Auf dem Grund der Elbmündung schlummert ein ägyptischer Schatz der Extraklasse: Die Ladung der 1822 versunkenen «Gottfried». Forscher glauben, die Unglückstelle heute präziser denn je eingrenzen zu können. 2013 wird das ZDF darüber berichten. Gegenüber «mysteries» verriet das Team seine neusten Erkenntnisse vorab.
Es ist Montag, der 10. Dezember im Jahre 1821. Die «Gottfried» verlässt bei ruhigem Seegang den Hafen von Triest. An Bord hat der Doppelmaster Kostbarkeiten von unschätzbaren Wert: Einen tonnenschweren Sarkophag aus rotem Granit, eine kleine Pyramidenspitze aus Syenit-Gestein, acht Mumien in Kisten, Dutzende antiker Stelen, Statuen, Kanopen und Vasen aus Alabaster.
Dazu Altäre, Schrifttafeln und weitere, jahrtausendealte ägyptische Artefakte aus der Zeit der Pharaonen.
Der preussische General und Altertumsforscher Heinrich Menu von Minutoli hatte die Schätze im Auftrag des preussischen Königs auf einer monatelangen Forschungsreise durch den Norden Afrikas zusammengetragen. Sie sollten nach Hamburg und von dort nach Berlin gebracht werden, um im neuen Ägyptischen Museum ausgestellt zu werden. Doch dazu kommt es nicht.
«Das Schiff verliess Triest und war quasi nie mehr gesehen», sagt Friedrich Steinhardt. Der Münchner TV-Produzent erstellt für die ZDF-Sendereihe «Terra X» derzeit eine grosse Dokumenta- «Helene» im Sturm: Dieses Gemälde im Schiffsbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock zeigt eine zweimastige Huker Galeasse ähnlich der «Gottfried».
(Foto: Kopie aus der Sammlung Leive) tion über Minutoli und die «Gottfried». Das Frachtschiff war nach wochenlanger Reise fast am Ziel, als es in der Nacht auf den 12. März 1822 im Bereich der Elbmündung in ein schweres Unwetter geriet und sank – samt eines Grossteils der Besatzung und der kostbaren Fracht. Nur die leichteren Stücke in den Holzkisten blieben an der Wasseroberfläche. Ein einziger Seemann konnte gerettet werden.
Sieben Särge an Land geschwemmt Küstenbewohner machten später gruselige Entdeckungen an den Stränden. Historische Quellen berichten, das Meer habe in jenen Tagen «sieben Mumien in Särgen, welche teilweise bunt bemalt und mit Hieroglyphen versehen sind» sowie ein antikes Prunkzelt angespült. Aus Angst vor der Pest verbuddelten die Menschen die Toten zuerst, bevor sie die einbalsamierten Leichen dann doch wieder aus der Erde holten. Seither machen in Norddeutschland Legenden vom unheimlichen «Mumienschiff» die Runde.
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Schaden Mikrowellen-Geräte den Nährstoffen in unseren Lebensmitteln wirklich nicht, wie «mysteries» im Mai 2012 schrieb? Auf Bitte einiger Leser gingen wir der Sache nochmals auf den Grund.
Volker Gaukel vom Karlsruher Institut für Technologie wollte es ganz genau wissen. Für die SWR-Sendung «Odysso» hatte er im Februar 2012 im Labor getestet, ob und wie Mikrowellenstrahlung unsere Nahrung beeinflusst. Kernfrage: Schadet das Garen von Lebensmitteln in der Mikrowelle dem Vitamingehalt? Gaukel erhitzte zu diesem Zweck gefrorenen Spinat – in einer Mikrowelle und im Wasserkochtopf.
Der Spinat aus der Mikrowelle verlor dabei lediglich fünf Prozent der Vitamine, derjenige aus dem Wasser-Kochtopf dagegen über 20 Prozent. Grund: Die Mikrowellen-Erwärmung erfolgt gleichmässiger und damit schonender. Und die übrigen Nährstoffe? Auf diese könne man das Ergebnis guten Gewissens ausweiten, so Gaukel gegenüber «mysteries». «Die Mikrowelle selbst führt nicht zur Zerstörung von irgendwelchen Molekülen.» Es entstünden auch keine gesundheitsgefährdenden Stoffe.
Tatsächlich gebe es bis heute keinen wissenschaftlich akzeptierten Nachweis, dass die Nahrungsmittelzubereitung mittels Mikrowellen schädlich sei. Eine spanische Studie aus dem Jahre 2003, die Gegenteiliges behauptet, werde mittlerweile stark angezweifelt: Zwar würden darin tatsächlich Messwerte aufgeführt, «die zu belegen scheinen, dass bei dem von den Autoren gewählten Mikrowellenverfahren eine erhebliche Verringerung der gemessenen Inhaltsstoffe gefunden wurde», räumt Gaukel ein. «Die Autoren vergleichen eine Mikrowellenerhitzung, eine Dampferhitzung, ein Kochen unter Druck und ein Kochen bei Normaldruck.» Leider sei aber keines der Verfahren derart beschrieben, dass es nachvollzieh-
Vitamine und andere wichtige Nährstoffe bleiben erhalten.
bar wäre, kritisiert der Lebensmitteltechniker. Somit sei eine Bewertung der Verfahren «nicht möglich».
Im Fall der spanischen Studie habe man überdies 150 Milliliter Wasser mit 150 Gramm Broccoli fünf Minuten lang bei 1000 Watt Mikrowellenleistung erhitzt. «Dies ist weit entfernt von einer vernünftigen Anwendung. Ich habe den Versuch nicht nachgestellt, vermute aber mal, dass das Wasser danach vollständig verdampft war und der Broccoli möglicherweise teilweise vertrocknet oder sogar schon verbrannt war», so Gaukel.
Der Experte bleibt deshalb bei seiner Aussage: Eine Mikrowelle, die richtig benutzt wird, erhitzt Lebensmittel schonender, gleichmässiger und damit sogar gesünder als ein normaler Kochtopf. Ist sie unbeschädigt, tritt auch keine Strahlung aus, wie die Stiftung Warentest betont.
fi.
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Der Geheimbund des Märchenkönigs Relik-Bis auf wenige Jahrgänge (2004– 2006) sowie einige weitere Hefte (Hinweise oben) sind viele der bisher erschienenen Ausgaben noch lieferbar – zum Einzelpreis von 7.90 EUR/11.– SFr. (inklusive Porto). Greifen Sie zu, solange der Vorrat reicht! Nach Erhalt Ihrer Bestellung (Postkarte in der Heftmitte) senden wir Ihnen eine Rechnung mit Zahlschein zu. Ihre Schweizer Hellseher Attila mysteries-archiv mysteries-archiv mysteries-archiv archivarchivarchiv archiv Nr. 19 (1-2007) Blasphemie? Forscher wollen Jesus klonen Bilderberger: Schattenregierung manipuliert die Welt Unidentifizierbare DNA: Zwei Haare, die es nicht geben dürfte Kraftlinien in den Alpen entdeckt Johannes von Buttlar meldet sich zurück Woher kannten die Maori Jupiters Ring?
Nr. 20 (2-2007) Betonsteine im alten Ägypten: Fachwelt muss umdenken Gibt es Leben auf unserem Mond?
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Wetterexperimente über unseren Köpfen Das Geheimnis von Pater Ernettis Zeitmaschine
Im Museum des peruanischen Dorfs Andahuaylillas liegt eine ausserirdische Mumie. Das glaubt zumindest ein lokaler Anthropologe. Zusammen mit einem deutschen Privatforscher versucht er dem Rätsel des 50 Zentimeter kleinen Wesens auf die Schliche zu kommen.
Ein merkwürdig deformierter Kopf, grosse Augenhöhlen und auffallend ausgeprägte Kieferknochen: Es ist wahrlich kein schöner, aber dafür ein umso spektakulärerer Anblick, den das Lokalmuseum des peruanischen Andendorfs Andahuaylillas seinen wenigen Besuchern bietet. In einer gut ausgeleuchteten Glasvitrine liegt dort eine kleine Mumie, die manchen Betrachter spontan an eine ausserirdische Kreatur denken lässt. Der skelettierte Leichnam war einst in Decken eingehüllt und misst lediglich 50 Zentimeter. Entdeckt wurde die Mumie vor zwei Jahren auf dem Wiracochan-Hügel, zwei Kilometer vom Zentrum von Andahuaylillas entfernt. Dort existierte vor langer Zeit eine Inka-Siedlung.
Der lokale Museumsdirektor und Anthropologe David Dávila Riquelme ist überzeugt, es hierbei mit einem Wesen extraterrestrischen Ursprungs zu tun zu haben. Anfangs vermutete man zwar noch, es handle sich um die sterblichen Überreste eines Kleinkindes. Doch für den südamerikanischen Wissenschaftler steht inzwischen fest, dass dies nicht stimmen kann. Zu stark unterscheide sich die Mumie von vergleichbaren altperuanischen Toten.
Die Fontanelle in der Schädeldecke sei noch nicht zusammengewachsen gewesen, das vermeintliche Kind könne also höchstens zwei Jahre alt geworden sein, erklärt Riquelme. Und für diese kurze Lebensdauer sei der Schädel doch extrem stark deformiert. Zudem tue sich ein deutlicher Widerspruch zwischen dem vermuteten Alter und der Gebissentwicklung auf: Die Zähne glichen eher denen eines Erwachsenen oder zumindest eines Jugendlichen. Hinzu kämen die «übergrossen Augenhöhlen», die «unnatürliche Nasenform» sowie die «viel zu kleinen Ohren». Ausserdem hat die Mumie nur elf Rippen, der Mensch jedoch zwölf.
Boulevardmedien hatten unlängst verbreitet, dass spanische und russische Mediziner offiziell der Ansicht seien, bei der Mini-Mumie handle es sich um ein Alien. Stimmt nur halb, wie der deutsche Privatforscher Marco Alhelm klarstellt. Er kennt David Dávila Riquelme persönlich und hat den Museumsleiter jüngst erst wieder besucht. Besagte Ärzte seien lediglich Mitglieder einer Reisegruppe gewesen, die sich beim Betrachten des ungewöhnlichen Ausstellungsobjekts entsprechend geäussert hätten, winkte der Peruaner ihm gegenüber ab. Es sei also eine spontane Einschätzung gewesen und keine fundierte wissenschaftliche Einordnung, wie es die Massenmedien glaubhaft machen wollten.
Blick auf die noch nicht zusammengewachsene Schädelfontanelle. Die massive Deformation wirft Fragen auf.
Experten-Besuch im Museum geplant «Ein wissenschaftlicher Beweis zur Festigung der Behauptung, die Mumie sei extraterrestrischen Ursprungs und zeige Charakteristika, die andere altperuanische Mumien nicht aufweisen, steht somit noch aus», betont Alhelm. Gemeinsam mit Riquelme und weiteren Interessierten möchte er nun eine genauere Ausgabe 5/2012 Die Mumie im Museum von Andahuaylillas. Weitere Untersuchungen sollen klären, ob das Wesen aus dem Weltall stammen könnte. (Fotos: Marco Alhelm) Untersuchung in die Wege leiten. Klarheit könnte nicht zuletzt eine DNA-Analyse bringen. Bereits in Kürze soll eine Gruppe von Wissenschaftlern das Skelett vor Ort genauer anschauen.
Auch Marco Alhelm zieht es demnächst wieder nach Südamerika. Für immer. Denn der 32-jährige technische Angestellte will im bolivianischen La Paz ein Reisebüro auf die Beine stellen – zusammen mit seiner Ehefrau, einer studierten Touristikerin, und weiteren Partnern. Spezialgebiet: «Mystery-Touren». Neben bekannteren Stätten wie Tiahuanaco/Puma Punku oder Samai-Werbeplakat pata planen Alhelm und Co. ihrer Kundschaft auch weniger bedes Museums. kannte Orte mit mindestens ebenso faszinierenden und uner- Die deformierklärlichen Relikten zu präsentieren. Zum Beispiel das «andine te Mumie hat Atlantis» oder auch geheime Sammlungen «kurioser schwarzer Ähnlichkeit mit Keramiken».
Alien-Wesen, Zudem will das Team Vorträge organisieren und professionelle wie sie UFO-Fotos und Filme über kontroverse Entdeckungen produzieren.
Augenzeugen «Alles dient der Finanzierung unserer Forschungen, derentwebeschreiben.
gen wir uns auch entschlossen haben, uns dauerhaft in Südamerika niederzulassen», so Alhelm voller Enthusiasmus. «Nur auf diese Weise kann man ernsthafte Recherchen vor Ort betreiben, wie wir im Laufe der Jahre während Dutzenden von Reisen nach Südamerika festgestellt haben.»
red.
Infos: www.agrw-netz.de neu erschienen Der Wissenschaftswahn Rupert Sheldrake Lässt sich die Welt rein mechanistisch erklären? Kommt unser Bewusstsein wirklich aus dem Gehirn? Der berühmte englische Biologe und Bestsellerautor Rupert Sheldrake beweist in seinem provozierenden neuen Werk, dass das materialistische Weltbild nicht mehr haltbar ist. Er zeigt anhand von zehn Dogmen, dass die meisten Forscher an Vorstellungen festhalten, die längst überholt sind. Sheldrake fordert ein neues, grenzüberschreitendes Denken und plädiert für mehr Offenheit und Neugier in den Naturwissenschaften.
«Sheldrake ist ein herausragender Wissenschaftler. Er gehört zu jenen echten, visionären Entdeckern, die in früheren Zeiten neue Kontinente fanden», lobt selbst das wissenschaftliche Fachblatt «New Scientist».
O. W. Barth, ISBN 978-3426292105, EUR 24.99 Diabetes heilen ohne Medikamente Suzy Cohen Diabetes ist eine Volkskrankheit. Viele Menschen leiden daran, ohne es zu wissen – und dies oft mit fatalen Konsequenzen: Ein hoher Blutzuckerspiegel raubt uns die Lebenskraft, zerstört unseren Körper und verkürzt unsere Lebenszeit auf dramatische Weise. Allein in Deutschland sind mehr als sieben Millionen Diabetiker registriert, und die Dunkelziffer ist gross. Längst sind nicht nur Senioren betroffen. Kein Wunder, sprechen Ärzte mittlerweile sogar von der «Volksseuche des 21. Jahrhunderts». Suzy Cohen sagt Ihnen, wie Sie die Vorstufen von Diabetes rechtzeitig erkennen, die Krankheit ohne Medikamente in fünf Schritten heilen sowie die Folgen der Krankheit für Ihre Gesundheit reduzieren können.
Kopp, ISBN 978-3864450280, EUR 19.95 Jesus in Ägypten: Das Geheimnis der Kopten Michael Hesemann Einem Christen kann Ägypten nicht gleichgültig sein. Dorthin flüchtete die heilige Familie nach der Todesdrohung des König Herodes, dort wirkte Jesus seine ersten Wunder, und in der Metropole Alexandria verbreitete Markus das Evangelium. Die Kopten führen diese Glaubenstradition bis heute fort – den Repressalien des längst muslimischen Staates trotzend. Der Historiker Michael Hesemann schildert die bewegte Geschichte der Christen am Nil und besucht auf seiner Reise durch das Land zauberhaft schöne Klöster abseits der Touristenpfade. Er erzählt von mystischen Begegnungen sowie der aktuellen dramatischen Lebenssituation der Kopten, die zunehmend gewalttätigen Übergriffen ausgesetzt sind.
Herbig, ISBN 978-3776626971, EUR 22.99 Kluge Scheisse: Handbuch für Besserwisser Ulrich Magin Wer erfand eigentlich die Büroklammer? Und wo und wann? In welchen Städten gibt es Denkmäler für Seeungeheuer? Was tun, wenn ein Grauer Riffhai angreift? Welches altägyptische Wort, fester Bestandteil des deutschen Sprachschatzes, benutzen wir im Sommer fast täglich? Wie viele Bakterien tummeln sich im Körper des Menschen? Seit wann hat eine Fussballmannschaft elf Spieler, und wie viele waren es eigentlich vorher? Dieses Urlaubstaschenbuch für Besserwisser liefert irrwitzigste Fakten, die niemand braucht und jeder trotzdem will. Ideal zum Stöbern – und schmunzeln. Verfasser Ulrich Magin arbeitet als freier Autor, Lektor und Cartoonist. Neben kritischen Sachbüchern über UFOs oder moderne Sagen hat er auch Romane sowie Artikel für Magazine wie «Reader’s Digest», «Bild der Wissenschaft» und andere Fachzeitschriften verfasst.