Reichlich fantastisch muten bis heute nicht zuletzt die Erlebnisse von Ingomar von Lex (Foto) an, mit dem sich »mysteries« vor einigen Jahren unterhalten konnte. Der österreichische Vertreiber von biologischen Nahrungsmittelzusätzen war 1956 als dreijähriger Junge für Stunden im Untersberg »verloren« gegangen.

Der Bub tollte damals oft auf dem Areal des Familien-Anwesens südlich des Berges herum – meist gemeinsam mit Schäferhund Jacky. Eines Tages im Mai waren beide plötzlich weg und konnten trotz stundenlanger Suche nicht aufgefunden werden.

Die Familie war ernsthaft in Sorge – bis Hund und Kind nach fünf Stunden endlich wieder auftauchten. Dem Knaben schien die lange Abwesenheit nicht bewusst gewesen zu sein.

Wie lange er fortgeblieben sei, fragte der Vater, Baron Hjalmar von Lex. »Nur kurze Zeit«, antwortete der kleine Ingomar. Und versicherte: Er und der Hund seien von einem Zwerg in eine Höhle im Berg gef ührt worden – bis hin zu einem See, bei dem sich viele Leute aufhielten. »Höhlenforscher?«, mutmasste der Vater

Etliche Zeitgenossen erlebten am Untersberg bereits Sonderbares. »mysteries« nennt zwei von ihnen beim Namen. Ihre Erfahrungen stehen stellvertretend für viele andere Menschen auf unserem Erdball, die auf die eine oder andere Art bereits mit der Anderswelt konfrontiert wurden.

Ingomar von Lex: »Durchsichtige Wesenheiten im Berginnern« – Abbildung 2
Ingomar von Lex: »Durchsichtige Wesenheiten im Berginnern« – Abbildung 3
Ingomar von Lex: »Durchsichtige Wesenheiten im Berginnern« – Abbildung 4
Ingomar von Lex: »Durchsichtige Wesenheiten im Berginnern« – Abbildung 5
Ingomar von Lex: »Durchsichtige Wesenheiten im Berginnern« – Abbildung 6
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Ticken die Eidgenossen anders? Dieses grossformatige, polizeiliche Verbotsschild prangt direkt beim Schweizer Bahnhof Interlaken-West im Berner Oberland, unweit von Erich von Dänikens Büro. EU-konform ist es mit Sicherheit nicht, dafür aber ein ebenso ernst gemeinter wie amüsanter Hingucker.

TV-Star Günther Jauch: Schelte für ARD & ZDF

Harsche Worte von Günther Jauch: In einem Interview mit dem Internetformat»Reporterfabrik« kritisierte der TV-Star ARD und ZDF.

Dank der BeitragsÀnanzierung stünden die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten nicht unter dem Zwang, Geld verdienen zu müssen, so Jauch:»Eigentlich beste Voraussetzungen«, um ihren Auftrag nach »Bildung, Unterrichtung und Unterhaltung« zu erfüllen. Die besagten Sender seien aber »oft in sich selbst gefangen. Sie schauen zuweilen ängstlich nach links und rechts, sie haben Rundfunkräte, Verwaltungsräte, politische Parteien, manchmal eine Schere, die sie sich selbst im Kopf zusammengebastelt haben. Sie sind – wie überall sonst auch – Karrieristen, die zusehen, wie sie sich verhalten müssen, um in zwei Jahren diesen oder jenen Job zu bekommen.« ARD und ZDF seien deshalb bei weitem »nicht so frei und unabhängig, wie man sie sich von der Konstruktion her vorstellen könnte«.

Geisterschlösser im Niemandsland Sehen wir hier das skurrilste Geisterdorf der Welt (Bild rechts)?

Etwa 200 Kilometer östlich von Istanbul liegt Burj Al Babas. An die 500 identisch aussehende Romantik-Schlösschen nach französischem Vorbild stehen hier mitten im Nirgendwo. Investoren wollten die Bauwerke ursprünglich an reiche Touristen aus Fernost verhökern. Noch heute werden die »Disney-Schlösser« feilgeboten: Ab 370'000 US-Dollar sind Sie dabei! Doch kaum jemand interessiert sich für die kuriosen Immobilien. Folge: Der ehemals potente Bauherr hat Konkurs angemeldet – und die Gebäude verrotten unbewohnt in der Landschaft.

Ausgabe 2/2019

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Wie bitte?!

»Das scheint tatsächlich die erste neue Entdeckung in der Cheopspyramide seit vielen Jahrhunderten zu sein!« (SRF, 2019)

Falschaussagen (siehe oben). Wieso wurde die Öffentlichkeit einmal mehr für dumm verkauft?

Die tägliche InformationsÁut raubt uns den Blick aufs Wesentliche. Bereits im November 2017 dokumentierten internationale Experten in der Fachzeitschrift »Nature«, dass sie einen gigantischen, bislang völlig unbekannten Hohlraum unweit der Grossen Galerie in der Cheopspyramide sowie andere Anomalien geortet hatten. Eine wissenschaftliche Sensation – und vermutlich nur der Anfang einer ganzen Reihe weiterer kontroverser Entdeckungen! Verantwortlich dafür war und ist ein bis heute in Kairo tätiges internationales »ScanPyramids Project«.

Vermeintlich exklusiv eröffnete sich öffentlich-rechtlichen Reportern des Schweizer Fernsehens (SRF) nun die einzigartige Möglichkeit, die bis heute andauernden Myonen-Messungen in der Cheopspyramide mit laufender Kamera zu begleiten. So jedenfalls wurde es TV-Zuschauern mittels Werbung und Trailern im Januar 2019 vorgegaukelt. Tenor: »Das ›Einstein‹-Jahr beginnen wir in Ägypten – mit einer spektakulären Schatzsuche.« Und: »›Einstein‹ lüftet das Geheimnis der grössten Pyramide der Antike!« Man durfte also gespannt sein. Um so mehr, als jeder Schweizer umgerechnet rund 333 Euro pro Jahr für das Staatsfernsehen hinblättern muss – auch wenn er es gar nicht guckt.

Haarsträubende Falschaussagen Was aber wurde nun in der sechzigminütigen, zweiteilig aufgeblasenen »Sondersendung« zur besten Sendezeit präsentiert?

So ziemlich alles, was »mysteries« und andere vor über einem Jahr längst vermeldet hatten! Kalter Kaffee also – von den TV-Machern mit teils haarsträubenden Kommentaren und krassen Falschaussagen garniert, wie:»Das scheint tatsächlich die erste Ausgabe 2/2019

»Einstein«: Derart vollmundig betitelt sich das einzige öffentlich-rechtliche TV-Wissenschaftsmagazin der Schweiz. Umso ärgerlicher, dass eidgenössische Gebührenzahler kürzlich zur besten Sendezeit mit veraltetem Halb- und Falschwissen über die Cheopspyramide in die Irre geführt wurden – samt krassen

bereits um 1986/1987 (!) einen unbekannten Hohlraum lokalisierte, den das»ScanPyramids«-Team mittlerweile »exklusiv« geortet haben will (Seite 23). Auch dies blieb im SRF-Special unerwähnt.

Tatsächlich bestand die vollmundig angekündigte TV-Reportage zu 95 Prozent Corpus Delicti: Diese teilweise bereits zum Abtransport vorbereiteten Myonen-Messgeräte von »ScanPyramids« fanden »mysteries«-Leser Ende 2018 in der unvollendeten Felsenkammer vor. Bereits in diesen Tagen werden die damit gesammelten Messresultate ausgewertet.

neue Entdeckung in der Cheopspyramide seit vielen Jahrhunderten zu sein.« Warum kein einziges Wort über den 1993 dank dem Münchner Rudolf Gantenbrink entdeckten»Verschlussstein« am Ende des Südschachts der Königinnenkammer? Wieso kein Sterbenswörtchen von den 2009 bis 2011 durch den Briten Shaun Whitehead näher erforschten, dortigen Kammern sowie dessen von »mysteries« enthüllten »Kaltstellung« durch die ägyptischen Behörden? (Nr. 1/2016 und 1/2018) Selbstverständlich ebenfalls keine Rede davon, dass der Chemnitzer Experimentalforscher Dominique Görlitz an der Decke der Königskammer vor wenigen Jahren Eisenabriebspuren nachweisen konnte, die von der Fachwelt bis heute ebenso eisern ignoriert werden. Und warum nicht ein winziger Mucks darüber, dass Mitarbeiter von »ScanPyramids« ihre Myonen-Messgeräte erst vor wenigen Monaten auch in der unvollendeten Grabkammer unter der Pyramide installiert hatten – ausgerechnet dort, wo ein weiterer unerforschter Gang ebenfalls Fragen aufwirft?

Und die vermeintliche »Exklusivrecherche« von »Einstein«, wonach ein ausfaltbarer Mini-Röhrenroboter»irgendwann« durch ein knapp vier Zentimeter breites Loch ins Innere des ursprünglichen Pyramiden-Haupteinganges eingeführt werden soll, um dahinter mit einer Art»Flugroboter« oder einer Mini-Drohne nach weiteren Überraschungen zu suchen? Ebenfalls uralter Käse!

Kommt dazu, dass der französische Forscher Gilles Dormion exakt am selben Ort aus eingekauftem Uraltmaterial, das bereits vor Jahren gedreht worden war.

Dies musste auf Anfrage auch »Einstein«- Redaktionsleiter Thorsten Stecher am 22. Januar 2019 gegenüber »mysteries« bestätigen: »Das Forschungsprojekt rund um die noch unentdeckte Kammer in der Cheops-Pyramide hat uns derart fasziniert, dass wir es auch unserem Publikum in der Schweiz bekannt machen wollten. Dafür haben wir zu einem grossen Teil auf lizensiertes Material zurückgegriffen. Die Rechte an diesem haben wir – gerade weil sie nicht exklusiv sind – zu einem Preis erworben, den wir uns bei ›Einstein‹ leisten können.« Sprich: Man kauft auf Kosten der Gebührenzahler lieber verstaubtes Filmmaterial ein und plustert es samt Falschaussagen unbeholfen auf, statt für denselben Preis ein eigenes Reporterteam in die Wüste zu schicken, um dort selber auf Entdeckungstour zu gehen. Noch peinlicher denn auch, »dass ich Sie beruhigen kann«, wie Redaktionsleiter Stecher gegenüber »mysteries« nachschob: »Wir haben uns vor der Ausstrahlung des Filmes von den Forschern rund um das ›ScanPyramids‹-Projekt bestätigen lassen, dass alle Fakten in den Filmen noch stimmen und von der Aktualität in keiner Weise überholt wurden.« Ach wie naiv. Na klar. Selbstverständlich. Na dann: Gute Nacht!

Wie bereits erwähnt: Die Aktualität hat besagten Beitrag längst überrollt, wie auch Projektleiter Hany Helal von »ScanPyramids« auf Anfrage von »mysteries« bestätigt. Am 23. Januar 2019 schrieb er uns: »Wir führen unsere Untersuchungen in der Cheopspyramide seit 2017 weiterhin fort und analysieren gegen- Ausfaltbarer Mini-Roboter. Durch ein kleines Bohrloch soll er den Haupteingang erkunden.

wärtig unsere allerneuesten, Ànalen Resultate.« Also auch die jüngsten Messungen, der von »Einstein« unerwähnten Myonen-TomograÀe in der unvollendeten Felsenkammer tief unter dem Plateau von Gizeh Ende 2018. Wetten, dass wir nach exakter VeriÀzierung aller neuer Ergebnisse spätestens Ende dieses Jahres weltweit davon hören werden?

Tatsache bleibt: Das grandiose Bauwerk steckt noch voller ungelöster Mysterien. Auch wenn Ägyptologen wie Cornelius von Pilgrim im Namen des Deutschen Archäologischen Instituts in Kairo auf Anfrage von Luc Bürgin bereits am 1. September 1994 (!) per Fax selbstherrlich verlauten liessen: »Rätsel birgt die Cheopspyramide nur noch für die grosse Schar der Pyramidenmystiker. Weitere Grabkammern oder gar Schatzkammern sind aus wissenschaftlichen Gründen mit Sicherheit auszuschliessen und eine Spekulation in dieser Hinsicht dient nur unwissenschaftlicher Sensationsmache.« lb. ■

Kennt die Pyramide bald besser als mancher Ägyptologe: Hobby-Forscher Gregor Spörri bei der Vermessung der unvollendeten Felsenkammer (weitere Informationen dazu auf der rechten Seite).

Geheimnis der Pyramide gelüftet? Debakel im Schweizer Fernsehen – Abbildung 2
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Was das für unsere Abonnenten bedeutet? Darüber werden wir jeden einzelnen von Euch in den kommenden Wochen und Monaten persönlich informieren. Bitte habt Verständnis, dass

Auf Wiedersehen und bis bald, irgendwo da draussen…

Ob Menschenaffen mit Schlips oder Affenmenschen mit Grips: Liebend gerne hätte ich an dieser Stelle einmal mehr Haarsträubendes über den Homo sapiens zum Besten gegeben. Dennoch muss ich Sie diesbezüglich auf die kommende Heftausgabe vertrösten – da leider auch ich nicht jünger werde. Kurz: Nach über 16 Jahren Dauerrecherchen ohne jeglichen Urlaub sowie ein paar gesundheitlichen Ohrfeigen, habe ich mich nach reiÁicher Überlegung dazu entschlossen, »mysteries« – und damit auch mir – ab Spätsommer 2019 eine längere Verschnaufpause zu verordnen. Private Gründe, eine mittelfristig anstehende Schulteroperation, zunehmend weltfremdere Steuer-und Produktionskosten sowie meine strikte Weigerung, jeden x-beliebigen Stumpfsinn gegen Bezahlung zu veröffentlichen, wie es immer mehr Mainstream-Postillen tun, bewegen mich dazu, Altbewährtes loszulassen, um Platz für Neues zu schaffen.

Will heissen: Nach unserer übernächsten Ausgabe Nr. 4/2019 – also in rund vier Monaten – legt »mysteries« in der jetzigen Form eine Auszeit ein, um danach in der einen oder anderen Variante vielleicht – vielleicht aber auch nicht – weitergeführt zu werden.

Mit unseren kommenden Mai/Juni- und Juli/August-Heften erscheinen somit mit Sicherheit noch zwei Printausgaben, eine davon wohl als Sonderheft. Selbstverständlich Àndet Ihr uns bis dahin wie gewohnt weiterhin am Kiosk oder beim Zeitschriftenhändler Eures Vertrauens. Ebenso selbstverständlich werde ich meinen Griffel nicht für immer niederlegen! Kein persönlicher Abgesang also, sondern ein Versprechen für die Zukunft. Alles geht irgendwie weiter. In welcher neuen Form auch immer.

mein Áeissiges, kleines Team bei aktuell knapp 15'000 Lesern persönliche Anfragen derzeit nur schriftlich beantworten kann.

Gerne weise ich Interessierte zudem darauf hin, dass wir unsere Lager-Restbestände ab sofort massiv reduzieren. Nur noch kurze Zeit sind fast alle »mysteries«-Hefte ab und mit dem Jahrgang 2011 verfügbar und portofrei lieferbar (Seite 59 ff.).

Ab Spätherbst werde ich mich wohl vorübergehend im Internet einquartieren, um Euch von dort mit neuen Informationen aus der Welt des Geheimnisvollen zu versorgen. Ebenso wie ich mich ab sofort allerlei aufkeimenden Buchprojekten und weiteren publizistischen Herzensprojekten widmen möchte, von denen Ihr so bald wie möglich erfahren werdet. In diesem Sinne dürft Ihr Euch auf einen Phönix freuen, der sich in nicht allzu ferner Zukunft mit frisch gewetzten Krallen aus der Asche zu neuen Ufern aufschwingen wird – wie gewohnt mit frechem Schnabel!

Insofern kann ich mich nur wiederholen: Macht Euch bitte keine Sorgen um mich. Ich breche meine Zelte nicht ab – sondern ich breche noch in diesem Herbst auf, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Dorthin, wo Ihr mich künftig wieder Ànden werdet, sobald es die Spatzen von den Dächern pfeifen. Ich freue mich auf jedes Wiedersehen. Und ebenso darauf, schon bald wieder neue Pfeile zu spitzen – in der Hoffnung, der einen oder anderen Schnarchnase unserer Elite damit auch in Zukunft so geistreich wie möglich in den Allerwertesten zu pieksen.

Und das Allerwichtigste? Ohne Euch, liebe Leserinnen und Leser, wären die Früchte meiner Arbeit längst verkümmert. Insofern danke ich jedem von Euch vorab herzlich mit einer zarten Gedankenrose für Euer nimmermüdes Interesse, Eure langjährige, treue und grosszügige Unterstützung – und für Euer Verständnis. In diesem Sinne: Bis bald! Und vergesst bis dahin bitte nie:»Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, wird es Zeit, sich zu besinnen.« (Mark Twain, 1835–1910) Luc Bürgin (Herausgeber)

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ins Französische veranlasste. Das Verfassen von Kurzgeschichten war Broterwerb, allerdings von herausragender Qualität, so dass Poe zum Vorbild vieler Schriftsteller wurde wie zum Beispiel Sir Arthur Conan Doyle und Jules Verne, der zu »Arthur Gordon Pym« mit »Die Eissphinx« sogar eine Fortsetzung geschrieben hat.

Den so genannten Richard-Parker-Zufall kannte ich aus einem Buch des Physikers Ulrich Warnke, »Quantenphilosophie und Interwelt«, in dem der Autor unter anderem die Theorie vertritt, dass Gedanken in unserem Universum durchaus Realität annehmen können, was er mit Hilfe quantenphysikalischer Phänomene zu belegen sucht. Poes allerletztes Werk»Heureka« enthält überdies derart viele visionäre Momente, dass man glaubt, er habe Kontakt zu mehr als dieser Welt gehabt. Hinzu kommt sein äusserst rätselhafter und bis heute ungeklärter Tod.

Stefan Simon (D) Heute ist es wichtig, alles zu verschleiern und ja nicht Klartext zu reden. Das geht los bei so harmlosen Wortschöpfungen wie »miteinander schlafen«. Welch ein Unsinn: Da bin ich doch hellwach und schlafe nicht! Ich kann den ganzen Quatsch über»Political Correctness« nicht mehr hören. In Zukunft möchte ich nicht mehr als »weiss« bezeichnet werden, denn Papier und Schnee sind weiss – ich nicht. Ich bevorzuge für mich in Zukunft die Bezeichnung »bronzefarben«, »leicht pigmentiert«,»hell caramelisiert« oder vielleicht auch»Apricot«. Leute steht auf und nennt die Dinge beim richtigen Namen!

Erhard Püntener (CH)

Visionäre Momente

»Der Mann hatte eine schier unheimliche Fantasie: In seinem Roman ›The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket‹ beschreibt der Horror-Schriftsteller Edgar Allan Poe (1809–1849) ein grausliches Schiffsunglück, das sich Jahrzehnte später bis ins Detail bewahrheiten sollte.« (»mysteries« Nr. 1/2019) Sphinx: Weiteres Loch – im Kopf»Eine neues Foto aus Kairo nährt Gerüchte, die ›mysteries‹ hinter vorgehaltener Hand zugetragen wurden: Still und heimlich soll im oder unter der Sphinx demnächst einmal mehr nach bislang unbekannten Kammern und Gängen geforscht werden.« (»mysteries« Nr. 1/2019)

Die letzte Heftausgabe ist wieder so interessant gestaltet, dass ich sie schon fast durchgelesen habe. Vorgezogen habe ich den Artikel über Edgar Allan Poe, da ich ein Fan dieses Autors bin. Daher möchte ich darauf hinweisen, dass Poe kein Engländer war, sondern Amerikaner. Ausserdem ist die Bezeichnung »Horror-Schriftsteller« heute nicht mehr ganz korrekt.

Man ist sich inzwischen darüber einig, dass Poe einer der bedeutendsten Literaten des frühen 19. Jahrhunderts war.

Seine eigentliche Profession war die Dichtung, welche einen Charles Baudelaire begeisterte und zur ersten Übersetzung

Pigmentiert? Oder caramelisiert?

»Apropos Mauscheleien: Auch dieses Wort soll künftig aus unserem Sprachschatz verbannt werden, weil es laut der deutschen Professorin Susan Arndt vor Jahrhunderten mal antisemitisch verwendet wurde. Sapperlot! Was darf man heute journalistisch eigentlich noch sagen und schreiben, ohne dafür intellektuell abgemahnt zu werden oder auf dem Scheiterhaufen der neuen Inquisition zu landen?« (»mysteries« Nr. 1/2019)

Ergänzend zum Artikel kann ich als Ägyptologe noch auf einen alten Stich von Vivant Denon verweisen: Bereits während dem Feldzug von Napoleon, als die Sphinx noch weitgehend im Sand begraben war, wurde 1798 der Einstieg im Kopf untersucht. Das Bild ist so alt, dass es als Creative Commons frei im Internet verfügbar ist.

Michael Habicht (CH)

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Eine einÁussreiche, vom deutschen Staat unterstützte Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus warnt vor Verschwörungstheorien und Hassreden und legt Interessierten gleichzeitig ein illegal agierendes Verleumdungs- und Hetzportal ans Herz – dies nicht zuletzt auch in öffentlichen Informationsbroschüren »zur pädagogischen Intervention«. Kritische Presseanfragen in diesem Zusammenhang werden konsequent ignoriert.

Wussten Sie, dass ich als »Ufologe« »häuÀg« Beiträge im »Nexus- Magazin« veröffentliche? Ich wusste es nicht. Wussten Sie, dass Xavier Naidoo »früher ein Teil der Musikgruppe Söhne Mannheims« war – also heute nicht mehr? Ebenfalls ausgemachter Quatsch! Wussten Sie überdies, dass Erdogan Ercivan als Chefredakteur seit Jahren ein »E.T.-Magazin« herausgibt – obwohl dieses bis heute nie erschien? Diese und unzählige andere hirnrissige Fakenews Ànden sich auf »Psiram« – einem anonym betriebenen und inhaltlich tendenziösen Hetzportal im Internet, das seit Jahren gegen Andersdenker in Deutschland, Österreich und der Schweiz mobil macht.

Ob Alternativmediziner, Anthroposophen, Israel-Kritiker oder UFO-Forscher: So mancher, dessen Meinung nicht dem herrschenden Mainstream entspricht, wird auf »Psiram« durch den Kakao gezogen, so mancher Andersdenker auf die eine oder andere Weise gegen seinen Willen in die rechtsextreme Ecke gezerrt. Eine Art »atheistisches Sektenportal«, wie Kritiker monieren. Der Fluch: Betroffene haben juristisch keinerlei Chance, gegen die mitunter ehrverletzenden Falschinformationen vorzugehen, da »Psiram« rechtlich komplett im Dunkeln, anonym, ohne Impressum (!) und damit nachweislich illegal agiert. Verbreitet werden die Seiteninhalte und Datenmengen über anonyme Server im entfernten Ausland, um sich den hiesigen Behörden zu entziehen – ähnlich wie Kinderpornoseiten oder illegale Film- und Musik-Downloadportale. So weit, so umstritten.

»Wertvolle Informationsquelle«?!

Umso bedenklicher, dass ausgerechnet die gegen Rassismus und Antisemitismus agierende Amadeu Antonio Stiftung mit dem Verleumdungs-Portal seit längerem sympathisiert und offenbar auch ideologisch verknüpft scheint. Und dies, obwohl sich die – nicht zuletzt aus CDU-Kreisen – kritisierte Stiftung vehement gegen »Hassreden« im Internet stark macht. Tatsächlich verlinkt die von der Bundesregierung mit Steuermillionen unterstützte, ultrafeministische Bewegung auf ihren Seiten auffällig oft auf »Psiram« und empÀehlt oder preist besagtes Denunziationsportal ausdrücklich als »wertvoll«. Dies auch in öffentlichen Broschüren – als vermeintlich seriöse Informationsquelle »zur pädagogischen Intervention«!

»Wenn Sie weitere Informationen wünschen, kontaktieren Sie bitte unsere Presse- und Öffentlichkeitsarbeit«, schreibt die Amadeu Antonio Stiftung auf ihrer Homepage. Gesagt, getan: Um mir eine eigene Meinung zu bilden, konfrontierte ich deren Sprecher am 16. Oktober 2018 ofÀziell mit folgender journalistischer»Recherchehilfen zum Debunking«: Ausriss aus einer Stiftungsbroschüre von 2015.

Anfrage, samt Mail-Kopie an die Stiftungsverantwortlichen:»Als Schweizer Journalisten recherchieren wir gegenwärtig zum Thema ›Psiram‹ und der entsprechenden Webseite, wo sich seit Jahren etliche Personen mit teils nachweislich falschen, rufschädigenden Informationen oder Vorwürfen dargestellt Ànden. Darunter auch ich persönlich (allein im Beitrag über mich beÀnden sich seit Jahren mindestens fünf grobe inhaltliche Fehler).

Ausgabe 2/2019 Weitaus kontroverser: Besagte Seite besitzt seit Jahren keinerlei korrektes Impressum, keine korrekte Datenschutzerklärung, nennt auch keine inhaltlich Verantwortlichen mit Namen und dürfte damit, für jedermann ersichtlich, in der aktuellen Version in Deutschland allein schon formaljuristisch ganz offensichtlich strafrechtlich relevante Tatbestände erfüllen – ähnlich wie international tätige, illegale Film-Download-Portale oder Kinderporno-Verbreiter. Umso erstaunter sind wir, dass Sie – als seit Jahren staatlich unterstützte deutsche Stiftung – besagte Seite auf Ihren Internetseiten ausdrücklich und unkritisch als empfehlenswerte Quelle aufführen, teilweise sogar mehrfach als Hauptquelle verlinken. Beziehungsweise ›Psiram‹ als Informationsquelle durchaus positiv in mehreren Ihrer Informationsbroschüren ausdrücklich empfehlen, ja sogar ›als Mittel der pädagogischen Intervention‹ preisen.

Meine journalistische Frage: Weshalb empÀehlt – und unter- Wassern stützt damit gleichzeitig – Ihre Stiftung eine Webseite, die aus deutscher Sicht ganz offensichtlich widerrechtlich agiert? Gerne würde ich Ihre konkrete Stellungnahme in unserer kommenden Heftausgabe wörtlich zitieren und bitte Sie, uns diese bis allerspätestens am Montag kommender Woche zukommen zu unterstützen«.

lassen. PS: Können Sie öffentlich ausschliessen, dass Sie das Internetportal ›Psiram‹ auch Ànanziell unterstützen?« Die automatisierte Antwort der Stiftungsverantwortlichen erreichte mich wenige Sekunden später: »Vielen Dank für Ihre Nachricht, deren Eingang wir hiermit bestätigen möchten. Darüber hinaus möchten wir Sie auf die damit zusammenhängende Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten hinweisen. Wir werden uns bezüglich Ihrer Nachricht bei Ihnen zurückmelden.

Mit freundlichen Grüssen, Ihre Amadeu Antonio Stiftung.« Es folgte – keine Antwort. Einige Tage später wiederholte ich unsere schriftliche Anfrage. Später ein drittes und dann ein viertes Mal. Und am 16. November 2018 nach rund einem Monat (!)

schliesslich sogar ein fünftes und dananch noch sechstes Mal.

Doch stets das gleiche Spiel: Funkstille – samt dem scheinheiligen Versprechen: »Wir werden uns bezüglich Ihrer Nachricht bei Ihnen zurückmelden.« Kein Kommentar ist auch ein Kommentar Ernüchtert griff ich Mitte Februar 2019 schliesslich zum Telefon, um den zuständigen Medienbeauftragten persönlich zur Rede zu stellen – und stiess mit Robert Lüdecke auf einen mit allen gewaschenen, eloquenten Informationsverhinderer, der von nichts eine Ahnung haben wollte, aber davon selbstverständlich jede Menge. Zu entlocken war dem äusserst versierten»Kommunikationsmanager« im rund zehnminütigen Gespräch denn auch einzig, »dass wir das Psiram-Portal nicht Ànanziell Und wieso die monatelange Funkstille trotz sechs schriftlichen Anfragen unsererseits samt Kopie an die Chefetage sowie automatisch generierten Antwortversprechungen? Lüdecke: »Davon weiss ich nichts, und von automatischen Mail-Antworten weiss ich ebenfalls nichts, das kann ich mir selber nicht erklären.« Gut geschwiegen, werter Medienkollege.

Dubios: Antirassismus-Stiftung empÀehlt »Hassrede-Portal« – Abbildung 2
Dubios: Antirassismus-Stiftung empÀehlt »Hassrede-Portal« – Abbildung 3

Der vorliegende Jubiläumsband präsenƟert Habecks Däniken-Cartoons aus fünf Jahrzehnten, von den ersten Schwarzweiß-Karikaturen bis zu den jüngsten Farbbildern der Humor-Kolumne „Kosmisch Komisches“.

Alienjäger EvD zu seiner Rolle als Comicstar: „WahrhaŌ populär ist erst, wer von Karikaturisten auf die Schippe genommen wird!“ ISBN 978-3-95652-259-8 , Din A4 Paperback, 90 Seiten, kompleƩ farbig € 16,90

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A: Gregor Spörri vor dem Giebeldach des heute unzugänglichen Pyramiden-Portals. B: Überreste einer Art Eingangshalle.

C: Hinter diesen gewaltigen Steinquadern dürfte sich der bislang übersehene Originaleingang befinden.

D: Der laut Lehrmeinung einstige Haupteingang, der direkt in einen engen, absteigenden Korridor in Richtung der unvollendeten Felsenkammer übergeht.

Giebeldach (A). Fr üher überdachte die tausende von Tonnen schwere Konstruktion wohl eine Art Eingangshalle, wie die sichtbaren Überreste (B) vermuten lassen. Unter dem Giebeldach blockieren drei gewaltige Steinquader den Zugang zu einem vierten Steinblock mit zinnenförmigen Aussparungen (C). Direkt unter dieser Megakonstruktion beÀndet sich laut Lehrmeinung der originale Eingang zur Pyramide (D). Hinter der dortigen Tür beginnt der absteigende Korridor zur unvollendeten Felsenkammer.« Architektonisch und statisch erscheine ihm dies alles reichlich unlogisch, merkt Spörri an. »Wozu ein tausende von Tonnen schweres Giebeldach errichten und drei gewaltige Steinquader über einem gerade mal 1,2 Quadratmeter kleinen Zugang platzieren, ohne dahinter etwas zu verbergen? Und wozu mit enormem Aufwand einen 113 Meter langen, schnurgeraden, nur in stark gebückter Haltung begehbaren Korridor aus dem Fels schlagen, wenn dieser in 30 Metern Tiefe in einer halbfertigen Kammer endet?« Dies und noch mehr lässt darauf schliessen, dass es in der Pyramide hinter dem besagten Giebeldach bisher nicht entdeckte Kammern geben muss. »Der tatsächliche Originaleingang zur Pyramide dürfte sich versteckt hinter den drei mächtigen Blockiersteinen (C) beÀnden«, vermutet Spörri schon seit Jahren.

Überlegungen, die mit den 2017 publizierten Messungen von»ScanPyramids« korrespondieren. Wer die Entdecker-Lorbeeren erhalten wird? Spätestens Ende 2019 wissen wir mehr.

red. ■

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Ausgabe 2/2019

Welche unverstandenen positiven Kräfte wohnen den winzigen, perlenartigen Überbleibseln buddhistischer Meister inne? Seit jeher vermehren sich derlei »Sarira« uralten Überlieferungen zufolge über Nacht mitunter wie von Geisterhand. Dies nicht nur im fernen Asien, sondern seit über zehn Jahren mittlerweile auch mitten in Bayern – im privaten Stuppa-Schrein eines bodenständigen Geschäftsmannes.

Es klingt fast schon entschuldigend – als sei es ihm etwas unangenehm. »Ich bin kein Spinner, ich bin Geschäftsmann und von eher skeptischer Natur«, beteuert Ludwig Schafft stets, wenn er erzählt, was ihm Phänomenales widerfahren ist. Seit vielen Jahren betreibt der mittlerweile 69-jährige Bayer in Pfaffenhofen bei München ein Multiplex-Kino. Gleichzeitig ist er Theravada-Buddhist und führt privat ein entsprechendes Meditationszentrum.

Begonnen hatte alles vor etwas mehr als zehn Jahren, als ihm der altehrwürdige Abt Ajahn Tong vom berühmten Kloster Chom Thong in Thailand seine Aufwartung machte. »Im Mai 2008 überreichte er mir als Geschenk ein kleines Gefäss mit drei winzigen Kügelchen – Ableger einer authentischen Buddha-Reliquie.« Diese oft Sarira oder auch Ringsel genannten»Perlen« werden nach der Verbrennung eines buddhistischen Meisters in Thailand oder Tibet gelegentlich in dessen verbrannten Überresten gefunden.

Die buddhistische Tradition schreibt ihnen besondere Kr äfte zu. Sie werden in eigenen Klosterschreinen verwahrt. Einige Sarira wachsen in den Reliquienbeh ältern messbar an und manche vermehren sich mitunter sogar wie von Geisterhand, berichten Mönche. Auch andere buddhistische Reliquien produzierten demnach ab und an unverhofft »Ableger«.

»Wie das genau vonstatten geht, weiss kein Mensch«, räumt Ludwig Schafft gegenüber »mysteries« ein. Er habe für das thailändische Kloster schon »viel getan«, erklärt er die Verbundenheit der dortigen Mönche zu ihm. Zudem wollten sie mit ihrem Geschenk dem Buddhismus in Deutschland und Europa zu weiterem Auftrieb verhelfen. Doch der Mann war vollkommen perplex, als man ihm auf Nachfrage verriet, dass besagte Perlen nicht von irgendeinem verstorbenen Glaubensbruder stammen, sondern von »Himself« – also von Gautama Buddha pers önlich.

»Das ist wirklich eine absolute Seltenheit – erneut begann ich zu zweifeln, ob so etwas denn tatsächlich auch stimmen konnte«, erzählt der Bayer. »Aber die Mönche warteten mit einer durchaus glaubwürdigen Geschichte auf. Sie erklärten mir, dass beim Tsunami 2004 ein Kloster in Sri Lanka stark beschädigt worden sei.« Feierlicher Moment. 2008 überreichte der thailändische Abt dem Deutschen die drei winzigen Reliquien, die sich bald danach erstmals vermehrten (rechts).

Besagtes Kloster habe eine authentische Buddha-Reliquie besessen. »Um diese in Sicherheit zu bringen, wurde sie vorü- Ludwig Schafft.

bergehend in das thailändische Kloster gebracht.« Dort lägen die originalen Reliquien nun in einem Safe – und produzierten munter kleine Ableger, wie die Mönche Schafft versicherten.

Und tatsächlich: Als gelte es westlichen ZweiÁern etwas zu beweisen, vermehrten sich auch Schaffts Sarira!

»Bereits in der ersten Nacht in unserem keinerlei Ahnung, was Haus hat sich die Anzahl meiner neuen hier geschieht. Perlen verdoppelt«, erinnert er sich bis heute an jenes denkwürdige Ereignis.

Statt drei Stück lagen pl ötzlich sechs in seinem Schrein. »Meine Frau und mein Sohn können das jederzeit bezeugen.« Um 2011 seien zu den sechs noch zwei weitere kleine Kügelchen dazugekommen, wie Schafft anmerkt: »Wie diese Vermehrung funktioniert, bleibt mir bis heute ein Rätsel.« Aus drei Sarira wurden zwölf!

Und damit immer noch nicht genug:»Mehrere Jahre später bestellte ich einen gläsernen Stupa zur würdevollen Aufbewahrung dieser Perlen.« Das Glasgef äss besitzt zwei durch einen undurchlässigen Zwischenboden getrennte Etagen. In die obere legte Schafft die winzigen Reliquien. Den bisherigen, nun leeren Sarira-Beh älter, schob er in die untere Ebene.

Um 2015/2016 stellte er überrascht fest, dass sich im alten Beh älter erneut»kleinste Perlen« materialisiert hatten. Einmal mehr »wie aus dem Nichts«. Mittlerweile sind es gesamthaft bereits zwölf Sarira, die sich aus seinen anfangs dreien»Perlen« entwickelt haben. »Und ich habe nach wie vor keine Ahnung, was hier eigentlich passiert.« Sein Reliquiengef äss jedenfalls sei »staub- und luftdicht verschlossen«, versichert Wie auch immer – das Glück bleibt dem deutschen Buddhisten offensichtlich hold. Schliesslich heisst es in den thailändischen Kl östern, dass Sarira zur Vermehrung eine besondere, friedliche Atmosphäre benötigen. Zudem gäbe es auch das umgekehrte Phänomen: Sind die Perlen von einer schlechten Aura umgeben, lösen sie sich auf und»verschwinden ins Nichts«.

Dass der Mann kein Fantast ist, bestätigte gegenüber »mysteries« nicht zuletzt die Deutsche Buddhistische Union (DBU), der traditionsübergreifende Dachverband deutscher Buddhisten. »Was die wundersame Vermehrung von Reliquien angeht, so ist dies genau das, was man oft von den Reliquien des 16. Karmapa (bedeutender Ich habe nach wie vor Wat Phra That Si Chom Thong (Chiang Mai). Aus diesem Tempel stammen die Sarira.

Ausgabe 2/2019 35 ▲Oben: Aktueller Handy-Schnappschuss von Schaffts irischem Buddhismus-Freund. Aus den drei, ihm 2018 weiterverschenkten Sarira, sind mittlerweile zehn Stück geworden!

◄ Links: Die gläserne Stuppa, in welcher der Bayer seine eigenen Buddha-Reliquien seit vielen Jahren aufbewahrt.

Ganz oben: Blick in Schaffts Stuppa (nach 2008). Zu den drei ursprünglichen Kügelchen hatten sich damals bereits weitere Sarira gesellt.

Meister im Tibetischen Buddhismus, Anm. d. Red.) erzählt«, Kleinode überhaupt bestehen. Ludwig Schafft jedenfalls würde erläuterte deren Sprecherin nach Rücksprache mit bekannten das Phänomen gerne von Wissenschaftlern untersucht sehen Meditationslehrern des Tibetischen Buddhismus. »Das Sch öne und dafür sogar eine seiner Reliquien für eine fachmännische an der Geschichte«, sei, »dass dieses Phänomen offenbar auch Untersuchung zur Verfügung stellen. bei anderen Mönchen und nicht nur bei Bis jetzt ist es dazu jedoch nicht geden Tibetern geschieht.« kommen. »Das Ganze ist auch etwas Automatische Heilsbringer Als praktizierender Buddhist versucht heikel«, gibt er zu bedenken. »Um Genau-Ludwig Schafft, die mysteri ösen Kügeleres herausÀnden zu können, müssten sind Sarira nicht – alles muss chen voller Respekt, aber auch nicht mit Forscher die Reliquie für derartige Tests selber erarbeitet werden.

»zu viel Kult« zu betrachten: »Von den Perpulverisieren oder zumindest anbohren len, die ich habe, geht meinem EmpÀnund somit beschädigen. Das erscheint den nach keine Macht oder Kraft aus. Ich spüre nichts«, betont mir bei einem heiligen Gegenstand, so klein er auch immer er. »Andererseits bin ich in solchen Dingen auch ein Holzklotz.« sein mag, irgendwie respektlos…« Automatische Heilsbringer, davon ist er jedenfalls überzeugt, sind Sarira kaum. »Alles muss selber erarbeitet werden.« Inzwischen verschenke er mitunter auch selber ein paar jener winzigen Reliquien, die er bis heute ab und an von seinen thailändischen Glaubensbrüdern erhält. Dies aber »nur ganz besonderen und würdigen Freunden«. Ebenso wie die asiatischen Mönche überreiche er dann jeweils drei Stück. »Die Drei ist für uns eine heilige Zahl, sie steht für die ›Drei Juwelen‹: Buddha, die Buddha-Lehre Dharma sowie Sangha – die Gemeinschaft der Gläubigen.«

Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 2
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 3
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 4
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 5
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 6
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 7
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 8
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 9
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 10
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 11
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 12
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 13
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 14
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 15
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 16
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 17
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 18
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 19
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 20
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 21
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 22
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 23
Buddhistische »Perlen«: Weitere Reliquien-Wunder in Bayern – Abbildung 24

Auffällig schräge, lang gezogene Augen und Hinterköpfe. Darstellungen wie man sie nicht zuletzt auch bei Figuren aus mexikanischen Fundstätten findet. (Fotos: Hildegard Kirner) Bis zu 8000 Jahre alt: Diese und weitere im örtlichen Kibbutz-Museum ausgestellten Tonfiguren waren bei Grabungen ab 1941 zum Vorschein gekommen.

Unsere langjährige Leserin Hildegard Kirner aus Deutschland staunte nicht schlecht, als sie im Oktober 2018 mit einigen Reisegefährten im israelischen Kibbutz Sha'ar HaGolan eindrückliche TonÀguren aus grauer Vorzeit zu Gesicht bekam: »Statuetten, die alle Freunde des Fantastischen kennen sollten. Umso mehr, als mich ihre schräg liegenden Augen und auffällig lang gezogenen Hinterköpfe an Objekte oder Figuren aus dem mexikanischen Acambaro erinnern, wie sie ›mysteries‹ im letzten Heft, aber auch in früheren Ausgaben schon mehrmals exklusiv gezeigt hat.« Die nach wie vor sozialistisch geführte Kollektivsiedlung samt Schwimmbad liegt am Fusse der Golanhöhen südlich des Sees Genezareth. Die dort in bescheidenen Räumlichkeiten präsentierten, rund zehn Zentimeter kleinen Figuren sind laut Archäologen sagenhafte 7500 bis 8000 Jahre alt und stammen vermutlich aus der Yarmuk-Kultur – der ältesten bekannten Lebensgemeinschaft im prähistorischen Israel.

Gefunden worden waren die ersten Statuetten durch örtliche Siedler bei Feld- und Erdarbeiten im frühen 20. Jahrhundert.

Bei anschliessenden archäologischen Grabungen ab 1941 entdeckten Wissenschaftler weitere Objekte. »Die feinen Details der Figuren sind für den alten Orient einzigartig«, schwärmt das ins Kibbutz integrierte »Museum of Yarmukian Culture«. Ähnli-Ausgabe 2/2019 che Einzelstücke sind zudem auch im Israelischen Museum von Jerusalem zu sehen.

Wen oder was die vermeintlichen »Fruchtbarkeitsgöttinnen« repräsentieren? Selbst israelische Archäologen können bis heute nur darüber spekulieren. Den neugierigen Blick über die Landesgrenzen hinaus riskieren sie im Gegensatz zu Hildegard Kirner nicht. Und so dürften ihnen die eindrücklichen Parallelen zu den ebenso unverstandenen Skulpturen in Mexikos Provin zen bislang leider entgangen zu sein.

Bizarre Figuren im israelischen Kibbutz: Parallelen zu Mexiko? – Abbildung 2
Bizarre Figuren im israelischen Kibbutz: Parallelen zu Mexiko? – Abbildung 3
Bizarre Figuren im israelischen Kibbutz: Parallelen zu Mexiko? – Abbildung 4
Bizarre Figuren im israelischen Kibbutz: Parallelen zu Mexiko? – Abbildung 5
Bizarre Figuren im israelischen Kibbutz: Parallelen zu Mexiko? – Abbildung 6
Bizarre Figuren im israelischen Kibbutz: Parallelen zu Mexiko? – Abbildung 7
Bizarre Figuren im israelischen Kibbutz: Parallelen zu Mexiko? – Abbildung 8
Bizarre Figuren im israelischen Kibbutz: Parallelen zu Mexiko? – Abbildung 9
Bizarre Figuren im israelischen Kibbutz: Parallelen zu Mexiko? – Abbildung 10