Obskures Monument Zehn Gebote für eine neue Weltordnung
»Reduziere die Menschheit auf unter 500 Millionen und lass der Natur mehr Raum.« Diese und weitere seltsame Gebote für unsere Zukunft Ànden sich auf einem geheimnisvollen Granitmonument in den USA – in acht verschiedenen Sprachen. Stecken die Illuminaten dahinter?
Seite 12 Das spezielle Leben von Tanja B.
Erlebnisse der unheimlichen Art Seit ihrer Kindheit pÁegt eine junge Bayerin Kontakte mit der Anderswelt: Sie hat Vorahnungen, die sich bewahrheiten und erlebt Poltergeister. Mehr auf Seite 52 Phantomexplosionen und Himmelstrompeten Höllenkrach aus heiterem Himmel Immer öfter erschüttern ohrenbetäubende Explosionsgeräusche unsere Welt – und niemand weiss, warum. Geheimexperimente?
er grauhaarige Besucher trug einen eleganten Anzug und sprach Dwie ein Gebildeter. Er war eher dünn und hatte eine Glatze. Sein Name sei Robert C. Christian, stellte er sich höflich vor. Doch sei dies nur ein Pseudonym.
Er wolle anonym bleiben.
Zeit seines Lebens erinnerte sich der mittlerweile verstorbene Joe Fendley an jenen geheimnisvollen Mann, der ihn im Juni 1979 aus heiterem Himmel seine Aufwartung gemacht hatte. Fendley war damals Chef der grössten GranitverarbeitungsÀrma im Städtchen Elberton im US-Bundesstaat Georgia. Kaum sonstwo werden derart viele Granitprodukte hergestellt wie in diesem 4500-Seelen-Dorf in den südlichen USA.
»Der Fremde sagte mir, er wolle ein Monument in Auftrag geben.« Der Preis spielte offenbar keine Rolle. Fendley: »Ich wusste nicht, ob er es ernst meinte, deshalb nannte ich ihm einen übertrieben hohen Betrag. Doch das schreckte ihn nicht ab.« Robert C. Christian machte eine Anzahlung und erwarb kurz darauf bei einer Bauernfamilie in der Nähe ein geeignetes Grundstück. Gleichzeitig lieferte er detaillierte Pläne, wie seine »Georgia Guidestones« aussehen sollten.
Im März 1980 wurde Christians imposantes Monument feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Schon damals brodelte die Gerüchteküche: Wer war der mysteriöse Mäzen? Warum machte er rund 300'000 Dollar für dieses Mahnmal locker? Christian verschwand noch vor der Steinsetzung von der BildÁäche und hinterliess ein formgewaltiges Rätsel, das bis heute niemand lösen kann.
Ausgabe 3/2014 13 5. Schütze die Menschen und Nationen durch faire Gesetze und gerechte Gerichte.
6. Lass alle Nationen ihre eigenen Angelegenheiten selber und intern regeln und internationale Streitfälle vor einem Weltgericht beilegen.
7. Vermeide belanglose Gesetze und unnütze Beamte.
8. Schaffe ein Gleichgewicht zwischen den persönlichen Rechten und den gesellschaftlichen PÁichten.
9. Würdige Wahrheit – Schönheit – Liebe im Streben nach Harmonie mit dem Unendlichen.
10. Sei kein Krebsgeschwür für diese Erde. Lass der Natur Raum. Lass der Natur Raum.
Eine gut gemeinte Anleitung für eine bessere, friedvollere Welt, wie etwa John Lennons Witwe Yoko Ono glaubt? Oder stecken dunklere Kräfte dahinter? Ist die Botschaft gar prophetischer, vielleicht sogar apokalyptischer Natur? Nicht minder rätselhaft macht die Angelegenheit eine Granittafel, die direkt neben dem Monument im Boden eingelassen wurde – laut Aufschrift gesponsert »von einer kleinen Gruppe Amerikaner, die das Zeitalter der Vernunft anstreben«. Ihr zufolge ist dort sechs Fuss unterhalb der OberÁäche eine Zeitkapsel für die Zukunft versenkt worden – »platziert am … zu öffnen am …«.
Warum keine Zeitangaben? Weil dies als Aufforderung an die lokale Bevölkerung verstanden worden sei, zukünftigen Generationen etwas zu hinterlassen – diese aber schlicht keine Lust Wie es ihr Name besagt, sollen die »Georgia Guidestones« der Orientierung der Menschheit dienen und eine Art Anleitung für die Zukunft bieten. Das Monument besteht aus vier jeweils fünf Meter hohen und je 20 Tonnen schweren Granitblöcken, die in Kreuzform ausgerichtet sind, samt einem Pfeiler in der Mitte.
Darüber thront ein weiterer Granitblock. Der imposante Bau erinnert an europäische Megalithbauten der Vorzeit. Gleichzeitig stellen die »Guidestones« eine simple »Sternwarte« dar: Durch Gucklöcher können Uhrzeit und Datum sowie die Position des Polarsterns bestimmt werden.
»Sei kein Krebsgeschwür für diese Erde« Das Eigentümliche an ihnen aber ist weniger ihre Form und Position als vielmehr die schriftliche Botschaft, die um 1980 in die Granitpfeiler geritzt wurde. Auf jedem der vier Hauptblöcke stehen Gebote – jeweils zehn an der Zahl, in acht verschiedenen Sprachen: Englisch, Spanisch, Swahili, Hindi, Hebräisch, Arabisch, Altchinesisch und Russisch. Übersetzt lauten sie wie folgt: 1. Halte die Menschheit unter 500 Millionen in fortwährendem Gleichgewicht mit der Natur.
2. Lenke die FortpÁanzung weise, um Tauglichkeit und Vielfalt zu verbessern.
3. Vereine die Menschheit mit einer neuen, lebendigen Sprache. 4. Beherrsche Leidenschaft – Glauben – Tradition und alles sonst mit gemässigter Vernunft.
»Georgia Guidestones« im Süden der USA. Obwohl erst 1980 errichtet, bleibt die wahre Absicht ihres anonymen Erbauers bis heute im Dunkeln.
Auch für Araber und Asiaten lesbar. Nahaufnahme der in Stein gemeisselten Gebote.
darauf hatten, wie Einheimische heute gelangweilt abwinken. Das hinderte misstrauische Geister freilich nicht daran, ihre Schaufeln zu zücken und die Erde rund um die Platte unlängst abzutragen. Offensichtlich erfolglos.
Faktum ist, dass die»Guidestones« zunehmend mehr lokalen Bürgern ein Dorn im Auge sind, ebenso wie manchen Besuchern. Schmierereien und Vandalenakte häufen sich, je bekannter das Monument wird. Bereits 2008 wurden die Steine durch GrafÀti verschandelt: »Stoppt die neue Weltordnung, wir sind nicht eure Sklaven!« sprayte ein radikaler US-Patriot damals.
Zu den lautesten Kritikern des Monuments zählt der aufmüp- Àge US-Journalist Alex Jones (40). In seinem Film »Endgame« bezeichnete der streitfreudige Wahrheitssucher die »Guidestones« 2007 als »kaltes Testament für die heilige Mission der dunklen Weltelite«. Und Mark Dice, ebenso kontroverser Gefolgsmann von Jones, glaubt, dass die neuzeitlichen Gebotssteine die biblischen Gesetze verhöhnten. Sie seien satanischen Ursprungs und sollten deshalb dem Erdboden gleichgemacht werden.
Dice und Co. interpretieren die Gebote wie folgt: Gebot Nr.
6 propagiere die Schaffung eines Weltgerichts, was der erste Schritt zur totalen Kontrolle der gesamten Menschheit durch die Elite darstelle. Gebot Nr. 4 stifte dazu an, Religionen zu unterdrücken. Ähnliches wolle Gebot Nr. 3: Dieses führe dazu, dass auf der Erde nur noch eine Sprache gesprochen werde, was ein Affront gegenüber Gott sei, wie die Geschichte vom Turmbau zu Babel gezeigt habe. Und die Gebote Nr. 1 und 2 erinnerten an die Machenschaften der Nazis: Die Zahl der Menschen solle kontrolliert und die FortpÁanzung gelenkt werden, was Eugenik und Massenmord gleichkomme.
Beschwören die »Guidestones« tatsächlich eine Zukunft herauf, in der nur die Schönsten und Besten überleben, alle dasselbe glauben und dieselbe Sprache sprechen? Propagieren sie Einfalt statt Vielfalt? Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Einige Leute glauben jedenfalls, dass das Monument ein Werk der Rosenkreuzer ist. Bester Hinweis dafür sei der Name des Erbauers: Robert C. Christian. Ähnlich hiess auch der legendäre deutsche Begründer des mysteriösen Rosenkreuzer-Ordens, der im 15. Jahrhundert gewirkt haben soll: Christian Rosencreutz.
Dachte ein neuzeitlicher Rosenkreuzer an den alten »Meister«, als er sein Pseudonym wählte? Oder sind die Ähnlichkeiten reiner Zufall? »Nein«, sagt der US-Historiker Raymond Wiley, der kürzlich ein Buch über das Monument mit dem Titel »The Georgia Guidestones: Americas Most Mysterious Monument« veröffentlichte. »Ich persönlich denke, dass der geheimnsivolle Fremde tatsächlich den Rosenkreuzern oder einer ähnlich orientierten esoterischen Vereinigung angehörte.« Die Rosenkreuzer waren ursprünglich christliche Mystiker, die zur Zeit der Aufklärung im 17. Jahrhundert reformatorische Schriften verteilten. Sie gelten als Vorläufer der Illuminaten und Freimaurer. Unzählige Gruppierungen und Personen auf der ganzen Welt agieren und agierten in ihrem Namen – von eher milden Esoterikern wie Rudolf Steiner über berüchtigte Okkultisten wie Aleister Crowley bis hin zu fanatischen Sekten wie die der Sie alle verbindet dasselbe Symbol: Ein goldenes Kreuz mit einer Rose in der Mitte. Es steht für den geistig gereinigten Menschen. »Zufälligerweise« stellen die »Guidestones« von Georgia von oben betrachtet denn auch ein leicht verschobenes Andreaskreuz dar – das ursprüngliche Symbol der Rosenkreuzer.
Eine weitere Verbindung ist die Zahl Sieben: Sie Àndet sich sowohl bei den Rosenkreuzern als auch beim Monument immer wieder. So sind die »Guidestones« am Highway 77 gelegen, stehen rund 750 Meter über Meer, die Ranch in der Nähe trägt die Nummer 77 und die Dimensionen der Steine – fünf auf zwei Meter – ergeben zusammen sieben.
Bei den Rosenkreuzern taucht die Sieben bereits in der Geschichte über Christian Rosencreutz auf. Die makabre Erzählung erstreckt sich über eine Zeitspanne von sieben Tagen. Rosencreutz nimmt an einer Hochzeit teil, die in einem Blutbad endet: Eine Königsfamilie wird geköpft. Ihre Überreste werden daraufhin in sieben Schiffen auf eine abgelegene Insel transportiert und in einen Turm gebracht, der sieben Stockwerke umfasst.
Ebenfalls für die Rosenkreuz-Connection spricht, dass die Bewegung mittlerweile vermehrt die Öffentlichkeit sucht. Zuletzt im Ausgabe 3/2014 15 Goldenes Kreuz mit einer Rose in der Mitte Sonnentempler.
Der rätselhafte Fremde gehörte wohl dem Orden der Rosenkreuzer an.
heisse Phase des Kalten Krieges. Die Welt stand immer noch am Rande eines Atomkrieges. Wollte Christian ein Zeichen setzen?
Wollte er die Menschen wachrütteln? Oder dachte er noch weiter? Glaubte er, dass ein nuklearer Zwist unausweichlich sei und einen Grossteil der Menschen auslöschen würde?
Möglicherweise wollte der Mann mit seinen »Guidestones« den Überlebenden einer atomaren Katastrophe tatsächlich Hilfestellungen bieten. Damit sie im postapokalyptischen Desaster Uhr- und Jahreszeit bestimmen können. Damit sie sich mit anderen Überlebenden austauschen können. Damit sie Richtlinien besitzen, nach denen sie künftig weiser handeln können. Damit sie nicht dieselben Fehler begehen wie die Zivilisationen vor ihr.
Was auch immer Robert C. Christians Absicht war: Sein Monument sorgt bis heute für Gesprächstoff. In diesem Sinn hat er sein Ziel erreicht. Denn so obskur manches seiner Gebote auf den ersten Blick auch scheinen mag: Der Ruf nach mehr Gerechtigkeit, weniger Extremismus und mehr Sorge zur Natur kann auch im 21. Jahrhundert nicht oft genug wiederholt werden.
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Die im Boden eingelassene Platte samt (absichtlich?)
Unzählige Kopien erleuchten mittlerweile die halbe Welt Weltweit existieren hunderte Nachbauten der Freiheitsstatue. Allein in Paris stehen vier Kopien. Eine davon ist immerhin 11,5 Meter hoch und beÀndet sich seit 1889 auf der winzigen Seine-Insel »Île aux Cygnes« (Bild rechts).
1998/1999 wurde sie vorübergehend an Japan ausgeliehen. Auch in Bartholdis Heimatstadt Colmar steht seit 2004 eine zwölf Meter hohe Kopie.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/63-pulitzer-durfte-der-enthuellung-nicht-beiwohnen-weil-er-jude-page25-1.jpg2472048Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2014-03-01 12:00:002025-12-15 17:23:36Pulitzer Durfte Der EnthüLlung Nicht Beiwohnen, Weil Er Jude War.
Das grosse Geld macht Kai Mügge mit seinen Spuk-Séancen nicht. Umso mehr versteht sich das Trance-Medium aus Hanau darauf, kritische Beobachter zu verblüffen. Darunter auch »mysteries«, für dessen Herausgeber Mügge wie aus dem Nichts eine kleine Figur materialisierte. Unglaublich, aber wahr.
Der Mann stöhnt wie ein Besessener, hechelt im Rekordtempo, japst und keucht wie eine rasende DampÁok. Eine kleine Ewigkeit geht das nun schon so. »Eine schamanistische Atemtechnik, um mich in Trance zu versetzen«, hatte uns Kai Mügge vor seiner Jenseits-Séance in Basel vorgewarnt. Nun sitze ich am Abend des 6. März mit einigen Interessierten im Kreis – in einem winzigen Raum. Die Fenster abgedunkelt, die Türe mit schwarzem Klebeband abgedichtet. Während Mügge weiter nach Luft ringt, halten wir in den folgenden zwei Stunden Händchen, um sicherzugehen, dass niemand heimlich Schabernack treibt.
Plötzlich fällt das Medium in Trance. Mit brüchiger Stimme meldet sich der verstorbene Parapsychologe Hans Bender durch Kais Körper zu Wort und kündigt Erscheinungen an. Manches hatte ich erwartet, anderes traf mich unvermittelt. Wie schon viele vor mir könnte ich nun seitenlang auÁisten, wie sichergestellt wurde, dass sich keine versteckten Hilfsmittel im Raum befanden oder wie Kai an Armen und Beinen festgehalten wurde, während sich im Raum Phänomene ereigneten (siehe dazu »mysteries«, Nr. 2/2014). Um es kurz zu machen: Trotz Insiderwissen über die Tricks von CopperÀeld & Co. kann auch ich mir nicht erklären, was sich an jenem Abend vor meinen Augen abspielte.
Kai Mügge bei der »Produktion« von Ektoplasma. Weitere Infos über seine Auftritte im Internet unter www.bpv.ch.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/63-ploetzlich-fiel-ein-winziger-buddha-in-meine-hand-page26-1.jpg7991304Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2014-03-01 12:00:002025-12-15 17:23:19»PlöTzlich Fiel Ein Winziger Buddha In Meine Hand«
Ob Feuerwehr, Polizei oder Militär: Seit Jahrzehnten haben Behörden im Falle rätselhafter Explosionsgeräusche ein Problem: Was soll man ofÀziell verklickern, wenn es weder ein Überschallknall, noch ein Erdbeben, ein Meteorit oder ein Knallkörper war? Derzeit kracht es vermehrt über den USA, aber auch in Deutschland. Geheime militärische Experimente? Unbekannte atmosphärische Phänomene? Und weshalb stiften neuerdings auch immer mehr»Himmelstrompeten« Verwirrung? von Tim Ventura
awumm! Ein gewaltiger Knall erschüttert im Januar 2014 die südbadische Gemeinde Steinen. Viele Gebäude zit- Ktern, Fensterscheiben vibrieren, besorgte Bürger alarmieren die Rettungsdienste. Feuerwehr, Polizei und Sanität rücken mit Grossaufgebot aus – und Ànden trotz vagen Berichten über einen »Lichtblitz« am Himmel nicht den geringsten Hinweis auf eine Explosion. Kein Lausbubenstreich. Kein Meteorit, kein Überschallknall, kein Erdbeben (»mysteries« Nr. 2/2014). Der Fall wird ungeklärt zu den Akten gelegt – erleichtert, dass niemand zu Schaden kam.
Beim Blick über den Atlantik wird deutlich, dass der rätselhafte »Phantomknall« im kleinen Steinen kein Einzelfall ist. Besonders in den USA häufen sich derzeit unerklärliche Erd- und Himmelsgeräusche einmal mehr. Gemeldet werden zumeist laute, oft anhaltende Krach-, Knarr- oder Brummgeräusche, welche die Menschen aufschrecken. Sie scheinen wie aus dem Nichts aufzutauchen und lassen sich keinem konkreten Verursacher zuordnen. Und das in fast allen Landesteilen.
Wollten Sie immer schon mal nach Stonehenge? Lassen Sie es bleiben. Denn was Ihnen die Briten dort vorgaukeln, hat mit der historischen Realität ebenso wenig zu tun wie das Dorf der Schlümpfe: Bei so gut wie jedem der Megalithsteine wurde in den letzten hundert Jahren Hand angelegt oder daran herumgedoktert. Je nach Lust, Laune und Zeitgeist. Damit sich heute touristengerecht präsentiert, was einst wohl ganz anders aussah.
Mathias Lang ist ein neugieriger Zeitgenosse. Regelmässig zieht es den badischen »mysteries«-Leser mit seinem Schweizer Reisegefährten Peter Kunz zu fernen historischen Stätten – um vor Ort zu erkunden, was Touristen oft arglos übersehen. Umso verblüffter waren Lang und Kunz, als sie kürzlich aktuelle Fotos von Stonehenge zu Gesicht bekamen. Gross darauf zu sehen: Ein Steinkreis-Megalith (»Nr. 60«), der unter seiner verwitterten OberÁäche den Blick auf einen hässlichen Betonsockel freigibt: Hollywood-Pappkulissen in Stonehenge?
Dass die Megalithenanlage von Stonehenge in Wiltshire bei Salisbury ab 3000 v. Chr. noch vor der ägyptischen Cheopspyramide errichtet wurde, erzählt uns jeder moderne Reiseführer.
Dass sie einst als vorzeitliches Observatorium diente, scheint ebenso unbestritten. Nirgendwo aber fanden die beiden Hobbyforscher in der DatenÁut des Internets oder der Populärliteratur auf die Schnelle auch nur die kleinste Information über den kosmetisch aufgepeppten Stein Nr. 60. Werden Besucher in der englischen Touristenstätte gezielt verschaukelt?
Misstrauisch düsten Mathias Lang, sein Sohn Nico und Peter Kunz im Februar 2014 kurzerhand nach England, um Stone-Stongehenge-Block Nr. 60: Bereits aus der Ferne ist der gegossene Betonsockel am unteren Ende deutlich zu sehen. (Foto: Peter Kunz) Dreiste Abzocke: Die Pu blikation dieses Fotos von Stein Nr. 60 aus dem Jahr 1964 (r.) erlaubte uns »English Heritage« nur gegen Bezahlung von 140 Euro! Dies im Gegensatz zu prächtigen PR-Fotos der Stätte aus moderner Zeit, die Journalisten gratis zur Verfügung gestellt werden.
henge selber unter die Lupe zu nehmen. Trotz neu eröffnetem Besucherzentrum und Touristen-Tuktuk-Bähnchen machte sich beim Trio bald Ernüchterung breit. »Der Durchmesser des äusseren Steinringes misst kaum 30 Meter«, erklärt Lang. Bereits vor Jahrzehnten, so wurde dem Trio überdies bestätigt, war das mystische Monument nach jeweils herrschendem Zeitgeist und Wissen mehrmals renoviert worden. Stonehenge-Stein Nr. 60 beispielsweise, so die behördliche Organisation »English Heritage«, sei 1959 wieder aufgerichtet worden – samt neuzeitlichem Betonstützpfeiler.
Wo einmal provisorisch herumgeÁickt wurde, ist der nächste Pfusch nicht weit. Tatsächlich hat man den vermeintlichen»Steinkreis«, der keiner mehr ist, seit 1900 – und wohl bereits auch zuvor – immer wieder neu verpÁastert: Schon nach der Jahrhundertwende wurden schräg stehende Monolithen gestützt, umgefallene aufgerichtet, im Boden Àxiert, weitere mittels Seilwinden wieder hochgehievt.
Und bereits damals krallte sich die Touristenschar Souvenirs, in Form von Steinstücken, die man aus den Megalithen herausklopfte. Ein Stückchen Stonehenge für jedermann. Im 19. Jahrhundert hatte ein geschäftstüchtiger Schmid den Besuchern sogar Hämmer angeboten, um die Reste von Stonehenge eigenhändig abzutragen!
Kein Wunder, wurden die Rufe nach Erhalt und Sicherung des bekanntesten englischen Denkmals zu Beginn des 20. Jahrhunderts zunehmend lauter. Nicht zuletzt, als kurz zuvor wieder mal ein paar der Riesenbrocken zu Boden gekracht waren. 1915 wurde das Gelände versteigert. Der Käufer vermachte es kurz darauf dem Staate England, der fortan auch die AufsichtspÁicht über den früheren Privatgrund hatte.
Eine leidige Aufgabe, denn die bislang durchgeführten »Sicherungsarbeiten« hatten nicht eben zur Verschönerung der historischen Stätte beigetragen. So wurden die Steine mit »hässlichen Streben aus Stahl und Holz« gestützt, wie der Archäologe Richard Atkinson in seinem Buch »Stonehenge« im Jahr 1956 konstatiert, nachdem er die dortigen Ausgrabungen bis 1964 geleitet hatte.
Bereits um 1900 wurden umgefallene Monolithen wieder aufgerichtet.
Nahaufnahme von Stein Nr. 60: Bereits 1959 wurde hier Hand angelegt, um den erodierten Brocken wieder aufzurichten. Bilder wie dieses findet man in keinem Touristenführer. (Foto: Nico Lang) Ausgabe 3/2014»Ziemlich enttäuscht«: Globetrotter Mathias Lang im Februar 2014 vor den Überresten von Stonehenge.
Gegen Ende des ersten Weltkriegs war auf der Wiese neben dem Steinkreis zudem ein Flugfeld errichtet worden. Atkinson:»Es wird erzählt, dass die Behörden allen Ernstes anfragten, ob das Monument abgebaut werden könne, da die Steine tief Áiegenden Flugzeugen gefährlich werden könnten.« Ausgräber machten alles nur noch schlimmer Bereits 1921 hatte Leutnant William Hawley im »Antiquaries Journal« von ersten Ausgrabungen berichtet: »Der ausgegrabene Schotter war voll von neuzeitlichem Abfall wie zerbrochenem Glas, Geschirr, Pfeifenstielen und anderen Dingen, deren Zahl weiter unten geringer wurde.« Hawley schürfte von 1919 bis 1926 in Stonehenge. Seine Arbeit brachte zwar einige Erkenntnisse über die Geschichte des urzeitlichen Kultplatzes.
Seine Arbeitsweise aber wurde massiv kritisiert.
So schrieb Atkinson später über die Ausgrabungen seines Vorgängers: »Hawleys Besessenheit führte zu einer mechanischen und weitgehend unkritischen Ausgrabungstätigkeit, die weit über den Punkt hinausging, wo sie bedeutende Informationen hervorbrachte.« Das führte dazu, dass »es eine Menge an Fragen rund um Stonehenge gibt, die durch zukünftige Ausgrabungen nie beantwortet werden können, weil Anhaltspunkte und Beweise zerstört wurden«.
Sechs Megalithen wurden während der Ausgrabungen von William Hawley in den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts wieder aufgerichtet. Inklusive Montage von Deckensteinen mit der Hilfe von Kränen. Nach dem Zweiten Weltkrieg schlug Richard Atkinson der zuständigen Behörde eine weitere Restauration von Stonehenge vor, um dabei auch jene fünf Steine gerade zu rücken, die »bekannterweise in den letzten 160 Jahren umÀelen«. Bis 1964 wurde so an Stonehenge erneut herumgedoktert: Neu aufgestellte Steine wurden mit modernsten Methoden zum Stehen gebracht.
Durch Erosion brüchig gewordene Steine mussten von innen mit Beton gestützt und gesichert werden.
Danach kehrte im »aufgeräumten« Trümmerfeld Ruhe ein.
Nach und nach begannen sich die Touristen an die heutige gewöhnen.
Kaum jemand dachte mehr daran, das liebgewonnene neue Bild des vermeintlichen»Urzustands« zu hinterfragen. Am wenigsten daran interessiert waren die Vertreter von »English Heritage«, denen zunehmend mehr Besucher zunehmend mehr Geld in die Kasse spülten.
Dass der trügerische Glanz bis vor kurzem ofÀziell mit keinem Wort kommuniziert wurde, störte nicht zuletzt den britischen Historiker Brian Edwards. Für seine Doktorarbeit an der Universität Bristol grub er uralte Bilder von Stonehenge aus, die zeigten, wie den prähistorischen Megalithen mit Kränen und Postkartenidylle zu Bald begannen sich viele an die trügerische Postkartenidylle zu gewöhnen.
Kaum ein Stein blieb auf dem anderen: Bilder der zahlreichen Restaurierungen um 1920.
Historisches Trümmerfeld (r.): Bereits 1901 wurde in Stonehenge »aufgeräumt«.
Fachberichte darüber sind Mangelware.
Baggern brachial zu Leibe gerückt wurde. »Das Monument ist nicht mehr die Schöpfung steinzeitlicher Menschen«, kritisierte Edwards 2001 gegenüber dem Wissenschaftsjournal »New Scientist«. Vielmehr sei es das, was die Archäologen in den letzten 100 Jahren daraus gemacht hätten. Oder wie der Historiker im Januar 2001 in deutschen Zeitungen nachdoppelte: »Das heutige Stonehenge ist ein Fantasieprodukt.« Man habe die Steine so arrangiert, wie man sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen alten Tempel vorstellte und sei dabei nicht gerade zimperlich gewesen, so Edwards. Kurz: Immer wieder sei in moderner Zeit Hand an die Stätte gelegt worden. Mit einer Schönheitsoperation nach der anderen wurde ihr Gesicht mehrmals aufgefrischt: Archäologisches Botox!
Und so kommentierte selbst das sonst so wissenschaftsfreundliche und hochgelobte Fachjournal »Bild der Wissenschaft« Hauruck-Restaurierung.
Weiteres Foto aus dem Jahr 1920, das verdeutlicht, dass Stonehenge einst ganz anders aussah.
damals kritisch: »In Stonehenge wurde im letzten Jahrhundert jeder Stein mindestens einmal verrückt.« Weitere drei Jahre sollten vergehen, ehe »English Heritage«, als behördliche Kommission zuständig für die PÁege der Stätte, der Kritik endlich Genüge tat. In ihrem Bildband »Stonehenge: AHistory in Photographs« präsentierte sie 2004 erstmals Bilder der Restaurationsarbeiten. Historische FotograÀen, die bis heute für teure Honorare vermarktet werden, obwohl das Copyright darauf – nebenbei bemerkt – längst erloschen ist.
»Enttäuschender, als man es sich vorstellt « In Sachen Öffentlichkeitsarbeit hat die englische Behörde eindeutig Nachholbedarf. Fotos der Restaurierungen aus den 50er-Jahren gäbe es leider nicht. Detaillierter Fragen von »mysteries« entledigte sich Rosie Ryder von »English Heritage« mit dem Hinweis auf den aktuellen Besucherführer. Die farbige Hochglanzbroschüre wurden uns denn auch prompt zugestellt, und das sogar kostenlos. Bezeichnenderweise Àndet sich darin kein einziges (!) der hier abgebildeten Fotos. Die Restaurierungsarbeiten werden in zwei, drei Sätzen abgehandelt.
Und Mathias Lang? Ebenso wie Reisegefährte Peter Kunz verliess er die renovierte englische Kultstätte mit gemischten Gefühlen: »Ich kannte Stonehenge bisher nur von Bildern. Vor Ort ist alles weitaus enttäuschender und kleiner, als man es sich vorstellt. Die neue Besucherführung über einen schmalen Pfad verunmöglicht einen vollständigen Rundgang. Und bei genauerer Betrachtung erscheint die berühmte Stätte aller Restaurierungen zum Trotz wie eine Hollywood-Kulisse: Von vorne eindrücklich aufgepimpt, von der Seite unspektakulär und uninteressant – wie ein angebissener Keks.« Luc Bürgin ■
Trügerischer Schein. Aktuelle PR-Aufnahme des neu eröffneten Besucherzentrums, wie sie Journalisten kostenlos zur Verfügung gestellt wird.
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/63-pfusch-in-stonehenge-so-werden-touristen-fuer-dumm-verkauft-page46-1.jpg8801272Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2014-03-01 12:00:002025-12-15 17:22:08Pfusch In Stonehenge: So Werden Touristen FüR Dumm Verkauft
Welch ein Zufall: Ausgerechnet Putins Russland war bei den Olympischen Winterspielen mit 33 Medaillen die mit Abstand erfolgreichste Nation. Jetzt glaubt der WDR anhand von russischen Dokumenten den Grund dafür zu kennen.
Demnach »dürften zahlreiche russische Sportler bei diesen und zurückliegenden Olympischen Spielen mit einer bisher unbekannten Methode ihre Leistungsfähigkeit gesteigert haben«. Konkret geht es um die Inhalation des Edelgases Xenon»in pharmakologisch wirksamer, hochkonzentrierter Form als Bestandteil eines so genannten Sauerstoff-Cocktails«. Es sei erwiesen, dass Xenon die Ausschüttung des Hormons Erythropoetin (EPO) im Körper bewirke, so der WDR. Die Einnahme von EPO zu Dopingzwecken ist verboten.
Diese vier Herren provozieren unsere Archäologen In Südafrika steht der älteste Kalender der Menschheit. Davon ist zumindest Michael Tellinger felsenfest überzeugt (»mysteries« Nr. 1/2011). Intensiv hat der südafrikanische Buchautor den riesigen Steinkreis in den Wäldern von Mpumalanga an der Grenze zu Mosambik erkundet. 75’000 Jahre alt schätzen Astronomen die Formation. Trotzdem ignorieren die meisten Fachleute »Adams Kalender« bis heute.
Zusammen mit weiteren archäologischen Querdenkern wie Valery Uvarov, Sam Osmanagich und Klaus Dona (v.l.n.r.) plädierte Tellinger (ganz links) im März 2014 auf dem diesjährigen Kongress für Grenzwissenschaften des Hesper-Verlags in Saarbrücken für eine alternative Sicht auf unsere Geschichte. GeÀlmt hat die kontroversen Vorträge Robert Fleischer, der sie in diesem Jahr auf seiner Internet-Plattform nach und nach online stellen wird (www.exopolitik.org).
Star Wars VII: Start der Dreharbeiten!
Endlich gehts los: Bereits im April haben die Dreharbeiten zum neuen »Krieg der Sterne«-Epos unter Regisseur J. J. Abrams (»Lost«) begonnen.
Laut Insiderinfos dürfte der Film rund 35 Jahre nach »Die Rückkehr der Jedi-Ritter« spielen und unter anderem Lukes Sohn ins Zentrum rücken.
Mit an Bord sind deÀnitiv R2D2 und Chewbacca – und wohl auch der »Rasende Falke«, von dem bereits ein originalgetreues 1:1-Modell existieren soll. Gastauftritte von Mark Hamill, Carrie Fisher und Harrison Ford (Luke, Leia und Han) scheinen so gut wie sicher, da die beiden Erstgenannten inzwischen auffällig abgespeckt haben. Möge die Macht mit ihnen sein!
BIZ – Der Turmbau zu Basel Janne Jörg Kipp Die wichtigsten globalen Finanzstrategien und Geld-Entscheidungen werden in einem pompösen Büroturm mitten in der Schweizer Grenzstadt Basel getroffen. Auf exterritorialem Gelände schaltet und waltet dort die geheimste und mächtigste Bank der Welt – die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Dort laufen die Fäden aller Zentralbanken zusammen. Dort wird über unsere Ànanzielle Zukunft entschieden. Angesichts des drohenden Zusammenbruchs der Weltwirtschaft sollten Sie wissen, wer das Steuer in der Hand hält. Finanzexperte Janne Jörg Kipp hat die brisantesten Fakten zusammengetragen. In diesem Buch entwirft er ein unheimliches Szenario, wie die BIZ über die Zentralbanken eine weltweite Währungsreform einleiten könnte.
Kopp, ISBN 978-3864451171, EUR 19.95 Freimaurer – Aufklärung eines Mythos Tom Goeller Was sind die Freimaurer, und wie sind sie entstanden? Wer verbirgt sich dahinter, und warum agieren sie im Verborgenen? Sind sie ein Geheimbund, der magische Rituale zelebriert, eine verschworene Gemeinschaft mächtiger Männer? All diesen Fragen geht der Autor – früher selbst Freimaurer – nach.
Er erzählt die wahre Geschichte der ältesten Geheimgesellschaft der Welt. Er klärt auf, an welchen Verschwörungen tatsächlich Freimaurer beteiligt waren.
Und er zeigt, dass man von Logenbrüdern durchaus auch lernen kann. Denn ob Johann Wolfgang von Goethe, Sigmund Freud, Friedrich II., Charlie Chaplin, George Washington, Gustav Stresemann, Kurt Tucholsky, Oscar Wilde, Theodor Fontane – alle gehörten sie dem Geheimbund an.
Bebra, ISBN 978-3898091039, EUR 16.95 Magisch – Mystisch – Megalithisch Roland Weis und Ramesh Amruth Im Schwarzwald verbergen sich viele steinerne Rätsel: Mauern, Steinkreise, Felskammern, aufgeschichtete Hügel, Wälle und bearbeitete Monolithen.
Bauwerke, deren Sinn und Zweck niemand mehr kennt und deren Erschaffer unbekannt sind. Sie provozieren Fragen und Schlussfolgerungen, die weit über unser vorherrschendes Geschichtsbild hinausreichen. Dieses prächtig gestaltete und bilderreiche Buch führt zu einigen der rätselhaftesten und eindrucksvollsten Fundstellen und folgt den Spuren bis in die vorchristliche Vergangenheit. Der Historiker Roland Weis und der Fotograf Ramesh Amruth leuchten diese fantastische Vergangenheit aus. Es entsteht ein bisher unbekanntes Bild vom Süd- und Hochschwarzwald.
Rombach, ISBN 978-3793050971, EUR 34.00 Heiliges Hollywood Martin Leafe»Möge die Macht mit dir sein « ist der wohl bekannteste Ausspruch der Filmgeschichte. Immer wieder haben sich Regisseure, Produzenten und Autoren erfolgreicher Blockbuster religiöser Ansichten und spiritueller Themen bedient.»Star Wars «,»Spiderman «,»Harry Potter «,»Indiana Jones «,»The Da Vinci Code «,»Herr der Ringe « sind nur einige Beispiele dafür.»Heiliges Hollywood « enthüllt den wahren Kern dieser Filme. Lesen Sie alles über den Archäologen, der für die Figur des Indiana Jones Pate stand, wie die Nazis wirklich nach okkulten Artefakten suchten, welche Bedeutung Jesus Christus für»Frankenstein «,»Spiderman «oder»E. T. «hat – und was Harry Potter mit den Rosenkreuzern, der griechischen Mythologie und der Alchemie zu tun hat. Autor Martin Leafe entlarvt die mystische Strategie Hollywoods und zeigt, wie die Studios religiöse Motive nutzen, um Kassenschlager zu produzieren.
Muhibija Buljubasic (56) aus Bosnien-Herzegowina kann Gegenstände aller Art an seinem Körper haften lassen. Ohne Tricks oder Hilfsmittel. Schuld daran sei »ein inneres Energiefeld«, das er aktivieren könne. Danach klebt nahezu alles an ihm: Metallbesteck, Geschirr, Holzstücke, Handys – ja sogar Bügeleisen.
Entdeckt hatte der Bosnier aus dem Städtchen Srebenik seine ungewöhnliche Gabe vor fünf Jahren, als er in einer Fernsehshow eine Frau sah, die Löffel auf ihrer Haut haften liess. »Ich probierte es selbst aus – und es funktionierte auch bei mir.« Nun will Muhibija Buljubasic den aktuellen Weltrekord toppen.
Denn »Magnetmenschen« wie ihn gibts mehr als man denkt.
Die aktuell verbuchte Guinness-Rekord-Bestleistung der realen»X-Men« hält derzeit ein Ukrainer mit 53 Löffeln, die ohne Hilfsmittel an seinem nackten Oberkörper hängen blieben.
Im Familienkreis habe er selbst es schon auf 55 Besteckteile geschafft, verrät Buljubasic.
Andere dagegen bezichtigen »Magnetmenschen« des Betrugs: Ein bisschen Schweiss, eine rasierte, glatte, unmuskulöse Hautober-Áäche – und fertig sei der faule Zauber. Seltsam nur, dass sich weder der umtriebige Fast alles bleibt an seinem Oberkörper kleben: Muhibija Buljubasic demonstriert seine»anziehende « Wirkung.
deutsche Kriminalbiologe Mark Benecke noch andere Kritiker trotz eifriger Experimente bisher nackt mit 53 Löffeln oder Bügeleisen auf dem Körper fürs Guinness-Buch fotograÀeren liessen – geschweige denn damit vor laufender Kamera herumstolzierten, wie Buljubasic neulich in einem Kurzvideo.
Medizinische Studie könnte Klarheit schaffen»Puder auf die Haut!« forderte bereits der US-Entlarvungspapst James Randi im ähnlich gelagerten Fall von Miroslaw Magola, der sich Metalltöpfe ohne Hilfsmittel an Hände und Stirn heftete (»mysteries« 2/2008). Resultat: Magola puderte eifrig – und dennoch blieben Metallschüsseln an seinen Händen kleben.
Differenzierter beurteilt die Sache deshalb Walter von Lucadou von der Parapsychologischen Beratungsstelle in Freiburg im Breisgau. Schon im Fall von Magola vermutete er gegenüber»mysteries«, dass der Effekt mit dem speziell gearteten Muskelgewebe von »Magnetmenschen« zusammenhängen könnte.»Insofern als sich dieses unter der Haut bei starkem Druck an OberÁächen womöglich quasi automatisch zusammenzieht und so einen Saugnapfeffekt erzeugt.« Um dies zu klären, bedarf es indes weiterer medizinischer Abklärungen – auch im Fall von Muhibija Buljubasic ➤ Video: youtube.com/watch?v=45UgfNXdtC8
https://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/12/63-magnetmann-aus-bosnien-will-neuen-weltrekord-aufstellen-page58-1.jpg433524Not Surehttps://mysteriesdasoriginal.ch/wp-content/uploads/2025/07/LUC_LOGO-1-1030x258.webpNot Sure2014-03-01 12:00:002025-12-15 17:20:01Magnetmann Aus Bosnien Will Neuen Weltrekord Aufstellen
Da staunten selbst altgediente Wetterfrösche: Eine vermeintliche Regenfront in perfekter S-Form! Keine Laune der Natur, wie Australiens Militärs einräumen mussten. Spekulation bleibt dagegen eine mögliche Verbindung zur MH370-Katastrophe.
Registriert hatte die knapp 100 Kilometer von der australischen Westküste entfernte »Regenfront« am 12. Februar 2014 die Radarstation des Wetterbüros von Perth. Dass die S-förmige Struktur alles andere als eine Laune der Natur sein konnte, schien offensichtlich. Also fragte der australische Fernsehsender ABC News beim Verteidigungsministerium nach, ob an der Westküste militärische Operationen durchgeführt würden. Kernfrage: Handelte es sich womöglich um eine so genannte Düppelwolke?
Also um Glasfaser-Aluminimum-Partikel, die Schiffe oder Kampfjets versprayen, um fremde Radare zu täuschen?
Antwort des Militärs: »Das ungewöhnliche Muster, das auf dem Wetterradar erschien«, sei tatsächlich Resultat einer Verteidigungsübung vor der Westküste. Es handle sich um ein »reguläres Training mit Schiffen und Flugzeugen, das dazu dient, ein Kriegsschiff für einen operativen Einsatz vorzubereiten.« Die Übung dauere noch an, hiess es weiter. Die vorherrschenden Wetterbedingungen, ergänzte ein Sprecher scheinheilig, hätten eine »einmalige Gelegenheit geboten, diese Routine-Übung auf dem Wetterradar zu sehen«.
Nähe zum MH370-Absturzort nur ein Zufall?
Der pensionierte US-Marine-Flug-OfÀzier Mark Wood bleibt dennoch kritisch – auch wenn ihm die Düppelerklärung grundsätzlich einleuchtet. Misstrauisch macht ihn vor allem die auffällig markante S-Struktur der Wolke, so Wood gegenüber dem alternativen US-Newsportal »EarthÀles«. Für eine Radar-Täuschung S-Wolke: Verlängert man die Gerade zwischen Perth und ihrem Mittelpunkt nach links, landet man direkt im MH370-Suchsektor.
sei diese Buchstabenform als Tarnung denkbar ungeeignet, da sie als solche selbst für Laien erkennbar sei. Er könne folglich die »taktische Absicht« dahinter nicht verstehen.
Stutzig macht zudem, dass die Geisterwolke kaum 1700 Kilometer vom neu deÀnierten MH370-Absturzsektor entfernt registriert wurde – westlich der australischen Stadt Perth: Verlängert man die Gerade zwischen Perth und dem Mittelpunkt der S-Struktur waagrecht durch den Ozean, landet man direkt im vermuteten Katastrophengebiet. Vielleicht nur ein Zufall. Immerhin liegen zwischen den zwei Ereignissen vier Wochen. Dennoch bleiben beide Vorfälle zumindest teilweise mysteriös. Und so scheinen weitere Überraschungen programmiert.