ein. Erklärter Konzernleitsatz der Springer-Gruppe, den in der Zwischenzeit auch mancher Schweizer Ringier-Mitarbeiter wohl oder übel unterschreiben musste: »Die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.« lb. ■
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/78-hetze-gegen-putin-wie-der-schweizer-blick-seine-leser-bel-page22-1.jpg5961440Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2016-06-01 12:00:002025-12-16 08:40:12Hetze Gegen Putin: Wie Der Schweizer »Blick« Seine Leser BelüGt!
Kinder, wie die Zeit vergeht! Allesamt machten sich diese ehrgeizigen Damen und Herren in ihren jungen Jahren Gedanken, wie man die Welt verändern könnte. Manches wendeten sie im Laufe der Zeit zum Besseren und – geblendet von Macht, Ruhm und Geld – vieles leider zum Schlechteren. Wer ist wer? Die AuÁösung Ànden Sie unten links.
Auflösung: 1) Jean-Claude Juncker. 2) Gerhard Schröder. 3) Ursula von der Leyen.
Ausgabe 6/2016 59 Nr. 67 (1-2015) Wie uns ARD, ZDF, BILD & Co. für dumm verkaufen UFO-Alarm: Wer späht heimlich AKWs aus?
Jäger des verÁuchten Bildes: Michelangelo-Entwurf aufgespürt Die vergessene Pyramide im Regenwald: Neu entdeckte Geheimakten aus dem Vatikan belegen türkischen Völkermord Nr. 68 (2-2015) Nr. 69 (3-2015) Nr. 70 (4-2015) Nr. 71 (5-2015) Nr. 72 (6-2015) Hightech-Maschinen in der Steinzeit!
EU-Geheimplan: Bargeld-Verbot ab 2018?
Gold-Gruft: Liegt Alexanders Grabstätte in Jordanien?
Deutschlands Superschatz: Verschollene Relikte aufgetaucht Die wundersame Vermehrung der Mona Lisa Getarnte Mobilfunkmasten: Was niemand sehen soll Irren ist göttlich – Die scheinheiligsten Zitate aus Bibel und Koran Wesen aus einer anderen Welt? Noch mehr Relikte, die es nicht geben dürfte Erich von Däniken: Neue Erinnerungen an die Zukunft Wer liess Amerikas Superschatz verschwinden?
Lug und Trug im Musik-Business Fünf Rätsel, die unsere Geschichte auf den Kopf stellen Sechster Sinn: Kennen Tiere die Zukunft?
Okkultismus: Das geheimnisvolle Leben von Karl May Wunderheiler verblüfft Schulmediziner Castel del Monte: Das Schloss der 1000 Geheimnisse UFO-Jagd im Alpenraum Super-Vitamin D3: Rund jeder Zweite von uns hat zu wenig!
Phantom-U-Boote: Mysteriöse Manöver im Meer Gratis-Energie: Revolutionärer Durchbruch?
Flüssiges Quecksilber: Rätselhafter Fund im Pyramidentunnel Das Geheimnis der lebenden Mumien-Mönche Hat Albert Einstein geklaut?
Uraltes Heiligtum: Deutschlands mystischster Kraftort Das geheime Leben unserer Bäume Der Mann, der die Zukunft kannte Sechemchet und das Rätsel des leeren Sarkophages Vorsicht: Schädliche Strahlung! Mikrowellen-Herde im Test»Game of Thrones«: Spurensuche in Nordirland Nr. 73 (1-2016) Nr. 74 (2-2016) Nr. 75 (3-2016) Nr. 76 (4-2016) Kelten in Peru? Das Mysterium der blonden Indianer Gekaufte Demonstranten, verkleidete Terroristen: Dubiose US-Manöver in Bayern Enthüllt: Der geheime Code auf unseren Geldscheinen Walt Disney und die UFOs Nordamerikas Riesen: Wer liess ihre monströsen Gebeine verschwinden?
Nr. 77 (5-2016) Geheime Relikte in der Pyramide!
Mordfall Marilyn Monroe: Wusste sie zu viel?
Papst in Gefahr: Alarm im Vatikan Der Skandal um die verschwundenen Atombomben Heilung: Wie gesund ist Bio-Food?
Wie bewegten die alten Römer 1000 Tonnen?
Gebären ohne Arzt oder Hebamme Giftige Wolken: Wird unser Klima manipuliert?
Top Secret: Deutschlands geheime Notvorräte In Shorts durch den Himalaya:»Eismann« verblüfft Schulmediziner Himmlische Zeichen: Marienwunder in Kairo Unkraut als Wunderkraut Relikte der Götter? Ecuadors magnetische Leuchtsteine Jagten unsere Ahnen bereits Dinosaurier?
Können Tiere Selbstmord begehen?
Verschollene Schätze der russischen Zarenfamilie aufgetaucht!
US-Bombenhagel auf die Schweiz: Absicht oder Irrtum?
George Soros und die Manipulation unserer Welt Filmgeheimnisse: Mythos oder Wahrheit?
US-Sperrgebiet in der Pfalz: Recherchieren verboten!
Verheimlichter Tempelraub im ägyptischen Heiligtum von Dendera Freimaurer: Brisanter Fund im Vatikanarchiv Napalm-Inferno in der Antike Leben Neandertaler unter uns?
Mystische Wegweiser der Indianer Kontakt mit dem Jenseits MYSTERIES-Hefte portofrei nachbestellen?
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mysteries-archiv archiv Nr. 49 (1-2012) Das Wissen des letzten Sonnenpriesters Ex-Politiker enthüllt: »Die San doz-Katastro phe war Brandstiftung!« Die UFO-Lichter von Knittelfeld Die heilende Kraft des Wassers Regisseur Roland Emmerich: »Ich bewundere Erich von Däniken« Das Geheimnis des Goldenen Felsens von Burma Nr. 50 (2-2012) Der mumiÀzierte Riesen-Finger von Kairo Nestlé: Dreckige Geschäfte mit sauberem Wasser Deutschlands grösste Kirchen-Rätsel Katzen-Schnurren hilft Kranken Harmonischer Zauberklang dank geheimer Mathematik-Formel RTL-Lügen: Deutscher Immobilen-Makler packt aus Nr. 51 (3-2012) Droht uns bald ein solarer Supersturm?
Deutschlands Alien-Akten: Geheimarchiv in NATO-Zentrale?
Turbo-PÁanzen dank Indianer-Dünger Die grössten Food-Mythen Vatikan AG: Dubiose Geschäfte im Namen Gottes Der Fluch des Attila Schweizer Hellseher verblüfft TV-Team Nr. 52 (4-2012) Exklusiv enthüllt: Die Bilderberg-Akten von Bundespräsident Walter Scheel Fünf Wunderplanzen halten Sie gesund!
Der Geheimbund des Märchenkönigs Relikte aus Atlantis?
LSD: Der Albtraum vom Wahrheitsserum Energiesparlampen: Vorsicht vor giftigen Quecksilberdämpfen!
Nr. 53 (5-2012) Die vergessenen Geheimnisse der allerersten Seefahrer Dubiose Hightech-Waffen: Mit Schallkanonen gegen Wutbürger Kennedy-Mord: Fidel Castro wusste Bescheid!
Spukforscher aus Deutschland öffnet sein Archiv Gab es einst Basilisken?
Alien-Leiche? DNA-Test soll Klarheit bringen Nr. 54 (6-2012) Unterschätztes Weltwunder: Das riesige Höhlen-Labyrinth von China Olympia-Attentat: War alles ganz anders? Geheime Basis im ewigen Eis Gaunerzinken an der Haustüre Embryo-Transfer im alten Indien Strom-Mann verblüfft Dieter Bohlen & Co.
Däniken: Neue Götterspuren in Italien Nr. 55 (1-2013) Gratis-Strom für jedermann? Geheimnis des Bessler-Rads gelüftet Schützt Fieber vor Krebs?
Vampire: Der Untergang der Blutsauger Hagelraketen: Fluch oder Segen?
Mormonen-Tempel: Kein Zutritt für Ungläubige Der vergoldete Mumienkopf US-Army sponsert Kriegsspiele für Kinder Nr. 56 (2-2013)»Inferno«: Dan Brown und das Ei des Kolumbus Goldmänner: Die machtgeilsten Banker der Welt Die BILD-Zeitung der Stasi Gibt es Phantom-Inseln?
Bienensterben: Naht das Ende?
Der Fluch des schwarzen Buddhas U-Boot-Wunderwaffen: Geheimpläne in Bayern aufgetaucht Nr. 57 (3-2013) Atlantis im Regenwald: Das verschollene Paradies der blonden Inka-Indianer Das Geheimnis der neuen Papst-Prophezeiung Spuk im Pfarrhaus Die Rückkehr der Riesenaffen Chinas Wunderkraut Eingang zur Hölle entdeckt?
Jeans im alten Rom Startete 1933 die erste bemannte Rakete?
Nr. 58 (4-2013) Schwarze Messen unter Bad Tölz?
Der geheime Sternen-Atlas der Kelten im Schwarzwald UFOs über Deutschland: Die rätselhaftesten Fälle Der ErÀnder aus der Heilanstalt Die letzten Rätsel der Indianer MMS-Wunderwasser: Rotes Kreuz heilt und schweigt Feuerkugeln: Bomben aus dem All Nr. 59 (5-2013) Millionenraub: Wer klaute die»Gerechten Richter «?
Lichter auf dem Mars: Vulkane oder Aliens?
EU-Irrsinn: Was uns Brüssel alles verbieten will Astronauten in der Steinzeit Meuterei auf der Bounty: Mythos und Wahrheit Verschollener Eismensch aufgetaucht Spitzel beim Europa-Park Nr. 60 (6-2013) Exklusivfotos: Neues Versteck für die Bundeslade Pyramiden in Bosnien: Kontroverse um Energiestrahl Maya-Heiler lüften ihre Geheimnisse Goldkessel aus dem Chiemsee droht Einschmelzung Neue Hinweise auf Chemtrails Nazi-UFOs von Viktor Schauberger: Und sie Áogen doch!
Nr. 61 (1-2014) Zeitkapseln für die Ewigkeit: Deutschlands geheimer Felsstollen Der Cheops-Skandal: Kontroverse Entdeckungen in Ägypten FIFA-MaÀa: Das miese Spiel von König Sepp Tarnschriften Chemiemulti: Verbotene Stadt in der Stadt Zauberer und Zwerge: Verschollener Märchenschatz aufgetaucht Nr. 62 (2-2014) Das geheime Bilderberg-Dossier der Schweiz Die Heilkraft des Hungerns Heimliche Grabungen in der Cheops-Pyramide Psi-Botschaften aus dem Jenseits Himmelsleitern in der Alpenschlucht Dubiose Embleme des Pentagons und ihre versteckte Botschaft Maschinen auf dem Mond?
Nr. 63 (3-2014) Die zehn Gebote der neuen Weltordnung Wunder und Phänomene rund um den Dalai Lama Der Stonehenge-Bluff: So werden wir verschaukelt!
Lady Liberty und die Freimaurer Über 1000 Jahre altes Telefon entdeckt Erlebnisse der unheimlichen Art: Das spezielle Leben von Tanja B.
Nr. 64 (4-2014) Wenn Menschen und Flugzeuge spurlos verschwinden Mord unter Hypnose: Das Experiment Hightech-Seeschlachten im alten Rom Fastfood-Skandal: Gentech für Deutsche, Luxushühner für die Schweiz!
Putin-Hetze: Warum wir belogen werden Die Botschaft der letzten Kogi-Indianer Nr. 65 (5-2014) Starb Jesus im Himalaya?
Die vergessenen Pyramiden der Azoren Liegt das Bernsteinzimmer in Thüringen?
Radar-Spuk in Europa: Wer lässt unsere Flugzeuge verschwinden?
Vincent Raven: Meine Raben und ihre Botschaft Exklusivfotos: Lebten Dinos und Menschen einst gemeinsam?
Nr. 66 (6-2014) Geheime Pforten in die Unterwelt: Die Riesen-Höhlen von Longyou Entlarvt: Der Club der Top-Spione Sisis letzte Geheimnisse Macht Strom intelligenter?
Kuriose Reliquien der Kirche Neue Atombomben für Deutschland: Obama befiehlt, Merkel kuscht!
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/78-haetten-sie-sie-erkannt-das-waren-die-hoffnungstraeger-von-ge-page58-1.jpg1860852Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2016-06-01 12:00:002025-12-16 08:39:44HäTten Sie Sie Erkannt? Das Waren Die HoffnungsträGer Von Gestern…
Ian Fleming hatte zeitlebens grosses Interesse an der Welt des Paranormalen.
Bereits in jungen Jahren beschäftigte er sich mit dem Alchemisten Paracelsus und hatte später engen Kontakt zum Okkultisten Aleister Crowley (1875–1947), der sich selbst als das »grosse Tier 666« bezeichnete. Der Schwarzmagier hatte gelegentlich für den Geheimdienst gearbeitet, und Fleming wollte ihn auch für seine Abteilung engagieren. So hielt er es für sinnvoll, den in England gelandeten Führerstellvertreter Rudolf Hess durch Crowley befragen zu lassen, um mehr über die okkulten Machenschaften der Nazis zu erfahren.
Philip Gardiner hat ein ganzes Buch über Flemings »dunkle Welt« geschrieben (»The Bond Code«). Demnach soll sich der Schriftsteller in Alchemie ausgekannt haben und von»Vertretern der Mystik und Spiritualität« beeinÁusst gewesen sein.
Seine Romane steckten voller verborgener Botschaften und Symbolen aus der Welt der Geheimgesellschaften. So habe der Autor etwa beim Buchcover zu »Liebesgrüsse aus Moskau« darauf bestanden, dass dort ein Revolver mit einer Rose gezeigt werde – »dem alten Symbol der Rosenkreuzer«.
Für Gardiner ist es auch kein Zufall, dass Bond die Geheimziffer »007« erhielt: »007 (ein uralter, heiliger Zahlencode) war die Kennung des magischen und okkultistischen Dr. John Dee aus dem 16. Jahrhundert, jenem berühmt-berüchtigten Mystiker und Spion im Dienste von Queen Elizabeth I.« Die Königin selbst habe in der Korrespondenz mit Dee stets als »M.« unterschrieben.
Ausgabe 6/2016 31 Aleister Crowley. Auch Fleming zeigte sich vom Okkultisten fasziniert.
Wussten Sie, dass der britische 007-Schöpfer Ian Fleming (1908–1964) für die Gründung der CIA mitverantwortlich war und als englischer Top-Spion im Zweiten Weltkrieg etliche namhafte Geheimdienstoperationen ausheckte und leitete? Höchstpersönlich soll James Bonds literarischer Vater 1945 zudem Martin Bormanns heimliche Flucht aus dem zerbombten Berlin Richtung England geplant und ermöglicht haben, wie ein kürzlich verstorbener Geheimagent enthüllte – samt Dankesbrief von Churchill.
Bei VW versprechen die Konzerngauner scheinheilig, »die gesetzlich zulässigen Toleranzwerte künftig einzuengen und damit realitätsnähere C02-Werte auszuweisen«. Man beachte die For-
Plädoyer für das menschliche Grundrecht auf Dummheit
Hurra! Nach über 25 Jahren journalistischer Tätigkeit gehöre ich ebenfalls zum illustren Club der Ausgestossenen. Seit meiner geballten Breitseite gegen Wikipedias Zensoren werde ich im Online-Lexikon nicht mehr nur als »Journalist, Publizist und Schriftsteller« bezeichnet, sondern zusätzlich als »Verschwörungstheoretiker« betitelt – was auch immer man darunter verstehen mag.
Was wären wir nur ohne das Internet? Falsch informierte Besserwisser. Und was sind wir dank dem Internet? Falsch informierte Besserwisser. Erst kürzlich musste ich in einem Schweizer Nachrichten-Blog allen Ernstes lesen, »dass Eisen-Rückstände in der ägyptischen Cheopspyramide laut dem Mysteries-Magazin bedeuten, dass es die Ausserirdischen wirklich gibt«. O heilige Einfalt! Gäbe es ein menschliches Grundrecht auf Dummheit, müssten wir uns vor dem Einlass ins Paradies bei Petrus zumindest nicht mehr rechtfertigen…
Der Homo sapiens ist und bleibt ein befremdliches Wesen. Mehr denn je streben wir danach, zu den gefährdetsten Arten unseres Planeten zu gehören. Eifrig basteln wir am grössten Feuerwerk aller Zeiten. Und weil es diesmal so richtig krachen und qualmen soll, darf es auch etwas kosten: Sagenhafte 1676 Milliarden Dollar werden mittlerweile weltweit für Militärausgaben verpulvert, pro Jahr! 600 Milliarden Dollar davon allein in den USA. Selbst Kanzlerin Merkel will auf Drängen der Amis nun 20 zusätzliche Euro-Milliarden Steuergeld aus Deutschland für die Aufrüstung einschiessen – »im Interesse Europas«. Weshalb wir uns auf den Vierten Weltkrieg freuen können? Weil er nicht mehr mit Atomraketen ausgetragen wird. Sondern mit Keule, Pfeil und Bogen.
Allen Unkenrufen zum Trotz hat unsere Welt auch Fortschritte gemacht. Vor Schottland, in der Nordsee und der Ostsee etwa sind laut Greenpeace durchschnittlich bereits 73 Prozent aller Krustentiere mit Mikroplastik verseucht – mehr denn je. Vor São Paulo mutieren gar 89,5 Prozent aller Schalentiere zu Lego-Steinen – mehr denn je. In England blätterte Manchester United für FussballproÀ Pogba 110 Millionen Euro auf den Tisch – mehr denn je. Und in der Bundesrepublik lässt Deutschlandfunk dank GEZ-Zwangsgebühren seine staatlichen Sender erneut umbenennen.
»Deutschlandradio Kultur« heisst bald »Deutschlandfunk Kultur«.
Aus »DRadio Wissen« wird »Deutschlandfunk Nova«. Kostenpunkt der weltbewegenden Innovation? Eine Million Euro!
Im Wüstenstaat Katar – wo denn sonst? – fand derweil die internationale Rad-Weltmeisterschaft statt. Bei über 40 Grad, ohne Zuschauer. Im ach so aufgeklärten Polen wiederum sollen Abtreibungen künftig mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden.
mulierung. Und die viel gescholtenen Hornochsen von »Google Street View«? Die nehmen es mit dem Datenschutz mittlerweile derart genau, dass im englischen Cambridge – kein Witz – neben menschlichen Rindviechern neuerdings sogar die Köpfe von weidenden Kühen unkenntlich verpixelt werden, wie Twitterer belustigt feststellen mussten.
Stets für Harmonie und gute Stimmung sorgen auch unsere Nationalhymnen, die vor jedem Fussball-Freundschaftsspiel zur friedfertigen Völkerverständigung angestimmt werden: »Zu den Waffen! Das unreine Blut tränke unserer Äcker Furchen!«, schmettern etwa die Franzosen. »Wir schwören beim zerstörerischen Blitzstrahl, bei den Strömen reinen Bluts, dass wir uns erhoben haben«, posaunen die Algerier. »Wir sind bereit zum Tod! Wir sind bereit zum Tod!«, johlen die Italiener aus voller Brust. Und die Amerikaner frohlocken im Chor: »Und der Raketen grelles, rotes Licht, die in der Luft explodierenden Bomben, bewiesen, dass unsere Flagge noch da war.« Kawumm!
Unwissend werden wir geboren. Und alles wieder vergessend sterben wir. Dazwischen hat uns das Universum einen Hauch Zeit geschenkt, um darüber nachzudenken, weshalb das menschliche Gehirn derart beschränkt ist, dass wir seine Funktionen nie vollends kapieren werden. Machen wir in diesem Sinn das Beste daraus. Und erinnern Sie sich in düsteren Tagen daran, was einst Oscar Wilde notiert haben soll: »Am Ende wird alles gut.
Und wenn es nicht gut ist, ist es auch noch nicht das Ende.« Und irgendwo da draussen über den Wolken kurven Angela Merkel und Sigmar Gabriel im Regierungsjet über Deutschland. Sagt der Wirtschaftsminister: »Wenn ich jetzt einen Fünfhunderter hinunter werfe, freut sich ein Deutscher.« Entgegnet ihm Merkel:»Wenn ich stattdessen fünf Hunderter hinunter werfe, freuen sich fünf Deutsche.« Murmelt der Pilot verdrossen: »Und wenn ich euch beide hinunter werfe, freut sich ganz Deutschland!« Luc Bürgin (Herausgeber)
mannes Montag (Oskar Werner) ist ein Flachbildschirm zu sehen, der aussieht wie aus der heutigen Zeit. Auf einer Art Nachttisch steht zudem ein Tablet-grosser Bildschirm (ebenfalls im 16:9-Format),
Erinnerungen an »Akte X«
»1994 stampfte der Disney-Konzern in Florida eine spiessig-kitschige Retortenstadt aus dem Boden, ohne demokratisch gewählte Bürgervertretung, ohne Bürgermeister. Ein 70-seitiger Katalog regelt, wie die Bevölkerung dort zu leben hat. Selbst die Farbe der Gardinen wurde vorgeschrieben: Schneeweiss…« (»mysteries« Nr. 4/2016)
samt der gleichen Filmszene, die auch im Wohnzimmer zu sehen ist. Ganz offensichtlich sind wir heute in der überwachten Welt von Feuerwehrmann Montag angekommen! Noch unheimlicher: Die Leute bezahlen ihre Überwachungsgeräte mittlerweile freiwillig – und dies erst noch mit Freude.
Helmut Keuenhof (D) Seit mittlerweile über zehn Jahren zähle ich zu Euren treuen Lesern und verschlinge mit Begeisterung jede neue Heftausgabe. Eine kleine Ergänzung: Disneys Retortengemeinde »Celebration« war vor Jahren auch Thema einer ziemlich unheimlichen TV-Folge von »Akte X« – unter dem Àktiven Namen Arkadien (Arcadia). Offenbar scheint dort tatsächlich einiges nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Danke für Eure Aufklärungsarbeit.
Susanne Brunner (CH)
16:9-Flachbildschirme vor 50 Jahren
»Gerade mal sechs Jahre sind es her, seit der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs 2010 der Öffentlichkeit das allererste ›iPad‹ präsentierte. Um so visionärer mutet vor diesem Hintergrund Stanley Kubricks Meisterwerk ›2001 – Odyssee im Weltall‹ an: Im Science-Fiction-Klassiker von 1968 arbeiten und chatten die Astronauten im Weltraum bereits mit hauchdünnen portablen Tablet-Computern in A4-Grösse!« (»mysteries« Nr. 3/2016)»Ganz nach meinem Geschmack«»In diesen Tagen erwarten Nadine und Patrick ihr fünftes Kind. Bei ihrer Niederkunft plant die Schweizerin alleine und entspannt im Wasserpool zu liegen. Ohne Arzt, Hebamme oder anderen medizinischen Beistand. Es wird ihre vierte Alleingeburt werden – im Einklang mit Mutter Natur.« (»mysteries« Nr. 1/2016)
Korrigendum Leider hat sich in unserer letzten Ausgabe ein ärgerlicher Fehler eingeschlichen: Selbstverständlich feiert die weltweite Freimaurer-Bewegung im kommenden Jahr nicht ihr 200-Jahr-Jubiläum, wie von uns versehentlich geschrieben – sondern ihr 300-Jahr-Jubiläum. Sorry!
red.
Gerne weise ich darauf hin, dass es noch einen weiteren visionären KinoÀlm mit Tablet und Flachbildschirm gibt (beides damals schon im heutigen 16:9-Format), der erst noch zwei Jahre vor »2001 – Odyssee im Weltraum« gedreht wurde: »Fahrenheit 451« von François Truffaut aus dem Jahr 1966. Im Wohnzimmer des Feuerwehr-Ich sehe: Wir Frauen lernen gerade umzudenken. Ganz nach meinem Geschmack.
Meine vier Geschwister und ich kamen alle daheim auf die Welt. Ob Hausgeburt oder unter ärztlicher Aufsicht im Kreisssaal: Überall kann etwas passieren. Danke den starken Frauen, die ihren Geschlechtsgenossinnen Mut machen.
Iris Diel (D) Ausführliches Reiseprogramm und weitere Informationen bei: KOPP & SPANGLER OHG Bertha-Benz-Straße 10 72108 Rottenburg a. N.
Mit Luc Bürgin zu Megalith-Rätseln, Kraftorten & Götterstätten nach Japan
Sie erleben rätselhafte Megalith-
Sie tauchen ein in die japanische
Sie besuchen den Mount Koya
Sie fahren mit dem Shinkansen-
Termin und Preis: 08.-19. September 2017 5.350 € im DZ (EZ-Zuschlag: 310 €) Maximale Teilnehmerzahl: 22 Teilnehmer Reisebegleitung durch Luc Bürgin, Herausgeber des Magazins »mysteries«
Die Jungfrau Maria als pechschwarze Heilige? Diesem seltsamen Phänomen begegnet man nicht nur in südlichen GeÀlden, sondern auch bei uns: Hunderte von Madonnen in berühmten christlichen Heiligtümern wurden vor Jahrhunderten dunkelhäutig gestaltet! Mit Erklärungen tut sich der Klerus schwer. Ebenso wie mit dem Umstand, dass Marias Geburtshaus in Nazareth im 13. Jahrhundert von Engeln nach Italien transportiert worden sein soll – an einen Wallfahrtsort, wo christliche Pilger heute US-Präsident Kennedy, Raketen, Astronauten, UFOs und Aliens huldigen.
und Ikonen, die unter oft merkwürdigen Umständen aufgetaucht sind? Wen stellen sie dar? Tatsächlich die Jungfrau Maria, wie der katholische Klerus behauptet? Wieso aber ist ihre Hautfarbe dann meist rabenschwarz? Religionshistoriker und Theologen sind in Verlegenheit. Lange Zeit hielten Gelehrte an der Meinung fest, die dunkle Farbe erkläre sich ausschliesslich durch das hohe Alter des verwendeten Holzes, durch chemische Oxidation bei der Einwirkung von Feuchtigkeit auf Silberplatten oder durch die Verrussung infolge brennender Kerzen.
Bei der rund 700 Jahre alten berühmten »Schwarzen Maria« von Altötting in Bayern wird das trotz des ungeklärten Ursprungs ebenfalls im Kirchenführer behauptet. Plausibel ist es dennoch nicht. Warum hat sich die »Verdunkelung« nur auf das Gesicht und die Hände ausgewirkt, während die Kleidung davon unberührt blieb? Gleiches gilt für andere Andachtsbilder, die über Jahrhunderte ebenfalls Kerzenruss, Weihrauch und Qualm ausgesetzt waren – aber keinerlei Spuren einer Verfärbung zeigen.
Heute wissen wir, dass fast alle schwarzen Madonnen in voller Absicht aus dunklem Holz geschnitzt, aus schwarzem Stein gefertigt oder mit schwarzer Farbe bemalt worden sind. Das bedeutet, sie sollten von Anfang an schwarz sein. Aber weshalb – wenn die Skulpturen doch angeblich die Gottesmutter Maria Ausgabe 6/2016 51 Schwarze Maria von Altötting.
Das hölzerne Gnadenbild kam um 1330 nach Bayern.
zeigen? Ebenso seltsam mutet an, dass manche MarienÀgur, vor allem in Frankreich, nachträglich weiss oder Áeischfarben übermalt worden ist. Es existieren sogar kuriose Mischformen, wo nur Maria eine schwarze, das Jesuskind aber eine weisse Hautfarbe besitzt. Merkwürdige Beispiele dafür sind eine Figur in der Kobelkirche in Westheim bei Augsburg oder die Madonna von Soccorso, die im süditalienischen Apulien an ihren Festtagen durch die Stadt San Severo getragen wird (Foto auf S. 50).
Wollte das Kirchenregiment die Verehrung Schwarzer Madonnen unterdrücken? Gründe dafür mag es aus römisch-katholischer Glaubenssicht viele gegeben haben: Nicht wenige Figuren werden mit Sexualität, Sünde, Zeugung, Ehe, irdischen Freuden, Unterwelt und Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht. Alles Eigenschaften, die das genaue Gegenteil der keuschen Mutter Gottes repräsentieren.
Heilige Jungfrau Maria – oder Maria Magdalena?
Eine andere These behauptet, mit der Schwarzen Madonna sei eine gänzlich andere biblische Maria gemeint, nämlich die früher oft als »Verführerin« und »Lasterweib« geschmähte »reuige Sünderin« Maria Magdalena. Ihr Beiname verrät den Ort ihrer Herkunft: Magdala am See Genezareth im Heiligen Land. Gemäss den Evangelien – und noch deutlicher in ausserbiblischen Quellen der Gnostik und der Apokryphen – hatte Maria Magdalena eine Sonderstellung. Sie war die Gefährtin von Jesus, der sie von dämonischer Besessenheit befreite.
Gemäss christlicher Lehre war Maria Magdalena bei der Kreuzigung dabei und trauerte an Jesu Grab. Sie war es auch, die als erste dem von den Toten Auferstandenen begegnete und von ihm den Auftrag erhielt, diese Botschaft an die anderen Jünger weiterzugeben (Johannes 20, 11–20). Die gerechte Anerkennung blieb ihr verwehrt: »Maria Magdalena wurde verdrängt und vertrieben. Petrus trat die Nachfolge Christi an. Nach und nach wurde die christliche Kirche nur noch von Männern geleitet«, kritisiert der deutsche Fachautor Walter-Jörg Langbein und fordert: »Sie muss endlich rehabilitiert werden und die Anerkennung Ànden, die sie verdient: als Gefährtin, Geliebte und – wahrscheinlich – auch Ehefrau Jesu!« Eine Spur der verschmähten Apostelin führt nach Südfrankreich ins Fischerdorf Saintes-Maries-de-la-Mer. Nach alter Tradition wird dort von den Sinti und Roma eine schwarze Frauenstatue verehrt, die Sara-la-Kali genannt wird – die schwarze Sara. Die Legende erzählt von drei Maphas (Mutter der Apostel Jakobus und Simon) sowie Maria Salome von Galiläa, die im 1. Jahrhundert mit einer Gruppe Christen aus Palästina geÁüchtet waren.
Nach einer abenteuerlichen Fahrt übers Meer landeten die Auswande-Schwarz auf weiss: Madonna in der Basilika Notre Dame la Daurade in Toulouse (Frankreich).
rinnen an der Küste Frankreichs und missionierten das Land.
Die Schwarze Sara wird in dieser Überlieferung als mitreisende ägyptische Dienerin der Flüchtlinge genannt. Von einer anderen Version berichtet der französische Schriftsteller Jean-Paul Clébert. Demnach hätte Sara mit ihrer Sippe bereits an den Ufern der Rhône gelebt und die drei Marien bei ihrer Ankunft in der Provence begrüsst.
Kirchliche Anerkennung fand keine der Erzählungen. Der Kult um die Schwarze Sara erfreut sich dennoch Beliebtheit. Besonders alljährlich am 24. und 25. Mai zum Drei-Marien-Fest. Bei dieser stimmungsvollen »Zigeunerwallfahrt« wird Sara in bunten Gewändern und blumengeschmückt in einer feierlichen Prozession ans Meer getragen, um den Wellen zu huldigen, die sie brachten.
Die HeiligenÀgur stammt aus dem 18. Jahrhundert und ersetzt eine ältere Holzstatue. Sie wird, mit den Reliquien der Sara, in der Krypta der Kirche von Saintes-Maries-de-la-Mer aufbewahrt.
Wichtig zu wissen: Saintes-Maries, so die Kurzform des Wallfahrtsortes, ist seit dem 4. Jahrhundert als Sancta Maria de Ratis belegt. Das spricht dafür, dass die Erinnerungen an die Schwarze Sara und Maria Magdalena keine Märchen sind. Dennoch könnte der Ursprung der Legende noch weiter in der Vergangenheit verborgen liegen. So hielt es etwa der 2006 verstorbene Schweizer Mythenforscher Sergius Golowin für denkbar, dass sich der Kult um die Schwarze Sara aus einer kelto-ligurischen Götterverehrung ableitet, die im Zuge der Christianisierung umgedeutet wurde.
Das wiederum deckt sich mit dem in der antiken Welt weit verbreiteten Glauben an übermächtige Muttergöttinnen. Der Farbe Schwarz kommt hierbei als Ur-Symbol für Fruchtbarkeit, Unterwelt und Wiedergeburt eine bedeutende Rolle zu. Die deutsche Historikerin Stefanie Risse nennt einige Beispiele: »Venus trug den griechischen Namen Melanis, die Schwarze, und auch die anderen Fruchtbarkeitsgöttinnen – Demeter, Artemis, Kybele oder die anatolische Magna Mater – waren dunkle Figuren, die oft mit dem Attribut ›die Schwarze‹ versehen waren.« Rabenschwarze Gesichter, wohin das Auge blickt Bemerkenswert bleibt, dass Schwarze Madonnen an ungewöhnlichen Orten oft unter mysteriösen Umständen auftauchten. Besonders im 12. und 13. Jahrhundert gehörten die fremd anmutenden MarienÀguren in ganz Westeuropa zu den am meisten verehrten Heiligtümern. Zu den berühmtesten Stätten zählen das Benediktinerkloster Einsiedeln in der Schweiz, in Frankreich die Marienkapelle Notre Dame de Rocamadour und die romanische Kirche Saint-Julien in Meillers (mit zwei Madonnen). Weiter die Kathedrale Notre Dame von Le-Puy-en-Velay – ebenfalls mit zwei Madonnen, eine im Chor, die andere in der Reliquien-Kapelle. Sowie die beiden Madonnen in der Templer-Kathedrale von Chartres (Notre-Dame-du-Pilier) – und in der Krypta Notre-Dame-sous-terre.
Weniger bekannt ist, dass auf der sagenumwobenen Insel Mont-Saint-Michel in der französischen Normandie ebenfalls eine fast lebensgrosse, rabenschwarze Madonna mit Kind bestaunt werden kann. Sie wird Notre-Dame-du-Mont-Tombe genannt und thront auf einem Globus mit Sternensymbolik. Das Standbild stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist die Gips-Brauner Kopf, buntes Gewand. Die heilige Sara in der Krypta des südfranzösischen Fischerdorfes Saintes-Maries-de-la-Mer.
kopie einer zerstörten Figur unbekannter Herkunft. Reiseführer nehmen von der »Mutter der Unterwelt und der Toten« keine Notiz, und auch vor Ort scheint man der dunkelhäutigen Dame das Licht der Öffentlichkeit nicht zu gönnen. Sie bleibt ihrem Motto der Finsternis in einem Nebenraum treu.
Der im wahrsten Sinne des Wortes kolossalsten Schwarzen Madonna begegnet man an der Côte d'Azur nahe Nizza. Neben der Kapelle Saint-Hospice auf dem südöstlichen Zipfel der Halbinsel Cap Ferrat steht eine elf Meter hohe Bronzestatue: Ein neuzeitliches Werk des Künstlers Tranquillo Galbusieri aus dem Jahre 1903. Beim Anblick der »Riesenmaria mit Riesenjesus« bekommt man einen Schreck: Anmut sieht anders aus!
Ausgabe 6/2016 53 Bezaubernd dagegen der Charme der schwarzen Schönheiten aus dem frühen Christentum. Woher stammten sie? Bereits im Mittelalter erklärte der in Lüttich geborene Mystiker Rupert von Deutz (um 1070–1129), dass »viele Gemälde und Plastiken der Schwarzen Madonna aus dem byzantinischen Reich oder direkt aus Ägypten nach Europa gelangten, entweder als Geschenke für europäische Herrscher oder als Kriegsbeute«.
Für das ungeklärte Erscheinen der»Lieben Frau von Montserrat« könnte dieser Verdacht zutreffen.
Die Pilger nennen Kataloniens berühmte Schutzheilige»La Moreneta« – die kleine Braune. Ihr Wohnsitz ist die Benediktinerabtei Santa Maria de Montserrat, mitten in einer von Mutter Natur grotesk zerklüfteten Gebirgslandschaft. Der seltsame Anblick bizarrer Türme, Zylinder und Zacken zieht jeden Betrachter in den Bann. In früheren Jahrhunderten konnte man sich das grotesk geformte Steinwunder nur mit dem Sägeeifer überirdischer Engel erklären. Daraus leitet sich der Name Montserrat ab: »Zersägter Berg«.
Von der Bergsohle führt eine altertümliche Seilbahn auf 725 Meter Höhe hinauf zur weitläuÀgen Klosteranlage mit der Basilika. Über ein Seitenportal gelangen Wallfahrer zur Altarkapelle und über Treppen in die mit Gold, Silber und Mosaiken prunkvoll gestaltete Thronkammer. Die Madonna, 95 Zentimeter gross, aus Pappelholz geschnitzt im byzantinischen Stil, ist bis auf das Gesicht und die Hände – ebenso wie das Jesuskind auf ihrem Schoss – vollständig in Gold gefasst. Die Figur wird von einem verglasten Baldachin geschützt.
Wie kam Marias Heim von Nazareth nach Italien?
Wenn von Schwarzen Madonnen die Rede ist, darf ein sakraler Schauplatz nicht fehlen: Loreto in der mittelitalienischen Region Marken, nahe Ancona. Besucher des bezaubernden Hügelstädtchens erblicken schon von weitem die gewaltigen Stadt- und Klostermauern und dahinter die mächtige Kuppel des Santuario della Santa Casa. Hier wird seit Jahrhunderten ein bedeutender archäologischer Schatz gehütet: Das legendäre Heilige Haus der Mutter Gottes.
Gemäss Überlieferung handelt es sich um jene Stätte, in der die Jungfrau Maria vom Engel Gabriel erfuhr, dass sie schwanger würde. Die Verheissung der Geburt des künftigen Erlösers Jesu wird im Lukas-Evangelium erzählt. Gemeinsam mit ihrem Mann Josef und dem heranwachsenden Gottessohn soll Maria viele Jahre in diesem Haus gelebt haben. Das war in Nazareth, einer Stadt in Galiläa, ein Nordbezirk Israels. Wie kann es dann sein, dass das Elternhaus Christi heute in Mittelitalien steht?
Ikone in der Kathedrale Notre Dame von Le Puy-en-Velay in der französischen Region Auvergne-Rhône-Alpes.
Schwarze Madonna von Loreto. Sie ersetzt eine Statuette, die 1921 einem Brand zum Opfer fiel.
Um die seltsame Ortsversetzung des Gebäudes rankt sich eine fantastische Legende. Wer dem Mysterium auf die Spur kommen will, sollte auf einen Lokaltermin in Loreto nicht verzichten. Im Kirchenschiff der dortigen Basilika, unter der Kuppel, steht ein prunkvolles Säulen-Gebäude aus dem frühen 16. Jahrhundert. Italienische Renaissance-Künstler hatten es im Auftrag von Papst Julius II. mit weissen Marmorreliefs gestaltet.
Wie ein Reliquienschrein bilden sie die prächtig verkleidete Aussenfassade des Marienhauses. An den Seiten führen vier Einlässe ins Innere des Heiligtums. Pilger stehen davor Schlange. Gleichzeitig rutschen innig betende Büsser auf Knien um den »Marmorwürfel« herum.
Die glatt polierten Steine um die Casa Santa lassen vermuten, dass der fromme Brauch schon sehr lange besteht.
Im Allerheiligsten Àndet man sich inmitten einer bescheidenen Backsteinruine wieder, etwa 9,5 Meter lang und rund vier Meter Ausgabe 6/2016 Anmut sieht anders aus: Die elf Meter hohe Madonna neben der Kapelle Saint-Hospice auf der Halbinsel Cap Ferrat (Côte d'Azur).
breit. Die Innenwände wurden im 14. Jahrhundert von Künstlern Vorsichtsmassnahme gegen die mögliche Zerstörung getroffen.
mit Votivfresken bemalt. Das originale Baumaterial reicht vom Das Datum dafür ist exakt dokumentiert: der späte Abend des Boden bis in eine Höhe von drei Metern. Das Mauerwerk darü- 10. Mai 1291. Himmelsboten heben das Gebäude hoch und ber kam erst im 16. Jahrhundert dazu, ebenso der Gewölbebau.
transportieren es in rasantem Flug über Zypern, Griechenland Ursprünglich war das Haus mit Holz überdacht, hatte nur drei und den Balkan ins kroatische Tersatto bei Fiume. Dort wird das Wände und kein Fundament.
Haus noch in derselben Nacht auf wun- Die Ostseite der italienischen Santa dersame Weise und völlig unbeschädigt Stammte die schwarze Casa wurde mit einer vierten Ziegelwand auf einer Anhöhe abgesetzt. Noch heute ergänzt, von der sich ein Altar abhebt. Im erinnert eine Kirche im Ortsteil Trsat von ›Ur-Madonna‹ vom Zentrum thront die Schwarze Madonna Rijeka – wie Fiume heute heisst – an die- Evangelisten Lukas?
von Loreto. Die grazile Schnitzerei stammt sen rekordverdächtigen EngelÁug.
aus den vatikanischen Gärten und wurde Historische Quellen nennen Zeugen, künstlich geschwärzt. Sie ersetzt eine Statuette, die 1921 einem die das Wunder mit eigenen Augen gesehen haben wollen. Es Brand zum Opfer Àel. Auch diese war nur die Kopie einer Vorgänist streng genommen ein Wunder »auf Raten«, denn drei Jahre gerin. Die »Ur-Madonna« verschwand bereits im 16. Jahrhundert.
später, in der Nacht vom 9. auf den 10. Dezember 1294, folgt Historiker vermuten, dass es sich dabei um eine auf Holz gemalder zweite Umzug. Aus nicht näher bekannten Gründen erscheite Ikone byzantinischer Herkunft gehandelt haben könnte: Eines nen die Himmlischen abermals, heben Mariens einstmalige der legendären Werke des Evangelisten Lukas, auf dem Maria Wohnung erneut in die Lüfte und verfrachten diese an einen angeblich dank überirdischer Hilfe porträtiert war.
anderen Ort. Quer über die Adria geht es diesmal nach Recanati in Mittel-Ostitalien. Zuerst in ein Waldgebiet. Nach diesem Luftfracht-Wunder dank Himmelsboten Zwischenstopp folgt der dritte Lufttransport, wobei die Last von Himmlische Mächte sollen ebenso im Spiel gewesen sein, als im den Engeln im Garten der beiden Brüder Antici abgesetzt wird.
13. Jahrhundert die Überführung des Marienhauses vom israe- Erneut sollen etliche Augenzeugen dem spektakulären Schaulischen Nazareth ins italienische Loreto glückte. Für die christlispiel beigewohnt haben.
che Welt war es eine unruhige, von Kreuzzügen und Kriegswir-Die überraschende Ankunft der heiligen Stätte zieht schon ren geprägte Zeit, besonders im Heiligen Land Palästina.
bald Neugierige und Fromme an. Pilgerscharen lassen sich die Schenkt man der Legende Glauben, dann hatten Engel eine Gelegenheit nicht entgehen, das wundersame Erscheinen des Ausgabe 6/2016 55 Marienhauses zum Gegenstand christlicher Andacht werden zu lassen. Andere Folgen hat das Geschehen bei den Antici-Brüdern. Die beiden geraten in Streit. Sie neiden sich ihren Reichtum. Das missfällt den himmlischen Mächten. Also erfolgt ein neuerlicher Gebäudetransport. Mariens Heim, aus rohem Stein erbaut, wird am 7. September 1295 letztmalig hochgehoben und durch die Lüfte befördert. Diesmal Áiegen die Engel damit nur wenige Kilometer weit und setzen das Haus am Hügel von Loreto ab. Dabei ist es geblieben, denn hier steht es noch heute.
Archäologen und Kunsthistoriker auf Spurensuche Eine Überführung per Luftfracht von Galiläa ins Abendland? An eine überirdische »Engelmission« zu glauben fällt schwer. Münzfunde und Urkunden belegen aber, dass sich bereits im 14. Jahrhundert viele Pilger aus ganz Europa auf den Weg nach Loreto machten, um der Madonna und dem Heiligen Haus zu huldigen.
Dafür muss es einen Auslöser gegeben haben. Das älteste erhaltene Fresko, das auf die Ereignisse Bezug nimmt, zeigt wie zwei weibliche Engel das Marienhaus in die Höhe heben. Das Wandbild stammt aus dem Jahre 1350 und ist in der Markuskirche im italienischen Jesi (Ancona) zu besichtigen.
In den letzten Jahrzehnten haben Archäologen und Kunsthistoriker sowohl in Nazareth wie in Loreto umfangreiche Forschungen betrieben. Was dabei an neuen Erkenntnissen herauskam, überrascht in mehrfacher Hinsicht. Allem Anschein nach stammt der Ursprungsbau von Loreto tatsächlich aus dem nordisraelischen Nazareth. Als grösste Kirche im Nahen Osten kennt man dort die berühmte Verkündigungsbasilika. Es ist das fünfte Gotteshaus, das über einer kleinen Felsenhöhle errichtet wurde, die bereits im 2. Jahrhundert eine Pilgerstätte war. Hier soll der Überlieferung nach der Engel Gabriel der Jungfrau Maria erschienen sein.
Bereits Untersuchungen in den 1960er-Jahren haben nachgewiesen, dass vor der Grotte einst ein gemauertes Haus existiert haben musste.
Schwarze Jungfrau mit schwarzem Jesus-Kind in der Kirche Notre-Dame-del'Assomption der französischen Gemeinde Marsat (Region Auvergne-Rhône-Alpes).
»Unsere Liebe Frau«. Kataloniens Schutzheilige aus dem 12.
Jahrhundert im spanischen Kloster Montserrat nahe Barcelona.
Haus und Höhle bildeten eine Einheit. Interessanterweise stimmen die Fundament-Abmessungen des dort fehlenden Gebäudes mit den Abmessungen der Santa Casa in Loreto auffällig exakt überein.
Weiter bestätigten Ausgrabungen und Vergleiche in Nazareth und Loreto, dass das Heilige Haus nur aus drei Wänden bestand. Die Ostseite, an der sich in Italien der jetzige Altar mit der Schwarzen Madonna beÀndet, war ursprünglich offen und stellte den Durchgang zur Grotte dar.
Ebenfalls merkwürdig: Das Marienhaus von Loreto entspricht in bauhandwerklicher Hinsicht keinem bekannten Stil, der im Mittelalter in der italienischen Marken-Region üblich war. Vielmehr war es einst nach altem palästinensischem Muster errichtet worden. Das beweist die Bearbeitung vieler SteinoberÁächen. Die Anwendung stimmt mit einer speziellen Technik überein, die bei den Nabatäern, einem Nachbarvolk der Hebräer, gebräuchlich war.
1985 wurde im Palazzo di Collesano in Palermo zudem ein brisantes Dokument entdeckt: Es trägt den Titel »Chartularium Culisanense« und stammt aus dem Jahre 1294. Gemäss der Legende ist dies das Jahr, in welchem das Marienhaus in Recanati landete, bevor es Monate später seinen endgültigen Platz ein paar Kilometer weiter in Loreto erhielt. In besagter Notiz werden Hochzeitsgüter aufgelistet, die Dominus Philipp der II. von Anjou (Sohn des Königs von Neapel) von seiner Braut Ithamar Angeli 56 Ausgabe 6/2016 (Tochter des Herrschers Niceforo Angeli im griechischen Epirus) erhielt. Als Mitgift werden »Heilige Steine« genannt, »die vom Hause Unserer Lieben Frau, Mutter Gottes und Jungfrau, herbeigebracht worden waren«. Erwähnt wird ebenso eine gemalte Ikone, die eine »Schwarze Madonna mit Kind« zeigt.
Himmlische Gesandte waren demnach für die Ortsversetzung des Heiligen Hauses nicht vonnöten.
Dies deckt sich mit mittelalterlichen Gemälden und Druckgraphiken: Sie zeigen Engelwesen, die Marias Herberge nicht über Wolken befördern, sondern auf einem Boot über das Wasser ziehen und begleiten. Historiker vermuten daher, dass sich die Vorstellung eines Lufttransportes dank »EngelÁug« aus dem Namen der griechischen Herrscherfamilie ableiten lässt: Angeli – Engel!
Was ebenfalls für eine Überführung per Schiff über den Seeweg spricht: Vier kleine Kreuze und ein Pilgerstab aus Stoff. Sie kamen überraschend in einem Hohlraum zwischen den Steinen des Heiligen Hauses ans Licht. Es sind Embleme, die Kreuzfahrer auf ihre Gewändern geheftet hatten.
Offenkundig wurde im 13. Jahrhundert tatsächlich das originale Baumaterial des Marienhauses abgetragen, um es vor mohammedanischen Eroberern zu retten und als Heiligtum in Mittelitalien wieder aufzubauen.
Doch es kommt – EngelÁug hin oder her – noch weitaus bizarrer. Denn seit dem 24. März 1920 ist die Schwarze Madonna von Loreto auch Schutzpatronin aller Ballonfahrer, Flugkapitäne und Astronauten! Offenbar ermutigt durch die Áugtechnische Leistung beim Transport des Nazareth-Hauses nach Italien, verlieh ihr Papst Benedikt XV. (1854–1922) diesen Ehrentitel.
Es bleibt dies nicht das einzige Kuriosum. Denn in der Basilika von Loreto begegnen einem – oh Wunder – auch Ausserirdische! Im dortigen Chor und im Querschiff liegt ein Kapellenkranz. Jeder der dreizehn Andachtsräume ist jeweils einem anderen Land gewidmet. Was Kirchenbesucher leicht übersehen, ist ein fantastisches Wandgemälde in der amerikanischen Kapelle, genannt»Cappella dell'Assunta o Americana«.
Ketzerische Darstellungen?
Steht man im Zentrum der Kapelle und blickt nach vorne zum Altar, schmückt das aussergewöhnliche Kunstwerk die rechte Mauerseite. Das neuzeitliche Fresko des Künstlers Giuseppe »Beppe« Steffanina (1970) wurde mit Spenden amerikanischer Katholiken Ànanziert. Es reicht vom Boden bis zur Decke und zeigt Szenen und Details, die für ein katholisches Gotteshaus – gelinde gesagt – mehr als exotisch sind.
Im unteren Abschnitt etwa ist eine Gruppe zeitgenössischer Persönlichkeiten dargestellt: Papst Benedikt XV. hält das Dekret der Ernennung der Himmelskönigin Maria zur Schutzpatronin der Luftfahrt in der Hand. Daneben sind seine Nachfolger Pius XI. und Johannes XXIII. abgebildet, die 1922 bzw. 1962 die Das Wunder von Loreto ist auf mehreren historischen Gemälden festgehalten.
Auf manchen wird Marias Heim von Engeln durch die Luft befördert, auf anderen von Himmelswesen per Schiff transportiert.
Ausgabe 6/2016 57 Maria als Schutzpatronin aller Ballonfahrer, Piloten und Astronauten.
Loreto-Madonna gekrönt haben. Links davon erblicken wir den geÁügelten Ikarus und das Universalgenie Leonardo da Vinci.
Über ihren Köpfen kommt ein Engel angeÁogen und links darüber beÀndet sich ein Flugzeug auf dem Weg zu den Vereinten Nationen – samt Papst Paul VI.
Gagarin, Kennedy und Áiegende Untertassen Ganz rechts auf dem Gemälde wird es noch bunter. Gleich drei moderne Weltraumpioniere strahlen dort kess um die Wette: Der russische Kosmonaut Juri Alexejewitsch Gagarin, 1961 der erste Mensch im All, Gemini- und Apollo-Astronaut James McDivitt sowie Neil Armstrong, der 1969 als erster Mensch den Mond betrat. Etwas versteckt im Hintergrund blickt ein bekannter Politiker aus der Menschenmenge hervor: US-Präsident und Weltraumfreund John F. Kennedy.
Hinter Kennedy und den Raumfahrern ragt himmelwärts eine Mondrakete empor, umschwirrt von einem Ballon, einem Zeppelin und einem Flugvehikel. Die Mitte des unteren Bildsektors illustriert eine feierliche Prozession. Geistlichkeiten tragen gemeinsam mit adrett gekleideten Flugkapitänen die Schwarze Madonna von Loreto.
Über all dem schwebt Marias Heim, ins All entführt von sieben Engeln. An Merkwürdigkeit nicht genug, hat der Maler links darüber Flugobjekte im Sternenmeer verewigt, die klassischen Fliegenden Untertassen gleichen. Sie sind im oberen Bildabschluss fast nicht zu erkennen, da sie vom Licht der Deckenleuchte überstrahlt werden. Mehr noch: Aus dem »Engelfenster« des Áiegenden Marienhauses guckt ein waschechter Alien-Kopf hervor! Welcher Teufel mag den Künstler hier geritten haben?
Sind die bizarren Details den strengen Augen der Kirchenautorität entgangen? Oder weiss man davon und toleriert sie sogar?
Womöglich im universellen Sinne, wonach selbst Ausserirdische letztendlich himmlische Geschöpfe Gottes wären?
Und die Schwarzen Madonnen?
Ihr wahres Gesicht, ihr göttliches Geheimnis und ihre dunkle Vergangenheit bleiben aller Nachforschung zum Trotz bis heute unergründlich. »Das Phänomen ist nach wie vor nicht vollständig erforscht«, kapitulieren selbst die Besserwisser von »Wikipedia« kleinlaut und Áüchten sich stattdessen in die üblichen Floskeln: »Dies und die Faszination, die sie auf viele heutige Betrachter ausstrahlen, macht die Schwarzen Madonnen auch zu einem attraktiven Thema für Grenzwissenschaften und Esoterik«. Wie heisst es in der Bibel doch so weise:»Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.« (Lukas 1,37) ■