Klammheimlich hat die Schweiz rund 20 Kilo Plutonium in die USA geschafft.
Das radioaktive Material lagerte seit den 1960er-Jahren im Paul Scherrer Institut im Aargau. Zehn Millionen Franken liess sichdieEidgenossenschaftdenTransport kosten. Misstrauisch bleibt Stefan FüglistervonGreenpeace.EsgebeIndiziendafür, dass dies »Stoff für vier Atombomben« sei, betont der Atomexperte.
Entsprechend schwer bewacht war die Aktion abgelaufen. So wurde die Fracht mit gepanzerten LKWs Richtung DeutschlandgekarrtundgingvondortperSchiff indieUSA.EinReporterhattedenTransportam26.Januar2016beimNordseehafen von Nordenham (Niedersachsen) entdeckt.»DasGeländewardurchPolizeikräfte abgesichert.« Was in den USA mit dem Schweizer Plutonium passiert, bleibt trotz Nachfrage von »mysteries« unklar. Die Behörden verweisen auf das Paul Scherrer Institut und dieses auf eine Mitteilung der USA.
Demnachwerde»dasMaterialbiszurendgültigenVernichtungineinergeschützten Anlage eingelagert«.Offenbar handelt es sich dabei um das umstrittene Militärareal SavannahRiverSiteinSouthCarolina.
In den USA entsteht ein neues Luftmonster. Die Air Force plant ihre Lockheed AC-130 in den nächsten fünf Jahren mit Laser- und Mikrowellenwaffen zu bestücken. Mittels Laserbeschuss sollen künftig vor allem Drohnen, Raketen oder Artilleriestellungen unschädlich gemacht werden. Die Mikrowellenkanonen sollen ergänzend unliebsame Personen auf Distanz halten.
Stammt diese Urzeit-Kunst von Reptilien-Klauen?
Haben reptilienartige Wesen in grauer Vergangenheit Spuren in der ägyptischen Sahara hinterlassen? Bis heute rätseln Forscher über 8000 Jahre alte Felsbilder im Hochplateau von Gilf el- Kebir.NebenTier-undMenschenzeichnungensinddortweitereprähistorische Petroglyphen zu sehen (Foto). Bisher glaubte man, dass menschliche Babyhändeals»Schablonen«dafürgedienthaben.
Die Archäologin Emmanuelle Honoré von der britischen Cambridge Universität ist nach genaueren Vermessungen nun aber sicher, dass dies nicht stimmen kann. Verglichen mit den Händen heutiger Neugeborener seien»dieUnterschiedebeiGrösse,ProportionundFormzu signiÀkant«, erläutertHonoré im »Journal of Archaeological Science«:»SiesindvielkleineralsBabyhändeunddieFinger sind zu lang.« Alles deute darauf hin, dass kleine TierklauenalsSchablonengedienthabenkönnten,»vermutlichvon einem Reptil«. Die IdentiÀzierung einer »fünfÀngrigen, nicht menschlichen Handschablone« bei Höhlenmalereien sei»weltweit einzigartig« und lasse deren Bedeutung in völlig neuem Licht erscheinen.
mond-kalender 2016
22. April 21. Mai 20. Juni 30. April 29. Mai 27. Juni 6. Mai 5. Juni 4. Juli 13. Mai 12. Juni 12. Juli Ausgabe 3/2016 7 2016
Ob cineastische Zukunftsprophezeiungen, die sich Jahrzehnte später bewahrheiten, historische Kuriositäten oder technologische Anachronismen: Leinwandknüller sind immer für kontroverse Überraschungen gut. Umso mehr, wenn sich Schein und Wirklichkeit überschneiden, ohne dass sich Kinozuschauer dessen bewusst sind. Ab sofort präsentiert »mysteries« in loser Reihenfolge alle paar Ausgaben reale Rätsel aus der Àktiven Welt unserer Traumfabriken.
➤ Infos:www.steine-kristall.ch Kurioses Phänomen: Verformten Engel das rechte Trinkglas? Susanne Späti bezeichnet sich selber als »sensitiven Menschen«, der sich intensiv mit Spirituellem beschäftigt. Im Gespräch mit »mysteries« verblüffte sie mit einem weiteren bizarren Erlebnis: »Gelegentlich spreche ich mit Engeln«, erzählt die sympathische Schweizerin. »Bei einer Gedankensitzung diskutierte ich mit ihnen über Energie und Materie.« Die Engel hätten darauf beharrt, dass alles Energie sei und Materie nicht existiere. Sie hätte energisch entgegnet, dass das nicht sein könne: »Ein Glas ist ein Glas, und wenn es herunterfällt, zerspringt es in tausend Stücke.« Sie mögen ihre konträren Aussagen bitte beweisen, forderte sie ihre Geistwesen auf.
»Am nächsten Tag holte ich wie jeden Morgen ein Glas, füllte es mit kaltem Wasser und wollte daraus trinken.« Dann geschah das Unglaubliche: »In meiner Hand und vor meinen Augen verformte sich das runde Glas oval!« Besagtes Gefäss besitzt sie noch heute (rechts auf dem Foto). Und in der Tat: Es ist mit 78 mal 71 Millimetern messbar ovaler als ihre anderen kreisrunden Gläser mit einem Durchmesser von 74 Millimetern, wie sich »mysteries« vor Ort überzeugen konnte.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/75-es-waren-extrem-hohe-energiewerte-das-hatte-ich-zuvor-noch-page36-1.jpg18151303Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2016-03-01 12:00:002025-12-16 07:50:50Es Waren Extrem Hohe Energiewerte – Das Hatte Ich Zuvor Noch Nie Erlebt.
ebenso. Auf den Index hievte die BPJM dafür das Baller-Game»Dying Light«, weil darin »menschenähnliche Wesen (Zombies) bekämpft werden müssen«. Kulant durchgewunken wurde im
Noch mehr staatliche Zensur und Verbote? Nein danke!
Was würden Sie mit 137'000 Euro tun? Man könnte damit Tausenden von Flüchtlingen eine Mahlzeit spendieren. Oder zum ofÀziellen UEFA-Abzockerpreis 137 Tickets für das Finale der Fussball-EMerstehen.MankönntesichmitdemvielenGeldgerademalzweiÜbernachtungeninderSuitedesGenferHotels»President Wilson« leisten. Oder damit im Steuerparadies von PanamaganzeinfacheinensonnigenLebensabendverbringen.
137'000 Euro: So viel verdiente derChef-BankerderCréditSuisse imletztenJahr.NichtetwaproMonat.SondernproTag!Fürstlich vergolden liess sich auch Goldman-Sachs-Banker Lloyd C.
Blankfein sein unfeines Treiben (»Ich verrichte Gottes Werk«).
Über20MillionenEurobetrugseinVerdienst2015.Wosoviele Nullen im Spiel sind, geht irgendetwas in der Rechnung nicht mehrauf.Wiekommtes,dassmicheinsicheresSchliessfach heutewenigerGebührenkostetalseinunsicheresBankkonto?
UndwiesowerdeneinemvorderGlotzeallepaarStundendie neuestenBörsenkursevorgebetet,obwohlkaum15Prozentder Bevölkerung hierzulande Aktien besitzen? In wessen Interesse promotendieTV-KommentatorendasglobaleCasino?
Scheinheiligkeit regiert auch am Bosporus: DönermannErdowahn klagt gegen ZDF-Satiriker Böhmermann – wegen Majestätsbeleidung! Leider dürfte der aufgeblasene Sultan dank Merkels KniefallvorGerichttriumphieren.SowillesdiedeutscheJustiz.
DieseschreibtinihremStrafgesetzbuch-Paragraphen103aus demJahr1871unmissverständlichvor:»Wereinausländisches Staatsoberhaupt beleidigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.« Spätestens nach Böhmermanns Verurteilung sollderPassusabgeschafftwerden.WaswillmanmehrerwartenvoneinemStaat,derauchdie»VerunglimpfungdesBundespräsidenten« unter Strafe stellt – und selbst die von Hitler zur KriegsÀnanzierungverordnete»Sektsteuer«bisheuteeintreibt?
Apropos Zensur: Steht in Ihrem Regal der Filmklassiker»Mad Max«?DannwirdIhnenabsofortStraffreiheitgewährt.Zwarwirkt derKultstreifenvon1979–verglichenmitderRealität–heute in etwa so jugendgefährdend wie die Augsburger Puppenkiste oderMissPiggyohneBH.DennochhatdiezuständigePrüfstelle(BPJM)erstjetztdasbundesweiteVerbotaufgehoben.Grund:»Die Gewaltdarstellungen werden ab sofort nicht mehr als verrohendeingestuft.«EntsprechendwillkürlichweitereZensurentscheide der staatlichen Moralapostel: Neu verboten wurde die CD»FrischgezapftePartykracher«,dadiese»denexzessivenAlkoholkonsumverherrlicht«.»ZehnkleineJägermeister«der»Toten Hosen«dagegenbleibterlaubt.UdoJürgens’»GriechischerWein« gleichenAtemzug»MortalKombatX«,indemesebenfallsdarum geht,möglichstvieleGegnerabzuknallen:»TrotzdrastischerGewaltdarstellungen war wegen der realitätsfernen Inszenierung insgesamtkeineverrohendeWirkunggegeben.«Aha!
Realitätsfern inszeniert sich auch Heiko Maas. Statt auf freizügige Gedanken setzt der Bundesjustizminister auf noch mehr staatlichverordneteVerklemmtheitundstelltdeshalbeinVerbot»sexistischanmutender«WerbeanzeigeninAussicht.PerGesetz soll der Bevölkerung »ein modernes Geschlechterbild« diktiert werden.VielleichtsolltederSittenwächterseinAugenmerkbessermalaufsfrauenfeindlicheSaudi-Arabienrichten:Dorthin,wo seinLandlautAuswärtigemAmtseit1954»freundlichundspannungsfrei« dreckige Geschäfte tätigt. Dorthin, wo neben Israel undEnglandseitjeherdiemeistendeutschenRüstungsexporte erfolgen.Dorthin,woSiemensbaldMetrozügeliefert,derenerste KlassegutbetuchtenMännernvorbehaltenbleibt.Dasdrittklassige»Arbeiterabteil«,soderKonzernjüngststolz,bleibtvonden anderen Sektoren abgetrennt, »damit die Arbeiter keinen Blick aufdieFraueninderzweitenKlasseerhaschenkönnen«.
Trennkost liegt im Trend. Und so diversiÀziert selbst Dr. Oetker. Mit adeligen Investoren hat sich der nimmersatte Pizza-König dieRüstungsÀrmaESGeinverleibt.BlähungenundVerpuffungen inklusive.»WerWaffensät,wirdFlüchtlingeernten«,skandierten imGegenzug750Ostermarsch-DemonstrantenamBodensee.
Und in Zukunft? Bis 2019–keinWitz–sollinHessenendlichdie Todesstrafe aus der Landesverfassung eliminiert werden. Bis 2030–ebenfallskeinWitz–drohenjedemzweitenArbeitnehmer laut WDR-Prognose Armutsrenten auf Hartz-IV-Niveau. Bis 2050dürfteauchdieIndizierungder»JoseÀneMutzenbacher« von»Bambi«-AutorFelixSaltenausdemJahr1906aufgehoben sein.Undspätestens2099wirdderneueBerlinerFlughafeneröffnet.SicheristLetzteresallerdingsnochnicht.
Sie zählen zu den intelligentesten Lebewesen unserer Welt – und werden dennoch gnadenlos gejagt. Ihre Gehirne verfügen über so genannte Spindelzellen, zuständig für komplexe soziale Emotionen, wie man sie bis vor kurzem nur bei Hominiden ortete. Manche Forscher billigen DelÀnen neuerdings sogar die Fähigkeit zum bewussten Suizid zu. Sind uns die Meeressäuger emotional womöglich sogar überlegen, wie eine namhafte Forscherin glaubt?
Ausgabe 3/2016 23 ie starb in meinen Armen«, erinnert sich Richard »Ric« O’Barry an jenen STag, der sein Leben für immer verändern sollte. Jahrelang hatte der AmerikanerDelÀnedressiert.FürVorführungen inGrossaquarien,abervorallemfürden TV-Klassiker »Flipper«. Fünf Tiere hatten damalsdenberühmtestenMeeressäuger der Welt dargestellt.
NachdemEndederSerieindenspäten 1960er-Jahren lebten nur noch zwei der Tümmler: Susie und Kathy. Erstere wurde an einen Wanderzirkus verkauft, wo sie aufgrund der erbärmlichen Lebensumstände rasch erkrankte und starb. Kathy, die Flipper am häuÀgsten verkörpert hatte, blieb im Meeresaquarium von Miami.SiekamineinEinzelbecken,wosiesich,anActionund Bewegunggewohnt,furchtbarzulangweilenbegann.
EinesTageshabeihndieOzeanium-Leitungangerufen,erinnertsichO’BarryinseinerBiographie.Esseidringend,mahnte manihn,Kathygingeessehrschlecht.»Ichschwangmichaufs Fahrrad, kam schweissgebadet an, fuhr direkt durchs Tor und weiter,obschoneinneuerPförtnermiretwashinterherschrie,direktzumTank,inwelchenKathygesteckt wordenwar.« In seinem Buch »Die Bucht« schildert der Schweizer Journalist und Umweltaktivist Hans Peter Roth nach langen Gesprächen mit O’Barry ausführlich, was dann geschah: »Er war wie betäubt. Da schwamm Kathy, ja. Aber nicht die Kathy, die er gekannt hatte.IhrganzerKörperwarmitscheusslichenschwarzenPusteln übersät.Entsetzlich!« Der DelÀn rührte sich kaum noch. »Mein Gott!«, rief O’Barry panisch.»Washabeichblossgetan?!«InvollerMontursprang erzuKathyinsWasser.»SieschwammherüberinmeineArme.
Trügerische »Flipper«-Idylle. Darsteller Luke Halpin mit einem der Delfine (1963).
Ichhieltsie,undihrgebrochenesAugeblicktemichan.«Noch einmal holte der Tümmler Luft – es war sein letzter Atemzug.
Ric spürte, wie das Leben aus dem Körper des Säugers wich.
»KathyhatsichinmeinenArmendasLebengenommen«,ister Das DelÀnweibchen war aufgrund seines Dahinvegetierens in Gefangenschaft derart frustriert, dass es freiwillig und vollkommenbewusstausdemLebengeschiedensei,erkannteihr Ex-Trainer. Und erklärt bis heute: »Sie beging Selbstmord. Das sageichmitgrosserZurückhaltung,aber ichwüsstenicht,wiemanessonstnen- Ihr ganzer Körper nen sollte.« Schliesslich geschehe jeder einzelne hirngesteuerte Lungenzug diewar mit scheusslichen ser Tiere über Wasser kontrolliert und Pusteln übersät.
sei für sie »eine bewusst vollzogene Anstrengung«.DiesimGegensatzzumMenschen,dessenAtmungreÁexartigundsomitautomatischerfolgt. BeiDelÀnendagegenmussunterWassereineHirnhälfteimmerwachsein,dadieTieredortansonstenimSchlafersticken würden.DeshalbkönnenDelÀneihrLebenwillentlichbeenden, wann immer sie wollen, so O’Barry. »Und genau das tat Kathy damals!Sieentschiedsich,dennächstenAtemzugnichtzunehfelsenfestüberzeugt.
men. Sie erstickte sich quasi selbst – in einem Stahltank des Seeaquariums.« AutorRothistfestdavonüberzeugt,dassO’BarrydieWahrheit sagt,wieerimGesprächmit»mysteries«erklärt.»DerMannist absolutglaubwürdig,undseineBerichtesindauthentisch.«Sein GemeinschaftswerkmitO’Barryistinzwischenvergriffen,doch Ende2016willRotheinweiteresBuchzumThemaveröffentlichen.DarinwirdersichauchmitdemThema»SuizidbeiMeeressäugern« auseinandersetzen. Denn nach jahrelanger Arbeit mitWalenistauchderSchweizerüberzeugt,dassTieredieser Gattung,zuwelcherauchDelÀnegehören,zuderartigenHandachtethaben:BeideralljährlichengrausamenDelÀnjagdinder BuchtvonTaijiinJapangingFischern2014einseltenesweisses KalbindieFalle.DasKleineschwammdieganzeZeitaufgeregt undauffallendenganseineMuttergedrängtdurchdieWellen, bisdieJägerzugriffenundesanBordeinesBooteszerrten.Es wareinefetteBeute,daZoosundVergnügungsparksfürsolch rareAlbino-DelÀneHöchstpreisezahlen.
DieMutterhabeextremverstörtaufdenVerlustihresKindes reagiert,berichtet»SeaShepherd«:DasBabywar»möglicherweise blind und/oder taub, wie es bei vielen Albinos der Fall ist.
DieskönnteeinerderGründegewesensein,weshalbsichdas verängstigteKalbsoenganseineMuttergeschmiegthat.«Die Aktivisten vermuten, dass die verzweifelte Mama kurz darauf Selbstmordbeging.»UnsereFreiwilligenvorOrtdokumentierten undbezeugten,wiedietrauerndeDelÀnkuhwiederholtausdem MeerauftauchteundnachihremKalbsuchte,bevorsiesichins Wassersenkte,umniewiederaufzutauchen.« DiegrosseMehrheitderWissenschaftlerindesschliesstaus, dass Tiere Suizid begehen können. Selbstmord sei ein »eindeutig menschliches Privileg«, konstatiert etwa der englische lungenfähigsind.
Psychopharmaka-Einsatz in deutschen Zoos EsseieninderTatmehrereFälle»vonSelbstmordbeiDelÀnen bekannt«, betont auch Jürgen Ortmüller, Geschäftsführer des deutschen»Wal-undDelÀnschutz-Forum«(WDSF).Stetshätten die Tiere bewusst aufgehört zu atmen. Es sei unübersehbar, dassDelÀnefüreineHaltunginGefangenschaftnichtgeeignet sind. »Die Sterberate ist überdurchschnittlich hoch, viele Tiere werden krank oder beÀnden sich in desolatem Zustand. Sie leiden an der VereinsamunginGefangenschaft.Durchdie psychische Labilität, die nachweislich in denZoosvonNürnbergundDuisburgmit Psychopharmakabehandeltwird,können KrankheitenaufgrundvonImmunschwächen entstehen.« Die Umweltschutzgruppe »Sea Shepherd« will vor Kurzem sogar den Suizid einesKleinwals in freierWildbahn beob- Ihr angeborenes Lächeln täuscht. Eingepfercht in engen Aquarien leiden viele Delfine Höllenqualen. (Foto: WDC) Richard »Ric« O’Barry (76).
Für weltweites Aufsehen sorgte Flippers Ex-Trainer nicht zuletzt 2009 im aufrüttelnden Dokumentarfilm »Die Bucht«.
Ausgabe 3/2016 25 genenLebens«bedeute,erläutertFaustweiter.BeiTierendagegenkönnevonhöherenFunktionenundvomDurchdenkender Tat»kaumdieRede«sein.DieseseienlediglichinderLage,sich aufgewisseWeisezuverletzen,währenddemMenscheneine breite Palette von Selbstvernichtungsmöglichkeiten zur Verfü-So unterscheidet auch die Biologie zwischen bewusstem SelbstmordbeiMenschenundselbstzerstörerischemVerhalten mit Todesfolge bei Tieren. Vereinfacht gesagt:Tierebringensichsehrwohlum.
Aber laut Lehrmeinung nicht mit Absicht – sondern aus Versehen. Etwa weil sie imStresssindoderinPanikgeraten.Ein gutesBeispielhierfüristderofterwähnte Skorpion, der sich beim Anblick einer herannahendenFeuersbrunstseinenGiftstachelindenRücken rammtunddamittödlichverletzt.Ertutdieslautdenmeisten Zoologennicht,weilersichdieQualdesFeuertodsersparenwill, sondernweilerdieschmerzhafteHitzeanseinemKörperspürt undgegendiesenunbekanntenAngreiferreÁexartigseineüblicheVerteidigungswaffeeinsetzt.
»Tiere hinterlassen keinen Abschiedsbrief« Zunehmend mehren sich derzeit aber auch die Stimmen von Naturwissenschaftlern, die zumindest einigen wenigen Tierarten die Fähigkeit zubilligen, ihrem Leben bewusst ein Ende setzen zu können – oder derlei Thesen zumindest nicht generellverwerfen.»DasThemaSuizidunterTierenistsehrschwer abschliessendzubeantworten«,gibtetwaderdeutscheBiologe undDelÀn-ExperteDavidPfendergegenüber»mysteries«zubedenken. »Tiere hinterlassen schliesslich keinen Abschiedsbrief vorihremTod,wieMenschendasofttun–ebensowenighaben wirMenschenesbisheutegeschafft,dieSprachederTiereso weitzuentschlüsseln,dasswirSelbstmordabsichtenzweifelsfrei interpretierenkönnten.« PfenderarbeitetfürdieOrganisation»WhaleandDolphinConservation« (WDC). Aufgrund neuerer Forschungsergebnisse bestreiteterentschieden,dassmanTierenheutzutageallgemein und kategorisch die Möglichkeit einer bewussten Selbsttötung absprechen könne: »Es gibt mittlerweile sehr viele Hinweise, welche untermauern, dass zumindest Wale und DelÀne die Fähigkeit zum Suizid besitzen.« Grundvoraussetzung für einen klassischenSuizidseizwartatsächlichdasVorhandenseineiner»Selbstwahrnehmung«.DieUS-NeurowissenschaftlerinLoriMarino glaubt jedoch, exakt diese bei DelÀnen mittlerweile nachgewiesen zu haben. So präsentierte sie 2001 zusammen mit DianaReissinderFachzeitschrift»ProceedingsoftheNational Biologe David Pfender.
Trotz umstrittener Beweislage hält er vereinzelte bewusste Selbsttötungen im Tierreich grundsätzlich für »sehr wahrscheinlich«.
Medizinhistoriker Edmund Ramsden. Der Dozent der Queen MaryUniversityinLondonverweistunteranderemaufErkenntnisse des französischen Soziologieprofessors Jean Baechler:»DerSuizidistspeziÀschunduniversellmenschlich«,resümierte jener.»JedermannhatvomtreuenHundgehört,deramGrabe seines Herren verhungert oder von der Katze, die ihre Herrin nichtüberlebenwill.DieseGeschichtensindrührend.Unglücklicherweisehabensiesichüberalldort,woVeriÀzierungmöglich gewesen wäre, als Produkte der Einbildungskrafterwiesen.« Die Fähigkeit zum Selbstmord setze ein Wesen mit Bewusstsein voraus und wohne jeder solchen Lebensform inne, erklärt Baechler – und erntet damit bei vielen Kollegen Zustimmung. Dies sei auchderGrund,warumKleinkinder,geistigSchwerstbehinderte oderTierekeinenSuizidbegehenkönnten.
ZwarexistiertenimTierreichdurchaus»Trauerreaktionen,die mitunteranreaktiveDepressionenoderdepressiveEntwicklungen erinnern«, ergänzt der süddeutsche Psychiatrieprofessor VolkerFaustinseinemInternet-Blog.Dennochresultiertenaus jenenStimmungstiefskeinegeplantenSelbsttötungen:»EinbewusstesSichselbsttöten–daskönnennurMenschen«,beharrt auch er. »Suizidales Verhalten setzt die bewusste Vorstellung vonLebenundTodvoraus.DieswirdallenTierenabgesprochen, auchdensogenanntenhöherenArten.« Ein Suizid sei per DeÀnition eine »rein menschliche Verhaltensweise,dieeinbeabsichtigtes,freiwilligesZerstörendeseigungstehe.
Noch verstehen wir die Sprache der Tierwelt leider nur teilweise.
Ausgabe 3/2016 Für die Zuschauer ein Spass, für die Tiere oft eine Qual. Delfin-Spektakel dieser Art sind weltweit äusserst umstritten.
AcademyofSciences«ihreStudien,wonachDelÀneihreigenes zelleninihrenGehirnen(sieheBoxunten)scheinensichrevoluti- Spiegelbild erkennen. Eine Fähigkeit, die bis dato neben dem onäranmutendeneueSichtweisenzueröffnen.Demnachseien MenschennurbeigewissenAffenarten,ElefantenoderElstern WaleundMenschenunterSäugetieren»einParadebeispielfür beobachtetwordenwar.
einepsychologischeParallelevolution«,betontUS-Wissenschaft- Mitdemnichtunumstrittenen»Spiegel-Test«wirdinderNaturlerinMarino:»VieleWalartenkönntendemnachmöglicherweise wissenschaft untersucht, ob höhere Lebewesen über ein »Ichein Level sozialer, emotionaler Intelligenz erreicht haben, wel- Bewusstsein«verfügen.EinetypischeFormdesTestsbestehtin chesdasjenigesämtlicherandererLebewesen,denMenschen derAnbringungeinerFarbmarkierunganeinerKörperstelle,weleingeschlossen,übersteigt!« chederProbandohneHilfsmittelnichtwahrnehmenkann.Danachwirdbeobachtet,obdasTierbeimBetrachtendeseigenen Aktiver Suizid setzt Wissen über den Tod voraus Spiegelbildes eine Reaktion zeigt, die darauf schliessen lässt, Weitere Studien hätten zudem aufgezeigt, dass DelÀne auch dassesdenseltsamenneuenFleckameigenenKörpererkannt komplexeAufgabenlösenundvorausschauendplanenkönnen.
hat. Dies kann zum Beispiel der Versuch sein, die Markierung»Diesistwichtig,dennumeinenSelbstmorddurchführenzukönaktivzuentfernen.
nen,bedarfesderemotionalenundkognitivenFähigkeit,dieei- BeiihremExperimentmitDelÀnenhieltendieUS-Forscheringene Situation reÁektieren zu können«, ergänzt Diplombiologe nenauchzweiTümmlernSpiegelvor.Anfangsinteressiertensich DavidPfender.EbensogehöredasVerständnisdazu,dassman dieTierenurkurzfürihrAntlitz.Dochnachdemsieentsprechend das Leben auch beenden kann: »Die neuesten wissenschaftli-»geschminkt« worden waren, hätten sich die beiden vor dem chenForschungsergebnissezeigen,dassDelÀnemitgrosserSi- Spiegel»wieDivenbewegt«undsichausgiebigbeäugt,umihren cherheitimBesitzdieserFähigkeitensind.« neuen»Körperschmuck«inAugenscheinzunehmen.Kombiniert Zwar könne man bis heute »keinen Selbstmord eines Wals mitderüberraschendenEntdeckungvonsogenanntenSpindeloder DelÀns zweifelsfrei beweisen«, räumt der Tierexperte ge-»Denkfähig, empfindend und intelligent« Spindelzellen sind Gehirnzellen, die für schnelle, intuitive Entscheidungen in komplexen sozialen Situationen zuständig sind. Ausserdem werden sie mit Ich-Bewusstsein, Empathie und Sozialbewusstsein in Verbindung gebracht. Bis vor kurzem ging man davon aus, dass nur der Mensch, einige Primaten sowie Elefanten derlei Zellen besitzen. Mittlerweile konnten Spindelzellen aber auch bei Wal- und DelÀnarten nachgewiesen werden. Diese Entdeckung – verbunden mit der Erkenntnis, dass grosse Tümmler in der Lage sind, ihren Köper unter Zuhilfenahme eines Spiegels zu betrachten – lässt Experten von »Whale and Dolphin Conservation« (WDC) folgern, »dass es sich bei DelÀnen um denkfähige, empÀndende und intelligente Lebewesen handelt«.
Ausgabe 3/2016 27 Delfin in Freiheit. Im Gegensatz zum Menschen steuert er die Atmung durch sein Blasloch bewusst und nicht reflexartig. Eine Vollnarkose würde er deswegen nicht überleben.
genüber»mysteries«ein.DennochhälteresangesichtsderFaktenlage für »sehr wahrscheinlich«, dass Berichte von DelÀnen, diesichinGefangenschaftoderverzweifeltenMomentenoffenbarbewussttöten,realistischseien.
Was geht in den hochentwickelten Gehirnen vor sich?
WiewenigwirnachwievorüberdasLeben,DenkenundFühlen von Meeressäugern wissen, zeigen die regelmässigen Strandungen einzelner oder mehrerer Wale. Die Gründe für diese tierischenTragödienseien»indenallermeistenFällenbisheute unklar«, betont David Pfender. Zu unterschiedlich verhielten sichdieverschiedenenWalartenbeiderartigenUnfällen.Undzu mannigfaltigundverkettetdürftendieUrsachensein.
Sicheristnur,dassderMenschdabeieinegrosseRollespielt:»Motorenlärm,seismischeExperimenteundweitererStressvon aussenführenWaleoftineineOrientierungslosigkeit«,weissder Biologe.Unwetter,veränderteSonnenaktivitäten–diesichauf dasMagnetfeldunddeninnerenKompassderSäugerauswirken–oderverwirrteLeittierekönntenebenfallseineRollespielen.»WirkennenauchdasPhänomenvonWalenundDelÀnen, dienacheinerStrandunggerettetwerdenundsogleichwieder anLandschwimmen.« Und wieso springen Orcas in Gefangenschaft immer wieder ausihrenBecken?WasgehtimKopfdieserTierevor?Sindsie sokrankundverwirrt,dasssienichtmehr»funktionieren«?Oder sinddiegeschundenenWesenderartentkräftetundverzweifelt, dasssieschlichtnichtmehrlebenwollen?»Wirwissenes,ehrlichgesagt,nicht«,zucktDavidPfendermitdenSchultern.»Und vielleichtwerdenwiresauchniewissen.« SchlussendlichbehältwohleinmalmehrdergrosseMannder Tierkunde recht. So schrieb Verhaltensforscher Konrad Lorenz (1903–1989)einst:»Wirkönnennichtwissen,wasetwasubjektiv in einer Gans vorgeht, die mit allen objektivenSymptomenmenschlicherTrauer herumsteht.AberwirkönnenunsdesGefühlsnichterwehren,dassihrLeidendem unserengeschwisterlichverwandtist.« Und »Flipper«-Trainer Ric O’Barry? Er hat sich seit seinem einschneidenden ErlebnismitKathyvomSauluszumPaulus gewandelt. Bereits einen Tag nach dem Tod des Tieres war der heute 76-Jährige im Knast gelandet – weil er einen Del-Àn aus der Gefangenschaft befreit hatte. Statt die hochintelligenten Säuger in engen Becken zu trainieren, setzt sich O’BarryseitheralsTierschützerfürderen RechteundFreiheitein.
In der Schweiz existieren ebenfalls Autobahnabschnitte als Notfall-Landepisten. Auf der A1 in Oensingen (Kanton Solothurn)undmeinesWissenimBündnerland sowieinderNähevonSargans,imWallis und eventuell noch an anderen Orten.
»mysteries«schätzeichübrigenssehrund warte alle zwei Monate sehnsüchtig auf das Erscheinen.
Floriano Ghisletta (CH) gleiche gilt auch für andere Geschäfte.
wo es schon mal vorkommt, dass an der Eingangstüre gleich mehrere A4-Plakate hängenzuverschiedenenRückrufenoder Warnungen. In Österreich also deÀnitiv unübersehbar.AbundanistunserAlpenvölkchenauchmalpositivauffallend…
Ralf J. (A) Danke, dass ich kein Geld verlor!
»Top oder Flop? Seit Monaten preist die Firma ROSCH die erfolgreiche Vermarktung eines revolutionär anmutenden Auftriebskraftwerks an. Eine Maschine, die angeblich mehr Energie erzeugen soll als zu ihrem Betrieb hineingesteckt werden muss. Zweifel scheinen leider angebracht.« (»mysteries« Nr. 4/2015)
Produktmängel: Österreich tickt anders Noch mehr geheime Landebahnen
»Milliardenschwere Handelskonzerne spielen zunehmend dreister mit unserem Leben. Ob lebensgefährliche Mixer-Klingen, verseuchte Lebensmittel, berstende Fondue-Töpfe oder Kinderroller: Betroffenen Kunden wird im Zweifel oft nur der Kaufpreis erstattet. Warnhinweise über Produktrückrufe findet man im Supermarkt – zumindest in der Schweiz – so gut wie nie.« (»mysteries« Nr. 1/2016) Wie immer ein wunderbares Heft mit einem unverwechselbarem Vorwort.
Einziger Nachteil – ich habe es meistens noch am Kauftag bereits so gut wie ausgelesen!Dankedafür.AlsErgänzungzum Thema Produktrückruf: Bei uns in Österreich wird das durchaus ernst genommen, undeshängenständigPlakatevonHofer (entspricht Aldi in Deutschland) direkt beim Eingang und im Kassenbereich. Das»Bis vor kurzem dienten in Deutschland diverse Autobahnen als geheime Flugplätze für Militärflieger. Im Krieg hätten derlei Abschnitte mit wenigen Handgriffen zu Start- und Landepisten umgebaut werden können. Die ausgewählten Strecken erkennt man oft daran, dass der Mittelstreifen nicht begrünt, sondern asphaltiert ist.« (»mysteries« Nr. 2/2016) Auch in der DDR gab es Autobahnstücke, die man als Landebahnen umrüstenkonnte.EinsolchesStückÀndetsich zwischendemAutobahndreieckSpreeau undFrankfurt(Oder).DiegenauePosition ist 52°18' 42.51" N / 13°51' 13.27" O.
Von dort sind es 40 Kilometer Luftlinie zumZentrumvonBerlin.EineStrecke,für dieeinMIG-KampfÁugzeugkeinefünfMinuten braucht!
Hartmut Schoenawa (D) Als eifrige Verfolgerin neuer Projekte im Bereich der »Freien Energie« war ich anfänglichenttäuschtübereurendochsehr kritischen Bericht zum Auftriebskraftwerk der Firma ROSCH. Hin und hergerissen entschloss ich mich, kein Geld zu investierenundabzuwarten.Rückblickendbinich euchsehrdankbar:NochimmerwartenInteressierteaufeinfunktionstüchtigesSerienmodell! Leider scheinen idealistische KleininvestorenumihrErspartesgebracht worden zu sein, wie sich derzeit abzuzeichnen scheint.
Sabine Hofmeister (CH) Ausführliches Reiseprogramm und weitere Informationen bei: KOPP & SPANGLER OHG Bertha-Benz-Straße 10 72108 Rottenburg a. N.
Magische Steinkreise, sagenumwobene Hügelgräber und vorzeitliche Kultplätze.
Termin und Preis: 15.-24. Juli 2016 2.650.– Mit dem Autor und Astrologen Christopher A. Weidner.
Existiert eine unbekannte Pyramidenbauer-Kultur mitten in Europa?
Zu Gast in der Wunderwelt prähistorischer Graffitis.
Termin und Preis: 21.–27. Mai 2016 1.490.– Termin und Preis: 1.–7. Oktober 2016 1.490.– 17.–24. September 2016 1.390.– Mit dem Forscher und Geomanten Mit dem Autor und Mystery-Forscher Stefan Paul Gruschwitz.
Der Elfenbeinturm unserer Schulwissenschaft bröckelt: Wie kommt es, dass sich in versteinerten Dino-Fossilien Áexibles Weichgewebe, intakte Blutgefässe und somit auch Hinweise auf DNA-Reste Ànden? Und weshalb scheuen Akademiker die Datierung derlei organischer Reste wie der Teufel das Weihwasser? Muss die Geschichte umgeschrieben werden?
ätte »mysteries« in seiner Erstausgabe anfangs 2004 darüber spekuliert, dass sich in versteinerten Dino-Kno- HchenintakteroteBlutkörperchenoderDNA-RestebeÀnden könnten, wären wir von Kritikern wohl als Spinner auf den Mond geschossen worden. »Dinosaurier sind vor über 65 Millionen Jahren ausgestorben. Organische Moleküle können niemals derart lange erhalten bleiben«, raunzte die Fachwelt bereits bei der Filmpremiere von »Jurassic Park«. Gegenteilige Behauptungen seien »pseudowissenschaftliche Fantastereien«. Basta.
Entsprechend laut der Aufschrei in akademischen Kreisen, als die US-Paläontologin Mary Schweitzer und ihre Kollegen von der North Carolina State University 2007 in der Fachzeitschrift»Science« die Entdeckung intakter Eiweiss-Sequenzen im Oberschenkelknochen eines Tyrannosaurus Rex meldeten, die erfolgreich extrahiert werden konnten. Trotz einem geschätzten Knochenalter von 67 Millionen Jahren, so der sensationelle Befund, zeigte sich das freigelegte Weichgewebe ungewöhnlich Áexibel und transparent. In der Medizin bezeichnet man als Weichgewebe sämtliches Fett-, Muskel- und Bindegewebe, inklusive darin enthaltener Blutgefässe und Nerven.
Bereits zwei Jahre zuvor hatte Mary Schweitzer die Fachwelt erstmals über die Entdeckung von Dino-Weichgewebe informiert.
Mit Flüssigkeit behandelt war es zu ihrem Erstaunen derart elastisch geworden, dass nach Entfernung der Mineralien intakte Strukturen wie dehnbare Blutgefässe, Knochenmatrix und Knochenfasern zum Vorschein kamen. »Es war ein absoluter Schock!«, beschreibt sie ihre 1992 begonnenen Experimente rückblickend. »Ich habe meinen Augen nicht getraut, glaubte selbstverständlich an einen Irrtum.« Kein Wunder, denn laut Lehrmeinung fällt Weichgewebe dem Versteinerungsprozess von Dinosaurierknochen restlos zum Opfer. Es dürfte also eigentlich gar nicht mehr existieren.
Für ihre gewagte Veröffentlichung wurde die Forscherin anfänglich mit Hohn übergossen. Kritiker spekulierten über verunreinigte Proben, verwarfen die Hände, manche bezichtigten sie sogar aufgebracht der Datenklitterung. »Laboruntersuchungen zufolge sollten Proteine bestenfalls vielleicht eine Million Jahre lang überdauern können und DNA noch kürzer«, erinnert sich die Forscherin. »Allgemein anerkannt waren in Fachkreisen nur Studien, die organische Moleküle mit einem Alter von ein paar zehntausend Jahren nachwiesen.« Zu einer Zeit Paläontologin Mary Schweitzer. Ihre Entdeckungen sorgen in der Fachwelt bis heute für hitzige Diskussionen.
also, als der moderne Mensch gerade erst begann die Erde zu erkunden. »Als ich bei einer wissenschaftlichen Zeitschrift eine entsprechende Arbeit einreichte, kommentierte ein Gutachter, die vermutete lange Konservierung unserer Dinosaurier-Fossilien sei völlig unmöglich und ungeachtet unserer Daten würde ich ihn niemals vom Gegenteil überzeugen.« Mary Schweitzer liess sich davon nicht entmutigen und intensivierte ihre Suche. Erneut in »Science« präsentierte sie 2009 weitere Untersuchungsresultate – diesmal noch fundierter und für jedermann überprüfbar. Die Präzision der neuen Forschungsdaten liess viele ihrer Kritiker erblassen. Umso mehr, als sie und ihre Kollegen die Palette von Bruchstücken organischer Substanzen und Strukturen in und an Saurierfossilien mittlerweile erweitern konnten: »Sie umfasst inzwischen auch Blutgefässe, Knochenzellen, Material von Krallen und anscheinend selbst von Federn. In einem Fall offenbarte der innere Knochenbau sogar das Geschlecht des Tiers. Solche Funde mögen Ausnahmen darstellen – aber keines-»Was ich unter dem Mikroskop zu sehen bekam, schien mir anfänglich völlig unmöglich!« Flexibles, entmineralisiertes Weichgewebe, wie es Mary Schweitzer aus Knochenmaterial eines Tyrannosaurus Rex extrahieren konnte.
Kaum zu glauben, dass dieses perfekt konservierte Material über 65 Millionen Jahre alt sein soll. (Fotos: »Science«) wegs Einzelfälle.« DNA-Reste entdeckt?
Nachdem die US-Forscherin 2013 in der Fachzeitschrift»Bone« sogar»Hinweise auf DNA« dokumentieren konnte, hat der Wind in der Fachwelt gedreht. Immer mehr Experten gucken nun genauer hin und fahnden erfolgreich nach entsprechenden Spuren, die ihnen zuvor entgangen waren – weil niemand je danach gesucht hatte.
Erst kürzlich meldeten auch Vertreter des Imperial College und des University College London in»Nature« die Entdeckung von Aminosäuren in versteinerten Dino-Knochen, ebenso wie »rundliche Strukturen mit einem dichteren Bereich im Inneren, die roten Blutkörperchen stark ähneln«.
Das Mysterium wird damit nicht kleiner. Denn niemand kann bis heute mit letzter Sicherheit sagen, weshalb und wie derlei organische Weichstrukturen über 65 Millionen Jahre lang konserviert wurden. »Dies steht im völligen Widerspruch zu allen Felsmalerei in Peru. Gemäss Proben, die der Archäologe Quirino Olivera Núñez (Bild rechts) dort kürzlich entnahm, soll die Darstellung rund 3300 Jahre alt sein. (Copyright: Vance Nelson) Versteinerungstheorien«, wie auch Mary Schweitzer freimütig einräumt. Bleiben nur zwei Möglichkeiten: Entweder kann organisches Gewebe – wie auch immer – tatsächlich weitaus länger erhalten bleiben als bislang angenommen. Oder aber manche Dinosaurier sind deutlich später ausgestorben als vermutet.
Vielleicht sogar erst zu einer Zeit, als bereits Menschen auf der Erde ihr Unwesen trieben. Untermauert wird diese These nicht zuletzt von uralten Drachenüberlieferungen und -darstellungen auf vielen Kontinenten unseres Erdballs. Wie sollen unsere Vorfahren von derlei Ungetümen gewusst haben, wenn letztere bereits 65 Millionen Jahre vor ihnen ausgestorben waren?
Fragen dieser Art beschäftigen auch den Privatforscher Vance Nelson aus Kanada. 2012 war es ihm auf eigene Kosten gelungen, in Peru am Rande des Amazonas-Regenwaldes eine bislang nahezu unbekannte Dinosaurier-Felsmalerei aufzuspüren und nach einer dreizehnstündigen Expedition aus allen Winkeln zu fotograÀeren und zu Àlmen. Neun stilisierte Krieger umringen darauf eine riesenhafte »Urzeitechse«.
Zu der rätselhaften Dino-Darstellung im Distrikt Yamon in der Provinz Utcubamba gelotst hatte ihn Ulises Gamonal Guevara vom regionalen Archäologiemuseum in Jaen. Im Gegensatz zur Fachwelt ist diese und weitere dortige Felszeichnungen den Einheimischen seit Jahren bekannt.
Mit ofÀzieller Genehmigung der peruanischen Behörden entnahm der bekannte lokale Kunsthistoriker und Archäologe Quirino Olivera Núñez im Auftrag Nelsons einige Farbpigmente zur Analyse. Mittels C14 sowie der brandneuen Plasmaoxidations-Methode analysiert, scheinen die Proben zu belegen, dass unsereVorfahrendeÀnitivmehrwussten,alsihnendieSchulwissenschaft zubilligt.
»Die Datierung wurde in meinem Auftrag von einer spezialisierten Universität in den USA durchgeführt«, schreibt Nelson dazu in seiner kürzlich erschienenen Publikation »Amazonas Expedition«. »Demnach ist die Darstellung tatsächlich authentisch und uralt. Den Laborwerten zufolge entstand sie bereits vor 3290 Jahren, bei einer Messtoleranz von plus/minus 110 Jahren.« Leider verpasste es Vance Nelson, die entsprechende Laborexpertise als Beweis abzubilden. Von »mysteries« damit konfrontiert, hält er sich bedeckt. »Noch möchten wir als frischgebackene Publizisten die detaillierten Resultate anderen Medien nicht preisgeben«, bedauerte er kürzlich.
Dass er sich als Aussenseiter in der internationalen Fachwelt damit eine Blösse gibt, versteht sich von selbst. Dennoch beteuert er: »Von Natur aus bin ich eigentlich ein Skeptiker. Ich möchte die Beweise mit meinen eigenen Augen sehen, sie mit meinen eigenen Händen untersuchen und sie mit meinem eigenen Verstand analysieren.« Insofern hat es ihm auch Mary Schweitzers Entdeckung von organischem Dino-Weichgewebe angetan. Im Gegensatz zu versteinerten Knochen liesse sich dieses nämlich ziemlich treffsicher datieren – ebenfalls mit der C14-Methode, die allerdings nur bis zu einem Alter von rund 50'000 Jahren zurückreicht. Aus diesem Grund wurde so gut wie keine vermeintlich viele Jahrmillionen alte organische Dino-Faser je damit getestet. Zumindest nicht von etablierten Wissenschaftlern, weil diese darin nicht den geringsten Nutzen sehen. »Ebensogut könnte man versuchen,denUrknallmiteinerVideokamerazuÀlmen«,unkensie.
Was aber kommt heraus, wenn man es dennoch tut? Diese Frage stellte sich nicht zuletzt Mark Armitage von der California Sind manche Dinosaurier weitaus später ausgestorben als offiziell vermutet?
Konnte intaktes Weichgewebe im Horn eines Triceratops nachweisen. Der mittlerweile gefeuerte Uni-Mitarbeiter Mark Armitage.
State University, Northridge. 2013 veröffentlichte der Biologe Bereits 2005 hatte Millers kreationistisch orientierte »Paleound Mikroskopist in »Acta Histochemica« einen Bericht über den chronology Group« im Glendive Museum Kollagen-Proben aus Nachweis von intaktem Weichgewebe im Horn eines Triceratops Dinosaurier-Knochen entnommen und ebenfalls mittels C14 horridus (Hell Creek Formation, Montana, USA). Entdeckt hatte datieren lassen – mit ähnlich »jungen« Werten. Ihre Versuche, er besagtes Relikt 2012. Zwei Wochen nach seiner Veröffentlidiese sowie etliche weitere Altersdatierungen amerikanischer chung war der bis dahin geschätzte For-Dino-Fossilien (allesamt um 24'000 bis scher seinen Job los, wie »Nature« am 5.
38'400 Jahre) in anerkannten Journalen Wurde der Biologe von November 2014 meldete.
unterzubringen, scheiterten – »obwohl wir Ob es daran lag, dass der Mann bekenuns sicher sind, neuzeitliche Verunreinider Uni entlassen, weil nender Christ ist und als so genannter gungen als Fehlerfaktor ausschliessen er an Gott glaubt?
Kreationist an die biblische Schöpfungszu können.« Ohne Widerhall blieb bislang geschichte glaubt? Möglich, allerdings auch Millers eindringlicher Appell an die waren Armitages Vorgesetzte seit jeher über dessen Glauben uninternationale Fachwelt, eigene, womöglich noch professionelterrichtet. Ausgerechnet Mary Schweitzer, die mit Kreationismus lere C14-Datierungen an Dino-Weichgewebe vorzunehmen, »um nichts am Hut hat, hatte seine Arbeit vor Publikation zudem beunsere Resultate zu bestätigen oder zu widerlegen«.
gutachtet, wie sie gegenüber »Nature« bestätigte: »Aus fachlicher und methodischer Sicht hatte ich nichts daran auszusetzen!« Angst vor der Kreationisten-Keule Sauer aufgestossen sein dürfte den Uni-Verantwortlichen Forscher, die Darwins Evolutionslehre infrage stellen, sind dem jedenfalls,dassArmitageseinofÀziellüber65MillionenJahre wissenschaftlichen Establishment ein Dorn im Auge. Und so weialtes Fundstück an das kreationistische Glendive Dinosaur and gern sich namhafte amerikanische Labore mittlerweile sogar, Fossil Museum in Montana ausgehändigt hatte. Von dort erhielt weitere Proben in Hugh Millers Auftrag zu datieren – aus Angst der US-Chemiker Hugh Miller Proben davon, die er zwecks C14vor der Kreationisten-Keule.
Analyse ohne weitere Erläuterung an das Center for Applied Iso-Umgekehrt tun sich auch Kreationisten-Freunde aus Millers tope Studies der University of Georgia weiterleitete. Dort datierte direktem Umfeld schwer damit, Journalisten Rede und Antwort man diese nach intensiver Reinigung auf ein Alter von 33'570 zu stehen. So lehnte etwa der deutsche Forscher Thomas H.
plus/minus 120 Jahren – also in eine Zeit, als der moderne Seiler aus Freiburg im Breisgau ein entsprechendes Interview Mensch bereits auf der Erde wandelte!
höÁichab,weileralsbekennenderKatholikleidernichtdarüber 18 Ausgabe 3/2016 hinwegsehen könne, dass »mysteries« als weltoffenes Magazin kürzlich für aktive Sterbehilfe plädierte.
Kurios und damit überprüfungswürdig bleiben besagte Dino-Befunde allemal. Umso mehr, als schwedische Forscher – in diesem Fall keine Kreationisten! – 2011 bereits ähnlich kuriose Datierungsergebnisse erhielten. Wie sie in »PLOS ONE« darlegten, war es ihnen analog zu Mary Schweitzer gelungen, rund fünf Gramm organisches Material aus den Resten eines Mosasaurus zu isolieren. Weitere Untersuchungen ergaben keinerlei Hinweise auf eine nachträgliche Verunreinigung.
Im Gegensatz zu Schweitzer unterzogen die Schweden das Material auch einer C14-Analyse. Diese offenbarte ein erstaunlich junges Alter von rund 24'600 Jahren. Dem akademischen Frieden zuliebe spekulieren die Forscher, dass dieser Wert »mit grosser Wahrscheinlichkeit« auf spätere bakterielle Aktivitäten zurückzuführen sei. Und das, obwohl ihre sorgfältigen Testreihen keinerlei konkrete Hinweise auf bakterielle Proteine oder Hopanoide (membranverstärkende Moleküle) ergeben hatten.
Aufgespürt worden war lediglich ein winziger Rest bakterieller DNA an der KnochenoberÁäche, der die Resultate »verfälscht haben könnte«, wie in der Studie gemutmasst wird. Möglich also, aber nicht bewiesen. Nicht nur gläubige Kreationisten, sondern auch unvoreingenommene Mystery-Forscher fordern Mary Schweitzer deshalb zunehmend lauter dazu auf, ihre organischen Dino-Proben ebenfalls C14-Tests zu unterziehen, um endlich Klarheit zu schaffen.
Warum die US-Paläontologin dies bis heute nicht getan hat, bleibt mehr als unklar. Schliesslich könnte sie damit alle unliebsamen Spekulationen ein für allemal vom Tisch wischen. Zu verlieren hat die von der Fachwelt einst angefeindete und heute hochverehrte Wissenschaftlerin aus akademischer Sicht eigentlich nichts. Oder vielleicht doch?
»Grüss dich, kleines Rehchen!« Willst du mit uns spielen? (»Bambi«, 1942)
Niedliche Bilder, haarsträubende deutsche Dialoge. Eröffnungsszene aus Disneys »Bambi« (1942).
Welches süsse Tier steht im Disney-Zeichentrickklassiker»Bambi« im Mittelpunkt? Fragen Sie ein Kind oder einen Erwachsenen, und Sie erhalten zu 99 Prozent die gleiche Antwort:»Ein junges Reh natürlich – was denn sonst?« Klingt korrekt, ist aber falsch. Denn Bambi ist kein Reh.
Sondern ein Hirschkalb, geboren von einer Hirschkuh, das später zu einem Hirschbock heranreift.
Grund der Verwirrung bildet die beliebte deutsche Synchronisationsfassung aus dem Jahr 1973. »Bei Familie Reh gibt es Nachwuchs«, trällert Kaninchen Klopfer bereits zu Anfang des Films entzückt – im Gegensatz zur amerikanischen Originalfassung, in der lediglich von der Geburt eines »jungen Prinzen« die Rede ist. »Grüss dich, kleines Rehchen!«, Áöten in der deutschen Version wenige Minuten später auch alle tierischen Waldbewohner unisono falsch, als sie sich um Mutter und Sohn versammeln.
Der Übersetzungsfehler hatte weitreichende Folgen und sorgt hierzulande immer wieder für Verwirrung. So glauben noch heute viele, dass das Reh das weibliche Pendant zum Hirsch ist.
Dabei handelt es sich bei Rehen (»Trughirsche«) um eine eigene Gattung. Unterschieden wird zwischen dem männlichen Rehbock und der weiblichen, geweihlosen Ricke. Die Verwirrung perfekt macht, dass Bambi in der österreichischen Originalgeschichte von Felix Salten tatsächlich ein Reh war. Weil sich in den USA aber keine Rehe tummeln, wandelte es Walt Disney nach Erwerb der Filmrechte geschäftstüchtig zum einheimischen Weisswedelhirschkalb um.
Durchsetzen wird sich dieses Wissen hierzulande kaum.
Denn auf Geheiss des Disney-Imperiums darf die fehlerhafte deutsche Synchronfassung weder in der TV- noch auf der aktuellen DVD-Fassung korrigiert werden. Und so werden sich deutschsprachige Kinder und ihre Eltern wohl auch in Zukunft an einem süssen Rehchen ergötzen, das gar keines ist.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/75-disneys-bambi-war-kein-rehchen-sondern-ein-junger-hirsch-page56-1.jpg20482048Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2016-03-01 12:00:002025-12-16 07:47:24Disneys Bambi War Kein Rehchen, Sondern Ein Junger Hirsch!
Gibt es Menschen, die mit Verstorbenen in Kontakt treten können? Ein neugieriger Filmemacher aus München machte mit dem bekannten Jenseitsmedium Pascal Voggenhuber vor laufender Kamera die Probe aufs Exempel – und kam dabei aus dem Staunen nicht heraus, wie er rückblickend einräumt.
Wollte es genauer wissen: Moderator Thomas Schmelzer während der improvisierten Séance.
Liess sich ohne Garantie auf das Experiment ein: Medium Pascal Voggenhuber.
Unzählige Menschen hat er mit seiner medialen Begabung bereits berührt und nachdenklich gemacht. Seit vielen Jahren kommuniziert Pascal Voggenhuber (36) als Jenseitsmedium auf Wunsch und im Auftrag seiner Klienten mit deren Verstorbenen.
Dabei verblüfft der Schweizer regelmässig mit privaten Details oder anderen Aussagen, von denen er laut den Betroffenen gar nichts wissen konnte. Alles nur Zufall, pures Glück und clevere Tricks? Oder verfügt der junge Mann tatsächlich über paranormale Fähigkeiten?
Thomas Schmelzer aus München wagte die Probe aufs Exempel.FürseinenneuenDokumentarÀlm»DieÜbersinnlichen« unterhielt sich der frühere Schauspieler und TV-Moderator im Juli 2015 mit Voggenhuber vor laufender Kamera, um sich ein eigenes Bild von dessen übersinnlichen Fähigkeiten zu machen.
Spontan. Ohne längere Absprachen oder Vorgespräche.
Ungewöhnliche und berührende Erfahrung Anfänglich noch zurückhaltend und eher skeptisch, weiteten sich SchmelzersAugenwährenddes»Live-Experiments«zunehmend.
»Eswarfürmichsehrberührendundungewöhnlich,alsPascal meine verstorbene Tante kontaktierte und mir Botschaften von ihrübermittelte«,erinnertersich.»Erhattetatsächlichpräzise Kenntnisse über Dinge, von denen ich bis dahin niemals gesprochen hatte – die er also gar nicht wissen konnte. So erwähnte er etwa meine Rückenoperation vor vielen Jahren, ein anhaltendes Ziehen in meinem rechten Bein bis heute, aber auch CharaktereigenschaftenmeinerTanteoderderenGeburtstagimMai.« Korrekt gewesen seien auch weitere Aussagen des Mediums, wonach sich die Wohnung der Verstorbenen im zweiten Stock und ausserhalb einer Stadt befunden habe.
Auf Nachfrage, ob Verwandte oder Bekannte vorab intime Details über ihn ausgeplaudert haben könnten, winkt Thomas Schmelzer ab: »Meine Familienangehörigen interessieren sich überhaupt nicht für Übersinnliches.Siewusstennichteinmal, dass ich an einem DokumentarÀlm zum Themaarbeitete.« Dass Pascal Voggenhuber während der Séance unerwartet auch die heilerische Tätigkeit von Schmelzers Freundin thematisierte, habe ihn besondersverblüfft:»Ichhabeniemandemjedavonerzählt!« thr. ■
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/75-botschaften-aus-dem-jenseits-medium-verbluefft-filmemacher-page50-1.jpg381685Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2016-03-01 12:00:002025-12-16 07:47:03Botschaften Aus Dem Jenseits? Medium VerblüFft Filmemacher
Rund 1200 Bomben der Alliierten prasselten im Zweiten Weltkrieg auf die neutrale Schweiz nieder. 84 Eidgenossen verloren ihr Leben, Hunderte wurden teils schwer verletzt. »Navigationsfehler und tragische Versehen«, urteilen die meisten Historiker heute. Anderer Meinung ist überraschend ein namhafter Geschichtsprofessor, wie er gegenüber »mysteries« bekräftigt.
von Jan Fischer er erste Fliegerangriff der Royal Air Force auf die Schweiz bardierten sechs US-Maschinen dort ein Wohngebiet und eine traf Basel in der Nacht vom 17. auf den 18. Dezember landwirtschaftliche Schule. Fünf Tote und Dutzende von zerstör- D1940. Die britischen Bomben verwüsteten Wohngebiete ten Wohnhäusern waren die Folge. Auch dort hatte niemand mit beim Bahnhof sowie im angrenzenden Vorort Binningen. Meheinem realen Angriff gerechnet, weil die Sirenen seit Kriegsausrere Menschen verloren dabei ihr Leben, darunter eine Grossbruch bereits 400 mal folgenlos geheult hatten. Weitere Abwürmutter samt Tochter und Enkelin. Rund fe, unter anderem auf die Gemeinde Le 280 Gebäude wurden in jener Nacht teils Noirmont im Jura oder Chiasso im Süden, Trotz heulender Sirenen schwer beschädigt. Wenige Tage späforderten ebenfalls Todesopfer.
ter luden britische Bomber ihre tödliche Insgesamt rund 70 mal schlugen Fliebegaben sich viele nicht Fracht erneut über der Schweiz ab: diesgerbomben während der Kriegszeit in der in die Luftschutzbunker.
mal im Raum Zürich. Weitere todbringen- Eidgenossenschaft ein, vor allem in den de Attacken folgten.
Grenzregionen. Weil oft Industrieanlagen, AmverheerendstenÀeldieBombardierungvonSchaffhausen aber auch Bahnlinien und Güterbahnhöfe getroffen wurden, am 1. April 1944 aus, bei der 40 Menschen starben und 270 keimte bald der Verdacht auf, dass die Alliierten Schweizer Wirt-Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Gegen 400 amerikaschaftsverÁechtungen mit Nazideutschland unterbinden oder nische Brand- und Sprengbomben gingen über der Stadt nieder zumindest bestrafen wollten. undsorgtenfüreineFeuerhölle,derauchKinderzumOpferÀelen. 450 Einwohner wurden obdachlos. Besonders tragisch: Vie-Folgenschwere Verwechslungen le Opfer hätten überleben kön- Mittlerweile gehen die meisten Historiker allerdings davon aus, nen, denn heulende Sirenen dass alle Bomben der Alliierten »versehentlich« in der Schweiz hatten die herannahenden einschlugen. Die Angreifer sollen stets in der Annahme gehan- B-24-Maschinen angekündelt haben, sie befänden sich über dem Deutschen Reich. Dies digt. Doch die grenznahe legen laut Experten diverse historische Quellen wie diplomati- Schweizer Bevölkerung sche und militärische Akten oder Tagebucheinträge der Solda- – an Fliegeralarme längst ten nahe, ebenso wie Verhörprotokolle und Gerichtsunterlagen.
gewohnt – Áüchtete leider So hätten beispielsweise die US-Piloten, die ihre tödliche nur teilweise in die Luftschutz-Fracht über Schaffhausen abwarfen, ursprünglich den Befehl gebunker.
habt, Ludwigshafen zu attackieren. Sie gerieten durch schlech-»An jenem Samstagmorgen um 10.38 Uhr tesWetterjedochvomKursab.AlssienachlängeremIrrÁugeine zeigt ein Fliegeralarm den dröhnenden und vom Boden gut»Stadt an einem linken Flussufer« entdeckten, seien sie sicher sichtbaren ÜberÁug von zwei Geschwadern der U.S. Air Force gewesen, deutschen Boden unter sich zu haben.
an – nichts Ungewöhnliches in jenen Kriegstagen«, erinnern Dass sich Schaffhausen als einzige Schweizer Stadt nördlich die »Schaffhauser Nachrichten« an jenen verhängnisvollen Tag. Die Stadtbewohner Suche nach Überlebenden. Auch in öffnen Fenster, bleiben auf der Strasse Zürich und Basel brachten alliierte stehen, blicken neugierig gen Himmel.
Bomben Tod und Verwüstung.»Eine dritte Staffel von 15 B-24-Bombern des Typs Liberator folgt. Und greift an. In nur 40 Sekunden entladen die Flugzeuge ihre tödliche Fracht über der Stadt.« Am Nachmittag des 11. September 1944 nahmen US-JagdÁugzeuge mit Bomben und Bordwaffen am helllichten Tag einen Schweizer Personenschnellzug bei Augst unter Beschuss. Wie durch ein Wunder blieben alle Reisenden am Leben. Neun Tote und etliche Schwerverletzte dagegen forderte die Bombardierung der kleinen Gemeinde Stein am Rhein am 22. Februar 1945.
Auch Zürich wurde gegen Kriegsende erneut getroffen: Am 4. März 1945 bom- ◄ Schaffhausen nach dem Angriff am 1. April 1944. Luftaufnahme der brennenden Innenstadt.
Ausgabe 3/2016 des Hochrheins beÀndet, war den Amerikanern offensichtlich nicht bekannt.
Zweifel an dieser These, so der mehrheitliche Tenor, seien im Bereich der »Verschwörungstheorien« anzusiedeln. Und so verallgemeinert das Internetlexikon »Wikipedia« unter Bezugnahme auf einen einzigen Presseartikel von 2005 wie folgt: »Die alliierten Bombenabwürfe auf die Schweiz während des Zweiten WeltkriegswerdenofÀziellaufNavigationsfehlerzurückgeführt.Eine andere Theorie sah die Ursache in den Waffenlieferungen der Schweizerischen Industrie-Gesellschaft SIG und anderer Unternehmen an das Deutsche Reich. Diese zeitgenössische Theorie ist aber inzwischen klar widerlegt.« Historiker schliesst gezielte Angriffe nicht aus Anders sieht dies der Schweizer Geschichtsprofessor Georg Kreis, der die damaligen Attacken differenzierter beurteilt. Er hält es durchaus für möglich, dass zumindest einige der Angriffe auf eidgenössisches Territorium gezielt erfolgten. »Der Alpentransit war den Alliierten ein Dorn im Auge«, argumentiert der renommierte Historiker. »Die Bombardierungen der Basler Geleiseanlagen im Dezember 1940 und März 1945 sowie des Basler Rheinhafens im Mai 1943 können als Irrtum, sie können aber auch als vorsätzliche Aktion zur Warnung der Schweizer Behörden interpretiert werden.« Zwar müsse man »den Boys aus den USA speziell im Fall von Schaffhausen 1944 zugute halten, dass es schwierig gewesen ist, die kleingeograÀschen Verhältnisse an der komplizierten Grenze zu kennen«, betont Professor Kreis auf Nachfrage gegenüber »mysteries«. Dennoch gebe es auch in diesem Fall die Deutungsmöglichkeit, dass die Bahnlinie von und nach Singen von einem gewissen militärstrategischen Interesse war, ebenso wie die Industrie in Neuhausen: »Meine These geht dahin, dass beides möglich war – und im einen Fall die eine Variante, in einem anderen Fall die andere Variante zugrunde lag.« Die Alliierten bemühten sich in der Folge jedenfalls eilends um Wiedergutmachung. Umgerechnet rund 62 Millionen Franken Schadenersatz zahlten die Amerikaner 1949 an die Eidgenossenschaft für die rund 1200 abgeworfenen Bomben. 40 Millionen Franken davon allein für den verheerenden Angriff auf Schaffhausen.
Die Schweiz litt damals übrigens nicht nur unter Bombenabwürfen: Nahezu während der gesamten Kriegszeit musste sie sich gegen Luftraumverletzungen durch alliierte und deutsche Flieger zur Wehr setzen. Insgesamt verlor die eidgenössische Luftwaffe in direkten Luftkämpfen damals vier Piloten und Besatzungsmitglieder. Auf der Gegenseite starben vierzehn Briten und dreizehn US-Soldaten im Schusshagel der Schweizer Fliegerabwehr.
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Perfide Attacke als Warnung an die Schweizer Regierung?
Auch der Basler Güterbahnhof wurde im März 1945 von Bomben der Alliierten getroffen und verwüstet.
Möglicherweise geschah dies mit Absicht, wie der Historiker und Professor Georg Kreis zu bedenken gibt.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/75-bombenhagel-auf-die-schweiz-absicht-oder-irrtum-page45-1.jpg20482048Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2016-03-01 12:00:002025-12-16 07:46:56Bombenhagel Auf Die Schweiz: Absicht Oder Irrtum?