News scheinen keinen Spitzenpolitiker zu kratzen. »Ein anderes Verhalten«, gaukelt uns Samsungs brandneuer Werbeslogan vor, nachdem dessen explosive Handys Verletzte gefordert hatten.

Wie viel Unvernunft steckt im Glauben an die Vernunft?

Halleluja, nun ist es so weit: Ab sofort quassle ich dank globaler Zwangsumstellung unserer Telekomriesen ebenfalls mit hochgepriesener IP-Telefonie. Störungsanfälliger, bei Stromausfall nicht erreichbar, teurer – und überdies auch noch besser abhörbar. In der Folge erhielt ich nach Vorauszahlung aller Installationskosten per Post folgende Quittung: »Rechnungsbetrag: 0.00 Franken.

Preis für die Papierrechnung: 3.00 Franken. Plus 2.00 Franken, falls Sie diese Rechnung am Postschalter bezahlen.« KruziÀx! Warum bedeutet Fortschritt auf dieser Welt immer häuÀger Rückschritt? Welcher Schildbürgerstreich folgt als nächstes? Ultramoderne Stromspar-Steckdosen, damit wir alle neue Elektrokabel kaufen müssen? Oder Notebooks und Handys ohne Audiobuchsen, um uns zum Kauf überteuerter Funk-Kopfhörer zu zwingen?

Upps, letzteres ist ja bereits Wirklichkeit. Apple lässt grüssen.

Nicht nur im Apfel steckt der Wurm: Während meine uralte Waschmaschine auf Hochtouren schleudert, streikt mein nagelneuer PC: »Ihr Arbeitsspeicher reicht für diesen Vorgang leider nicht aus.

Es werden 3 GB benötigt. Vorhanden sind aber nur 5 GB!« Hallo?!

Und danach? »›Hilfe- und Support‹ konnte nicht geöffnet werden, da ein Systemdienst nicht ausgeführt wird. Starten Sie bitte ›Hilfe und Support‹, um dieses Problem zu beheben.« Zum Verrücktwerden! Damit nicht genug: »Dies ist eine Nichtfunktion. Windows hat ein neues Gerät erkannt. Das neue Gerät konnte aber nicht erkannt werden.« Und später? »Es ist ein Fehler aufgetreten. Wegen eines weiteren Fehlers kann dieser Fehler leider nicht angezeigt werden.« Und zum Schluss? »Ihre Tastatur reagiert nicht. Drücken Sie bitte irgendeine Taste, um fortzufahren.« Autsch!

Einst haben wir jede jährliche Software-Aktualisierung bejubelt. Heute fürchten wir jede wöchentliche Verschlimmbesserung. Weil nach jedem Update Bewährtes nicht mehr funzt und Unbewährtes gegen Bezahlung neu installiert werden muss. Zufall? Absicht! Und so lassen sich GraÀkprogramme wie »Photoshop« oder »InDesign« des US-Marktriesen Adobe neuerdings nicht mal mehr kaufen, sondern nur noch als virtuelle Cloud-Versionen zum Wucherpreis mieten. Damit Regierungen schneller an unsere Daten gelangen?

Ich bleibe dabei: Gegen die Moderne wirkt das Mittelalter wie Utopia. Seit der Mensch denken kann, misstraut er dem Blick in den Spiegel. Wir müssen uns vor nichts fürchten, ausser vor uns selber. Acht Personen auf unserem Erdball besitzen laut neuester Statistik mit 426 Milliarden Dollar mehr Geld als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Für Stossgebete des kleinen Mannes hat die heutige Elite kein Gehör. Die göttliche Hotline ist überlastet, die irdische Hotline kostenpÁichtig. Und die lukrativsten aller Fake»Fortschritt ist für jedermann«, posaunt VW-Tochter Audi, ohne den Abgasbeschiss des Mutterkonzerns zu erwähnen. Und als»Durst-Inspiration« lobpreist Pepsi sein luxuriöses»Life Water«, das Verdurstende in Afrika nie zu Gesicht bekommen werden.

Fünf Millionen Dollar pro TV-Spot liessen sich besagte Konzerne ihre scheinheiligen Versprechen beim Super-Bowl-Finale 2017 kosten! Zur Erinnerung: Auf der Rückseite derartiger Slogans drucken »Stern« oder »Focus« seit Jahren ihre Stories. Ohne Werbelügen kein »unabhängiger« Journalismus. Schizophren, oder nicht?

Und »mysteries«? Seit bald 15 Jahren budgetieren wir ohne Werbeeinnahmen, um unsere Seele nicht zu verkaufen. Trotz Verlust.

Wie viel Unvernunft steckt im Glauben an die Vernunft?

Wussten Sie überdies, dass Deutschlands Springer-Presse seine umstrittenen Konzernleitlinien nach der Fusion mit Ringiers Zeitschriften nun auch Schweizer Journalisten diktiert? Wörtlich: »Wir treten ein für Freiheit, Rechtsstaat, Demokratie und ein vereinigtes Europa. Wir unterstützen das jüdische Volk und das Existenzrecht des Staates Israel. Wir zeigen unsere Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.« Nur eine Empfehlung? Oder eine juristisch verbindliche Vorgabe, bei deren Nichteinhalten Reportern die Kündigung droht? Kein Ringier-Sprecher wollte mir dazu eine konkrete Antwort geben. Wie notierte Marcel Pagnol einst leise und weise: »Im Leben lernt der Mensch zuerst das Gehen und Sprechen. Später lernt er dann stillzusitzen und den Mund zu halten.« Und irgendwo da draussen besucht Donald Trump derweil einen grossen amerikanischen Schweinemastbetrieb und lädt dazu handverlesene Medienvertreter ein. »Achtet unbedingt auf eine möglichst korrekte Bildunterschrift!«, ermahnt er die anwesende Fotografenschaft mit erhobenem ZeigeÀnger angesichts all der unzähligen Ferkel.»Geht klar!«, grinst einer der Paparazzi. Am nächsten Tag erscheint sein Schnappschuss in der Presse. Bildunterzeile: »Präsident Trump, siebzehnter von links.« Luc Bürgin (Herausgeber)

Ein schwarz-weißes Bild eines Fingerabdrückens.
Ein Bild einer Unterschrift, die "Vertrag" sagt
Ein Mann mit Baseball-Mütze auf dem Kopf.
Redakteurel in Weiß auf schwarzem Hintergrund geschrieben

Erwartet uns 2017 ein himmlisches Wunder oder ein höllisches Unglück?

Wovor wollte uns die Jungfrau Maria vor 100 Jahren warnen?

Was ereignet sich 2017 in Fatima? Zählt Papst Franziskus zu den letzten Pontifexen der Geschichte? Oder lehrt uns die Vernunft doch noch eines Besseren? Glaubt man den vom Vatikan ofÀziell als Wunder beglaubigten Weissagungen von Schwester Lucia (Foto unten) erwartet die katholische Kirche in naher Zukunft Erschütterndes.

von Sven Berger Fatima-Wunder. Eines der wenigen authentischen Fotos vom 13. Oktober 1917.

ird 2017 für die Christen zum Schicksalsjahr? Bringt uns der symbolträchtige 13. Mai Glück oder Un-Wglück? Neapels Katholiken jedenfalls befürchten das Schlimmste. Zum ersten Mal seit 1980 verÁüssigte sich das eingetrocknete Blut des Heiligen Januarius am 16. Dezember 2016 im dortigen Dom nicht. Das Ausbleiben des überirdischen Wunders gilt den italienischen Kirchenoberen als böses Omen für die Zukunft. Umso mehr, als auch das Jesus-Grab in der Grabeskirche von Jerusalem jüngst zum ersten Mal seit 1555 geöffnet wurde. Ein Sakrileg?

Apropos Unheil: Kennen Sie das Dritte Geheimnis von Fatima im päpstlich beglaubigten Wortlaut? »Ist das nicht jene Marien-Prophezeiung, die uns der Vatikan seit Jahrzehnten vorenthält?«, wird sich selbst so mancher gläubige Katholik fragen. Jein. Tatsache ist: Ab dem 13. Mai hatten die drei Hirtenkinder Lucia dos Santos, Jacinta Marto und Francisco Marto 1917 anlässlich mehrerer Marienerscheinungen bei Fatima in Portugal von der Gottesmutter heilige Botschaften empfangen.

Dies zuletzt unter den Augen von Zehntausenden von Gläubigen.

Prophezeiungen, die auf Geheiss Mariens erst später veröffentlicht werden durften.

Das Heiligtum von Fatima in Portugal gilt heute nach Lourdes als zweitgrösster Wallfahrtsort Europas. 2017 feiert es den 100. Jahrestag der Marienerscheinungen. Am 13. Mai 2017 wird auch Papst Franziskus dem Ort – trotz Terror-Gefahr – im Beisein unzähliger Gläubigen seine Referenz erweisen und die 2005 verstorbene Lucia in der Folge wohl selig sprechen. Dies im selben Jahr, in dem die Lutheraner ihre 500-Jahr-Feier zur Reformation begehen und die von Erzkatholiken verteufelten Freimaurer ihr 300-Jahr-Bestehen feiern. Ganz zu schweigen von den Russen und ihrer Oktober-Revolution vor 100 Jahren oder dem 600-Jahr-Jubiläum des visionären Schweizer Mystikers Niklaus von Flüe (Bruder Klaus). Zugeschrieben wird ihm nicht zuletzt die von etlichen Augenzeugen beglaubigte Himmelserscheinung einer »göttlichen Hand« am Fatima-Tag, dem 13.

Mai 1940 über Waldenburg, welche die Schweiz vor deutschen Invasoren beschützt haben soll (»mysteries« Nr. 5/2010).

Am 13. Mai 2017 werden zudem Heerscharen von Gläubigen zur Mariensäule auf dem Münchner Marienplatz pilgern – zum 100-Jahr-Jubiläum ihrer Patrona Bavariae – einem Marienfest, das seit 1917 in allen bayerischen Bistümern gefeiert wird.

Ebenfalls am 13. Mai 2017 jährt sich in Österreich der 300. Geburtstag von Kaiserin Maria Theresia. Und im schweizerischen Marienwallfahrtsort Einsiedeln gedenkt man gleichzeitig des 200-Jahr- Jubiläums des Wiederaufbaus der dortigen Gnadenkapelle.

Kurz: Die weltweite Marienverehrung erfährt 2017 einen historischen Höhepunkt. »Ist das alles bloss purer Zufall? Oder verbirgt sich in seltsamen Zufällen die Handschrift der göttlichen Vorsehung?«, fragt sich derzeit nicht nur der Düsseldorfer Kirchenhistoriker Michael Hesemann.

UFO-Erscheinung im Zickzack-Flug Über 50’000 Menschen hatten den Visionen nahe Fatima nachweislich beigewohnt und am 13. Oktober 1917 in der portugiesischen Cova da Iria ein bis heute unerklärliches »Sonnenwunder« erlebt, in dessen Rahmen sich eine eindrückliche UFO-artige Erscheinung zickzackartig auf die Masse zubewegt haben soll. Ein päpstlich beglaubigtes Himmelswunder, das Wissenschaftlern bis heute Kopfzerbrechen bereitet.

In seinem Buch »Das Sonnenwunder von Fatima« liess John M. Haffert 1961 viele damals noch lebende Augenzeugen mit Namen und Bild ausführlich zu Wort kommen. Darunter Dominic Reis aus Holyoke (Massachusetts), der vor laufender Kamera Ausgabe 2/2017 11 Verbergen sich in all den Zufällen die Zeichen göttlicher Vorsehung?

Auskunft gab. Reis hatte sich 1917 knapp 30 Meter entfernt von den drei Kindern aufgehalten. »Starker Regen!«, berichtete er, wie etliche andere. »Dann hörte der Regen plötzlich auf. Die Sonne begann am Firmament von einer Stelle zur anderen zu rollen, die Farben wechselten von blau zu gelb und zu vielen anderen Farben. Dann sahen wir, wie die Sonne auf die Kinder zukam. Alle schrieen laut auf.

Manche begannen ihre Sünden zu beichten.

Und wir sahen, wie die Sonne direkt in die Bäume fuhr. Die Leute um mich dachten, das Ende der Welt sei gekommen.« Erst 1941 brachte Lucia dos Santos (1907–2005), als Nonne und letzte Überlebende der Seherkinder, ihr zuvor verbranntes, prophetisches Wissen erneut zu Papier und händigte ihre versiegelten Texte dem Bischof von Leiria aus. Am 13. Mai 1942 wurden die ersten zwei Geheimnisse vom Vatikan veröffentlicht.

Auffällig präzise sagte die Gottesmutter darin Aufstieg und Fall der Sowjetunion, den Zweiten Weltkrieg und die an ein Wunder grenzende Bekehrung Russlands voraus. Dennoch blieben Lucias Prophezeiungen umstritten.

Versiegelter Brief im Vatikanischen Geheimarchiv Und das dritte Geheimnis von Fatima? Lucia schrieb es 1944 nieder, mit der Bitte ihre Botschaft nicht vor 1960 zu veröffentlichen – aus Angst, falsch verstanden zu werden. Der versiegelte Umschlag wanderte in das Vatikanische Geheimarchiv. Aus Respekt vor den öffentlichen Konsequenzen hielt die Kurie in der Folge länger dicht als es vielen Gläubigen lieb war. Denn in der dritten Prophezeiung wurde der Untergang der katholischen Kirche beschrieben!

Ausgerechnet am symbolträchtigen 13. Mai 1981, dem Jahrestag der Erscheinung, war überdies Papst Johannes Paul II.

auf dem Petersplatz angeschossen worden. Auch er entschied sich, Lucias Botschaft der gläubigen Christenheit vorzuenthalten, weil er deren Zeilen etwas gar voreilig auf sich selber bezog.

Erst der damalige Kardinal und spätere Papst Joseph Aloisius Ratzinger liess die dritte Prophezeiung am 26. Juni 2000 nach Jahrzehnten der Geheimhaltung endlich veröffentlichen (»Wer glaubt, dass die prophetische Mission Fatimas beendet sei, irrt sich.«). Im päpstlich beglaubigten Wortlaut nachgelesen werden kann Mariens Weissagung im neuen Sachbuch von Michael Hesemann (»Das letzte Geheimnis von Fatima«). Ergänzt von einem graphologischen Gutachten, das die Handschrift zweifelsfrei Lucias persönlicher Feder zuordnet.

Nun reist Papst Franziskus, der am 13.

März 2013 – ebenfalls einem so genannten Fatima-Tag – zum neuen katholischen Oberhaupt gewählt worden war und sein PontiÀkat ausdrücklich unter den Schutz der Gottesmutter von Fatima stellte, am 13. Mai 2017 persönlich an den historischen Ort der Geschehnisse. Unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen, begleitet von etlichen Bodyguards. Bleibt die Frage, vor welchem Schicksal die Gottesmutter ihn – und uns? – vor 100 Jahren warnen wollte?

Anbei die Originalübersetzung der dritten Prophezeiung von Fatima, wie sie Schwester Lucia 1944 wörtlich niederschrieb:»Und wir sahen in einem ungeheuren Licht ›etwas das aussieht, wie Personen in einem Spiegel, wenn sie davor vorübergehen‹, einen in Weiss gekleideten Bischof (…) verschiedene Bischöfe, Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen einen steilen Berg hinaufstiegen, auf dessen Gipfel sich ein grosses Kreuz befand aus rohen Stämmen wie aus Korkeiche mit Rinde.

Bevor er dort ankam, ging der Heilige Vater durch eine grosse Stadt, die halb zerstört war, und halb zitternd mit wankendem Schritt, von Schmerz und Sorge gedrückt, betete er für die Seelen der Leichen, denen er auf seinem Weg begegnete. Am Berg angekommen, kniete er zu Füssen des grossen Kreuzes nieder.

Da wurde er von einer Gruppe Soldaten getötet, die mit Feuerwaffen und Pfeilen auf ihn schossen. Genauso starben nach und nach die Bischöfe, Priester, Ordensleute und verschiedene weltliche Personen, Männer und Frauen unterschiedlicher Klassen und Positionen…« ■

Sonnenwunder im Oktober 1917: Zehntausende verfolgten das himmlische Spektakel bei Fatima.

Ein helles Licht, das durch die Wolken scheint.
Ein Mann und eine Frau sitzen in Stühlen in einem Raum.
Ein schwarz-weißes Bild mit den Worten "Erwartel uns 2017" in der Mitte.
Ein schwarz-weißes Bild aus einer Reihe von Wörtern.
Ein schwarz-weißes Bild eines weißen Kreises.
Ein Bild eines bewölkten Himmels mit der Sonne, die durch ihn scheint.
Ein Bild eines bewölkten Himmels mit blauem Himmel.
Eine Gruppe von Leuten, die sich umgeben.
Ein Bild eines blauen Himmels ohne Wolken.
Ein rosa-weißer Hintergrund mit viel Licht.
Eine große Menge von Menschen, die auf einem Feld stehen.
Ein blauer Himmel mit Wolken.
Ein paar junge Mädchen stehen nebeneinander.

Bis heute verstaubt im Heimathaus von Vöcklabruck in Österreich ein geheimnisumwittertes Eisenrelikt. Seit 50 Jahren hat es kein Labor mehr unter die Lupe genommen – obwohl moderne Analysetechniken neue Aufschlüsse bringen könnten.

1885: In der Eisengiesserei »Isidor Braun« im österreichischen Schöndorf bei Vöcklabruck werden Braunkohleplatten aus einer örtlichen Bergbaugrube angeliefert. Einer der Mitarbeiter staunt nicht schlecht, als er eines der Stücke zerschlägt: Vor ihm liegt ein 65 mal 60 mal 50 Millimeter grosses Eisenstück – 730 Gramm schwer. Dellenförmige Vertiefungen bedecken die SeitenÁächen: ein Hinweis auf dessen künstliche Bearbeitung.

Die Kohle, in der sich das Stück befunden haben soll, wird auf etliche Jahrmillionen datiert.

Aufgrund der ungewöhnlichen Fundumstände spricht sich die Neuigkeit schnell herum. Nach einem Vortrag des Geologen Adolf Gurlt am 7. Juni 1886 vor der»Niederrheinischen Gesellschaft für Naturund Heilkunde« in Bonn werden auch Mystery-Forscher auf das Fundstück aufmerksam. Charles Fort erwähnte es bereits 1919 in seinem»Buch der Verdammten«. Handelte es sich um eine Fälschung?

Oder um ein Überbleibsel einer versunkenen Zivilisation?

»Mit Sicherheit kein Meteorit« 1974 wurde das Stück vom Münchner Ingenieur Adolf Schneider kritisch unter die Lupe genommen. Dennoch wird bis heute im Internet kolportiert, es handle sich dabei um einen Meteoriten.

Gleichzeitig kursieren Berichte, das Relikt sei inzwischen verschwunden. Beides ist falsch! »Der Eisenfund ist nach wie vor im Depot unseres Heimathauses vorhanden«, stellt Kurator Helmut Kasbauer gegenüber »mysteries« klar und übersandte dazu aktuelle Fotos: »Nach Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass es sich nicht um einen Meteoriten handelt. Daher ist das Eisenstück auch nicht im Museum ausgestellt.« Bereits 1950 hatte ein Geologe vom Landesmuseum Linz das Objekt analysiert. Resultat: Der Eisenfund zeigte »keine ›Widmannstättischen Linien‹, wie sie bei einem Meteoriten zu erwarten wären«. Gemäss der Geologischen Bundesanstalt in Wien, die das Relikt 1966/1967 erneut analysierte, besteht das Fundstück zudem aus Eisen mit wenig Mangan und MangansulÀden.

Kein Nickel, kein Kobald, kein Chrom: Reines Gusseisen.

Und die Behauptung, dass das künstliche Artefakt aus einer uralten Kohleplatte zum Vorschein kam? Dafür gebe es leider keine konkreten Beweise, bedauern Skeptiker und stellen die überlieferten Fundumstände in Frage. Diese seien »1886 ohne Überprüfung übernommen worden«. Wie Kurator Kasbauer ergänzt, geben die zitierten Untersuchungen den aktuellen Wissensstand zum Thema wieder. Weitere Untersuchungen hätten in den letzten 50 Jahren nicht stattgefunden, trotz mittlerweile weitaus fortgeschrittenerer Analysemethoden.

Tomas Hrico ■

Eine schwarze Nuss sitzt auf einer weißen Oberfläche.
ein braunes Objekt auf einer weißen Oberfläche
Ein schwarzer Bildschirm mit weißen Worten darauf.

will. Per Mail erhielten wir über Umwege wissenschaftliche Gutachten, die sich bei näherer Überprüfung jedoch als Fälschungen entpuppten. Wurde bewusst mit falschen Karten gespielt? Oder ist das Stück doch mehr wert? Derzeit soll sich das umstrittene Relikt in Russland beÀnden. Ob es die Öffentlichkeit jemals wieder zu Gesicht bekommen wird?

red. ■

Ein Bild eines weißen Tuchs auf einem Tisch.
Ein schwarz-weißes Bild einer Wand.
Ein Stück Papier mit Schrift darauf, das jemand in weißen Handschuhen hält.

Bolliers »Persilschein« von 2004. Erst auf Druck von Journalisten rückte die Schweizer Bundesanwaltschaft das Dokument heraus.

Ein Mann malt ein Bild auf einem Brett.
Ein leeres Bild eines schwarz-weißen Bildschirms.
Ein Dokument mit einem Stempel, auf dem steht: Zum Verdacht der Geilfenschaft zu Mord.
Ein Bild eines Zahns mit weißem Hintergrund.
Ein Blick auf eine in Wolken bedeckte Bergkette.
Ein Bild eines Bergketten mit einem Sonnenuntergang im Hintergrund.
ein verschwommenes Bild von einem schwarz-weißen Hintergrund
Ein helles Licht scheint durch die Wolken am Himmel.
Ein weißer Kreis auf schwarzem Hintergrund.
ein schwarz-weißes Bild einer Hand im Dunkeln
nicht beantworten
Ein schwarz-weißes Bild einer Reihe von Regalen.
Ein großer Bildschirm mit einer deutschen Botschaft darauf.
Ein leeres Bild auf einem schwarzen Hintergrund.
Ein Plakat eines Kampfflugzeugs, das über einen Berg fliegt.
ein schwarz-weißes Foto eines schwarzen Lochs