«Die Moses-Schriftrollen»: Unter diesem Titel erscheint im Rottenburger Kopp-Verlag noch dieses Jahr ein neues Werk von G. F. L. Stanglmeier. Wäre im Mittelalter bereits Archäologie betrieben worden, wäre dieses Buch wohl auf dem Index gelandet. Zu unglaublich, was es enthüllt. Zu kontrovers, was es propagiert. Der Scheiterhaufen wurde mittlerweile abgeschafft. An seiner Stelle lodert heute die Ignoranz. Insofern wage ich zu behaupten, dass die wissenschaftliche Fachwelt den Autor totschweigen wird. Akademiker mögen nun mal keine Enthüllungsgeschichten, die am Lack ihrer Zunft kratzen. Noch weniger mögen sie es, wenn ihnen einer kräftig auf die Finger klopft. Schon gar nicht die Archäologen. Die sind Meister im Verdrängen. Weil sie ständig nach Neuem buddeln. Vieles, was Sie in diesem Buch lesen werden, dürfte deshalb von Ägyptologen mit einer mürrischen Handbewegung ins Reich der Fabeln verbannt werden. Tenor: «Exodus-Papyri im Tutanchamun-Grab? Quatsch – so was gibts nur bei Dan Brown!» Nein, das gibt es auch in der Wirklichkeit: Seit nun mehr knapp zwei Jahrzehnten jagt Stanglmeier im Halbdunkel der Geschichte dem Schatten von Howard Carter nach. Der vertuschten Fährte eines doppelzüngigen Ägyptomanen – und dessen wohl grösster Entdeckung, die Carter bis zu seinem Tod wohlweislich unter Verschluss hielt: Papyrusrollen aus dem Tutanchamun-Grab, die er sich heimlich unter den Nagel riss – weil sie die religiöse Welt aus den Angeln heben könnten. Erstmals enthüllt Stanglmeier nun die komplette Ausbeute seiner Spurensuche in Museen, Bibliotheken und Privatarchiven. Eine wahre Fundgrube für Zweifler. Vorbestellungen bitte direkt über den Kopp Verlag (Anschrift siehe Heft-Rückseite). Luc Bürgin
Ägyptologe Ludwig Borchardt. Der gebürtige Berliner lebte von 1863 bis 1938. Borchardt wirkte an zahlreichen Grabungen mit, unter anderem im Pyramiden-Tempel des Pharaos Chephren, dem Erbauer der zweitgrössten Pyramide in Giseh.
Und er forschte in Achet-Aton, besser bekannt unter seinem modernen Namen «Tell el-Amarna», jener Stadt, in der der Pharao Tutanchamun geboren wurde und unbeschwert seine Kindheit verlebte – und später auch einen Teil seiner Regierungszeit.
Dort, in der unwirtlich heissen Gegend von Amarna, gelang dem Preussen auch sein Fund der Funde: Er entriss dem Wüstenboden die weltberühmte Büste von Echnatons Gemahlin, der legendären Königin Nofretete.
Zurück zum Brief: Adressiert ist Borchardts Schreiben «an die Kommission zur Herausgabe des Wörterbuches der Ägyptischen Sprache». Der Inhalt des Schreibens umfasst nur wenige Zeilen und wird hier erstmalig der Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht.
Borchardt schreibt darin: «Der Kommission beehre ich mich über weitere Diebstähle von Altertümern aus dem Gewahrsam des Service des antiquités zu berichten. Von Mohamed Abd er Rasul in Qurnah wurden Herrn Professor Sethe Stücke gezeigt, die, wie sich der Besitzer rühmte, aus Mr. Carters Hause in Medinet Habu ihm verkauft worden seien…»
Weit mehr als ein Dealer Was Borchardt hier behauptet, klingt geradezu ungeheuerlich. Demnach war Carter nicht nur «Dealer» von Artefakten, er paktierte auch mit Dieben, Schmugglern und Fledderern – und das zu seinem persönlichen Vorteil und zum Nachteil des ägyptischen Staates.
Denn der erwähnte Mohamed Abd er Rasul war ein Mitglied des berüchtigsten und zugleich erfolgreichsten Grabräuber-Clans von ganz Theben – wahrscheinlich aber sogar von ganz Ägypten.
Warum dieses Schreiben in der Carter/Tutanchamun-Forschung bislang nie eine Rolle gespielt hat, ist unbekannt. Eines jedenfalls kann nach Kenntnis des Schreibens nicht mehr in Abrede gestellt werden: Bereits 22 Jahre vor Tutanchamuns Auffindung war der ehrenwerte Mister Carter in illegalen Antiquitätenhandel verstrickt.
OSWALD LEWINTER (75): DER US-SPION, DEN ES OFFIZIELL NICHT GIBT
Seit er sich als CIA-Agent outete, ist er den USA ein Dorn im Auge. «Ein Hochstapler!» poltern die Behörden. «Ein Top-Insider», meinen andere – ob seiner schier unglaublichen Enthüllungen. «mysteries» besuchte den Mann, der wegen umstrittener Geheimakten über den Tod von Lady Di im Knast sass.
Wenn es um Oswald LeWinter geht, beginnt der frühere Antiterror-Chef der CIA, Vince Cannistraro, zu toben. «Dieser Kerl ist ein Chamäleon!» flucht er. Und die «Washington Post» schob am 15. Februar 2001 in einem längeren Artikel nach: «Er mag vielleicht kein Spion sein, aber er ist mit Sicherheit einer der dreistesten Schwindler auf diesem Planeten.»
Anders schätzt ihn Mohamed al Fayed ein, der Vater des 1997 ums Leben gekommenen Diana-Freunds Dodi: «Er ist ein Gangster», poltert er zwar ebenfalls. Dennoch scheinen viele seiner Enthüllungen zu stimmen, wendet er ein. Jedenfalls sei es mehr als verwunderlich, dass die USA ihn und seine Hintermänner in der Diana-Affäre juristisch unbehelligt liessen – obwohl er laut der Wiener Justiz US-Geheimdokumente gefälscht haben soll. «In Amerika gilt das als schwerwiegendes Verbrechen!»
Wer vermag Behörden und Geheimdienstexperten weltweit derart in Rage zu bringen? Wer ist dieser Mann, der von sich selbst behauptet, zwanzig Jahre im Dienst der CIA gestanden zu haben, zuletzt als Chef der ITAC (Intelligence Threat Analysis Center) der NATO – ehe er seine Geheimnisse auszuplaudern begann?Welche Identität verbirgt sich hinter jenem Phantom, das im Laufe der Zeit unter Pseudonymen wie «George Mearah» oder «Ibrahim Razin» international von sich reden machte?
«Keine leichte Frage», wie selbst die kritischen «Washington Post»-Schreiber einräumen mussten. «mysteries» wollte es genauer wissen. Wir machten uns auf die Suche nach dem Phantom Oswald LeWinter, um seine Konturen auszuleuchten. Jenem gebürtigen österreichischen Juden, der in der ausländischen Presse seit Jahrzehnten immer wieder für kontroverse Schlagzeilen sorgt, wenn es um die Offenlegung mieser Machenschaften des US-Regimes geht.
Dem Mann, den sich jeder gerissene Thrillerautor aus den Fingern saugen müsste, wenn es ihn nicht schon gäbe. «Dem grössten Hochstapler unserer Zeit», wie ihn seine Kritiker betiteln. «Dem mutigsten CIA-Insider», wie ihn seine Anhänger feiern.
Lokaltermin bei Frankfurt Der mittlerweile 75-Jährige lebt heute in einem kleinen Vorwort bei Frankfurt. Vor einigen Jahren hat er sich dorthin zurückgezogen. Gebeutelt von einer schweren Krankheit, gegen die er sich mittlerweile jeden Tag von Neuem auflehnen muss.
«Diese Medizin hält mich am Leben», seufzt er mit leichtem amerikanischen Akzent und deutet beiläufig auf einen kleinen Küchentisch voller Medikamente.
Am Gehstock bittet er durch seine Wohnung. Jede Bewegung scheint ihm Schmerzen zu bereiten.
Am Boden: Bücher, Artikel und jede Menge Papiere. An den Wänden Erinnerungen an früher. Ein altes Foto, das ihn in jüngeren Jahren als hochdekorierten Militär zeigt. «Daneben das Generalspatent – und hier…» – LeWinter deutet stolz auf einen weiteren Bilderrahmen – «die zweithöchste US-Auszeichnung für Tapferkeit, 1953. Das war der Koreakrieg.»
Dieser so gebrechlich wirkende Mann soll Ende der 90er-Jahre knapp zwei Jahre in einem Wiener Gefängnis verbracht haben, weil er Mohamed al Fayed für eine Millionensumme offenbar gefälschte US- «Als eines von 1000 jüdischen Kindern wurde er 1939 in die USA gebracht.»
Geheimdokumente über Dianas Tod unterjubeln wollte? Schwer zu glauben und dennoch wahr. «Doch davon später», winkt LeWinter in aller Seelenruhe ab.
Das Gespräch dauert über vier Stunden. Wer mit LeWinter spricht, braucht Zeit. Und er muss zuhören wollen. Zu fesselnd seine Schilderungen, um sie zu unterbrechen. Zu gebildet der Mann, der ein gutes Dutzend Sprachen spricht, um ihn vorschnell als Schwindler abzutun. Auch wenn seine Lebensgeschichte wie eine Mischung aus einem John-le-Carré-Roman und Münchhausens Phantastereien anmutet.
Geboren wurde Oswald LeWinter als Sohn jüdischer Eltern 1931 in Wien. Nach Hitlers Einmarsch flüchteten Mutter und Vater, der Kleine blieb in der Obhut der Grossmutter, die später nach Mauthausen deportiert wurde. Der Bub wurde in einer Kinderbaracke bei Dachau untergebracht.
Als eines von 1000 jüdischen Kinder wurde er 1939 von den Amerikanern in die USA gebracht, wo er aufwuchs.
Nach dem Abitur studierte Oswald LeWinter dort Literatur und Psychologie und zog dann als junger Leutnant in den Koreakrieg. 1953 kehrte er aus der chinesischen Gefangenschaft zurück, abgemagert bis auf die Knochen. 1965 rekrutierte ihn die CIA. «Die boten mir dreimal so viel Geld, wie ich damals als Hochschullehrer verdiente», meint er fast schon entschuldigend. «Da konnte ich schlecht Nein sagen. Immerhin galt es, meine Familie zu ernähren. So begann ich meine Laufbahn bei der CIA als Textanalytiker.»
Drogen-Geschäfte in Vietnam Bald ging es in gefährlichere Gefilde. Jahrzehntelang lang will Oswald LeWinter an etlichen dubiosen Aktionen in aller Welt beteiligt gewesen sein. 1971 wurde er für kurze Zeit verhaftet – in London.
Auf sich trug er einen Badge der New Yorker Polizei und Papiere, die ihn als Diplomaten auswiesen, wie die «Washington Post» 2001 festhielt. Man liess ihn wieder laufen.
In Vietnam besorgte LeWinter einheimischen Saboteuren am Ho-Tschi-Minh- Pfad Kalashnikov-Gewehre, deren Kauf Lady Di. War sie «eine Bedrohung für die Monarchie», wie LeWinter behauptet?
er durch Drogenverkäufe aus dem goldenen Dreieck finanzierte. «Wir verstauten das Heroin in den Körpern toter GI’s, deren Leichen nicht mehr identifiziert werden konnten und versahen diese mit fiktiven Typhus-Warnungen. Die Leichen wurden dann in die USA ausgeflogen, in bestimmte italienische Bestattungsinstitute, wo die Drogen von unseren Vertrauten heimlich wieder entnommen wurden.»
Irgendwann sei diese Geschichte auch dem bekannten Enthüllungsautor David Yallop zu Ohren gekommen, erzählt er beiläufig. «Der hat dann später ein Buch darüber geschrieben mit dem Titel ‹Unholy Alliance›», schmunzelt LeWinter und streicht dabei über seinen fülligen Bauch. «Er nennt mich darin Oscar Benjamin und beschreibt mich als dicken Buddha…»
1984 wurde LeWinter erneut verhaftet, diesmal auf deutschem Boden, und in die USA ausgeliefert. Eine Story, die sich ebenfalls nachweisen lässt. Vorwurf: Ein Deal über hunderte Millionen US-Dollar, in dessen Rahmen er tonnenweise Chemikalien zur illegalen Herstellung von Amphetaminen in die USA schmuggeln wollte. «Die Presse überbot sich damals in unsinnigen Schlagzeilen», erinnert er sich. «Ganz nach dem Motto: ‹Amerikanischer General – Chef eines Drogenrings?› So ein Blödsinn. Das geschah ja alles im Rahmen meiner CIA-Tätigkeit.
Aber das durfte offiziell natürlich niemand wissen.»
«Ihr wollt Krieg? Na gut…»
Zwei Jahre habe er darauf als Gefangener verbracht – in einem amerikanischen «Country-Club», wie er verschmitzt anmerkt.
Doch das Lächeln verfliegt: «Nach der Verbüssung meiner Strafe, so versprach mir mein CIA-Anwalt, würde ich offiziell reingewaschen. Ich habe gewartet und gewartet. Doch nichts dergleichen geschah. Das hat mich zornig gemacht – nach zwanzig Jahren loyalem Dienst!»
LeWinter ballte die Faust. «Ihr wollt Krieg? dachte ich mir. Gut, ihr bekommt den Krieg! Ich war damals, müssen Sie verstehen, arrogant. Ich habe mich mass- Dokument des US-Justizdepartements in Sachen Oswald LeWinter (1998).
los überschätzt. Ich habe gedacht, ich kann mit diesen Ärschen fertig werden. Mir war damals nicht bewusst, dass ich gegen eine ganze Regierung Krieg führen würde.»
Sagt es und macht eine kurze Pause. Dann zückt er ein vergilbtes Fotoalbum.
Darin: Erinnerungen an früher. An seine vier Kinder. Und seine Frauen. Der soeben noch verbittert wirkende Mann lebt plötzlich wieder auf. «Wissen Sie, dass ich kürzlich wieder geheiratet habe?» fragt er. Zum wie vielten Mal denn? «Zum fünften Mal – die vierte Frau», lächelt er verschmitzt. Und fast schon entschuldigend winkt er ab: «Irgendwie habe ich die Frauen offenbar fasziniert – auch wenn ich nie ein hübscher Mann war…»
Zurück in die dunkle Zeit. In die späten 80er-Jahre, als ihn die CIA wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen habe und ihm der Staat die Rente strich. «Tja, dann begann ich eben Journalisten anzurufen. Und Geheimnisse über politische Attentate der USA auszuplaudern. Etwa über die Hintergründe der Ermordung des schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme. Die Vereinigten Staaten veranlassten Palmes Ermordung, um seine Pläne zu stoppen, Skandinavien in eine atomkraftfreie Zone zu verwandeln.»
Klar, habe er sich für geheime Informationen öfters bezahlen lassen, räumt er ungefragt ein. «Aber ich brauchte ja auch Geld. Es gab Zeiten, da bin ich nachts herumgelaufen und habe Mülltonnen abgeklappert. Auf der Suche nach etwas Essbarem.» LeWinters Tonfall ist plötzlich sehr leise. Nachdenklich schweigt er ein paar Sekunden und verzieht dann verächtlich den Mund. «Eine Konkurrenz für die Katzen…»
Rufmord als Taktik Dass die US-Behörden über seine explosiven Enthüllungen alles andere als erfreut waren, versteht sich von selbst.
«Also begann man, systematisch meinen Ruf zu ruinieren. Sehen Sie: Vor Jahren habe ich in der CIA-Akademie in Williamsburg unterrichtet. Wenn einer die CIA anklagt, so dozierte ich dort, ist es Blödsinn, ihn deswegen umzubringen. Das würde die Öffentlichkeit nur als Bestätigung ansehen, dass er die Wahrheit sagt. Besser ist es zu sagen: Wer ist das? Der war nie bei uns. Das ist ein pathologischer Lügner.
Ein Hochstapler.
Schliesslich lassen sich viele Spuren im Nachhinein tilgen.»
Genau so sei man dann auch mit ihm verfahren. «Es gab sogar so einen Trottel bei der ‹Washington Post›», meint er in Anspielung auf den eingangs zitierten Zeitungsartikel. «Der versuchte ebenfalls, mich zur Schnecke zu machen. Aber der arbeitete ja ebenfalls für die CIA…»
Oswald LeWinter schlug zurück. Rund neun Monate nach besagtem Zeitungsartikel veröffentlichte der Mann weltweit das allererste Enthüllungsbuch über den 11. September. Sein US-kritischer Bestseller «Desmantelar a América» erschien in Portugal gerademal zwei Monate nach dem WTC-Anschlag. Als erster formulierte er darin Zweifel an der offiziellen Version der Terroranschläge.
Insiderwissen – oder Zufall?
Ein Verschwörungsszenario, wie es seither von Sachbuchautoren und Enthüllungsjournalisten rund um den Globus aufgegriffen und weiterrecherchiert wurde. Mit verheerenden Ergebnissen für die US-Regierung.
Wie kam der Mann also unmittelbar nach den Anschlägen zu derlei brisanten Informationen, die sich in den letzten Jahren zusehends zu verdichten scheinen und Thema mehrerer Untersuchungen waren? Warum verfügt er – wie auch im Mordfall Diana – über Insiderwissen, wenn nicht aus geheimen Quellen?
«Als ich 1997 die Bilder von Dianas Autounfall in Paris am TV sah, hatte ich gleich so ein seltsames Gefühl», meint er und zuckt mit den Achseln. «Irgendetwas schien hier einfach nicht zu stimmen.»
LeWinter griff zum Telefon und rief einen Freund beim französischen Geheimdienst an. Der bestätigte ihm seine Mord-These.
Seither ist für LeWinter definitiv klar: «Die CIA hat Diana umgebracht – im Auftrag des britischen Geheimdienstes. Sie war eine Bedrohung für die Monarchie. Also musste sie von der Bildfläche verschwinden. Eine Heirat mit einem Araber? Unvorstellbar!»
Dass sich die Amerikaner tatsächlich für die Prinzessin interessierten, zeigen die Recherchen von Dodis Vater Mohamed al Fayed. Demnach verfügen die US-Geheimdienste über 1000 Seiten Geheimakten in dieser Sache. Deren Herausgabe aber wird bis heute offiziell verweigert – wegen der Möglichkeit «aussergewöhnlich schweren Schadens» für die nationale Sicherheit (siehe dazu auch Seite 16).
Oswald LeWinter in seinem Büro. Derzeit lebt er in der Nähe von Frankfurt.
Derlei Papiere, so räumt LeWinter ohne mit der Wimper zu zucken ein, habe er Ende April 1998 unter falschem Namen an Al Fayed verkaufen wollen. Wenige Monate nach Dianas Tod. «Schliesslich hatte Al Fayed öffentlich 15 Millionen Dollar für konkrete Hinweise geboten. Ich wollte das Geld meiner Familie zukom- «Ich wollte die Millionen meiner Familie zukommen lassen.»
men lassen. Leider war ich damals ziemlich blauäugig und nicht mehr auf dem Höhepunkt meiner Kräfte. Ich habe Fehler gemacht, für die ich büssen sollte.»
Verhaftung im Hotel In der Tat: Als der heimliche Aktendeal mit Fayeds Sicherheitschef John Macnamara in einem Wiener Hotel über die Bühne gehen sollte, klickten plötzlich die Handschellen. Grund: Der misstrauische Macnamara hatte FBI, CIA und die österreichischen Behörden heimlich über das Treffen informiert.
LeWinter wurde an Ort und Stelle verhaftet. «Nach meiner Festnahme wurde ich auf österreichischem Boden von US-Agenten verhört und mit Elektroschock-Stäben traktiert. Eine bodenlose Schweinerei. Sehen Sie…» Ungefragt zieht der alte Mann sein T-Shirt auf Brusthöhe und deutet auf Narben und verbrannte Hautstellen.
«Schliesslich knallte man mir die fraglichen Dokumente auf den Tisch. Sie waren mir am Tag zuvor von meinem Mittelsmann übergeben worden. Ich hatte sie vor meiner Verhaftung ungeöffnet im Hotelzimmer liegen.»
Erst später sei ihm klar geworden, dass die Dokumente professionell gefälscht worden sein mussten. «Man hat mir gesagt, dass sie Al Fayed – ob seiner Aufsässigkeit gegenüber den amerikanischen Behörden – lächerlich machen sollten.
Später wurde mir klar, dass man vielmehr mich damit aus dem Verkehr ziehen wollte.»
Offizielles Verzeichnis der in Wien in Verwahrung genommenen Beweisgegenstände. Darunter auch Kreditkarten LeWinters auf die Namen «George Mearah» und «Ibrahim Razin» – sowie ein falscher Interpol-Ausweis.
Dichtung oder Wahrheit? Die Hin- «Ages of Chaos and Fury – Selected ter, sei LeWinter nach Kalifornien übertergründe bleiben verworren, der Knast-Poems, 1949-2005» erschienen. Ein weisiedelt, wo er seinen Hochschulabschluss aufenthalt Realität. Rund zwei Jahre sass teres («More Atoms of Memory») soll diean der Universität in Berkeley absolvierte. LeWinter hinter Gittern. «Al Fayed hat in ser Tage folgen. Und seine Dichtung hat «Er arbeitete an einer Doktorarbeit, gab der Folge die ganze US-Regierung eingees durchaus in sich, wie etwa eine Reein Buch mit dem Titel ‹Shakespeare in klagt. Jedes einzelne Departement. Nur zension in der kanadischen Literaturzeit-Europe› heraus, wofür er durchaus Anerum zu erfahren, wer dieser LeWinter ist…»
schrift «The Modern Review» (Dezember kennung erfuhr und auch verschiedene Abenteuerliche Geschichten ohne En- 2005) zeigt, wo seinen literarischen Literaturpreise gewann…» Ebenso werde, explosive Aussagen, seltsame Andeu-Kunstwerken hohe Anerkennung gezollt den ihm enge Kontakte zum bekannten tungen – und manchmal auch Schweigen: wird.
tschechischen Ex-CIA-Spion Karl Koe-Wer LeWinters Erzählungen nachgeht, Abgesehen von seiner umstrittenen cher bescheinigt. findet sich schnell in einem schier unüber- Geheimdienst-Rolle scheinen denn auch «Ein alter CIA-Freund» sichtlichen Informationsdschungel, in dem viele seiner Lebensstationen selbst für sich vieles nur schwer überprüfen lässt.
seine ärgsten Kritiker gesichert, wie die Koecher seinerseits räumt offiziell ein, Dennoch: Auch über den Diana-Fall «Washington Post» in ihrem berüchtigten LeWinter am Tag seiner Verhaftung in existieren mittlerweile etliche Sachbü-Wien im Hotel-Frühstücksraum noch gecher, die seine Mord-These aufgreifen und troffen zu haben. In einem längeren «Enge Kontakte untermauern. Und aus offiziellen Quellen Brief, der in der «Central Europe Resickern seither immer mehr Ungereimtzum ehemaligen view» vom 2. August 1999 wiedergegeheiten ans Tageslicht (siehe Seite 16). Wie ben ist, hält er fest: CIA-Spion Karl schon im Fall der 9/11-Thematik. Reiner «Ich sagte LeWinter, dass ich abreisen Zufall?
Koecher…»
würde. Aber er bat mich, mich noch kurz Und dann ist da noch eine gänzlich zu ihm und einen Mann neben ihm zu andere Seite, die man dem Mann ob sei- Enthüllungsbericht 2001 einräumen mussgesellen. Er stellte mir diesen als ‹Pat› vor, ner wilden Abenteuerstories kaum zubilte: «Als New Yorker College-Student und einen alten CIA-Freund. Wir sprachen ligen mag – obwohl sie sich von allem aufstrebender Poet in den 50er-Jahren, rund zwanzig Minuten miteinander, wowohl am leichtesten dokumentiert lässt.
freundete er sich mit dem berühmten USbei dieser ‹Pat› auf mich den Eindruck Seit Jahrzehnten veröffentlicht Oswald Schriftsteller Saul Bellow an – gemäss jeeines ‹echten› CIA-Insiders machte. Da-LeWinter in literarischen Zeitschriften mandem, der ihn früher gut kannte, aber rüberhinaus wusste dieser Mann überranämlich englischsprachige Gedichte.
nicht genannt werden möchte.»
schend viel über mich…» Erst kürzlich ist sein neustes Buch In den 50ern, so die Journalisten wei- Wer die internationalen Bibliotheken LeWinter: «2003 habe ich Bin Laden getroffen» nach Oswald LeWinter durchforstet, stösst zudem auf weitere Spuren, die sich ebenfalls nicht in Abrede stellen lassen. So finden sich im Archiv der Library of Congress etwa Tonband-Aufzeichnungen von Gedicht-Lesungen LeWinters in der Universität von Berkeley (24. Oktober 1960). Weiter auch eine deutsche Dissertation aus seiner Feder zum Thema «Liebe und Selbst-Liebe» (Universität Tübingen, 1989). Den Doktortitel trägt er also zu Recht.
Konsequenz: Der Mann ist definitiv vielschichtiger, als mancher Kritiker glauben mag. Vorsicht scheint dennoch angebracht. Schliesslich betiteln ihn manche gar als «Meister der Desinformation», wie etwa die österreichische Journalistin Alexandra Bader, nachdem sie ihn vor einigen Jahren an seinem damaligen Wohnort im portugiesischen Lissabon besucht hatte.
Bader: «Immerhin war er es, der die amerikanische Autorin Barbara Honegger erfolgreich desinformiert hat. Sie gehörte zu Reagans Wahlkampfteam, begann aber dann, die ‹Oktober-Überraschung› zu recherchieren. Bekanntlich wurde die Freilassung der Geiseln in der Teheraner US-Botschaft von Reagan-Leuten als Deal mit den Mullahs verzögert. Damit Reagan Carter nachfolgen konnte, welcher bei manchen schmutzigeren CIA-Operationen Skrupel hatte. Mr. Spy (LeWinter) sorgte mit unter Informationen gemischten Desinformationen dafür, dass die gesamte Rekonstruktion Honeggers unglaubwürdig wirkte. Ein einziger falscher Name genügte dafür.»
Wie heiss die Sache damals wirklich war, dokumentiert auch ein mehrseitiger Report in der TAZ vom 15. Juli 1989.
Unter dem Titel «Mit Chomeinis Geiseln an die Macht – Wie Ronald Reagan die Wahlen gewann» wird die Affäre darin detailliert aufgerollt: «Die Gruppe hatte den bezeichnenden Namen ‹October Surprise› (Oktober-Überraschung). Sie sollte verhindern, so Ibrahim Razin, ein ehemaliger hoher CIA-Funktionär, dass ‹Carter die Geiseln freibekommt und die Wahlen gewinnt›.»
Ibrahim Razin war – und ist Oswald LeWinter! Und – als ob man es nicht schon ahnen würde – setzt der Mann auf Nachfrage gleich noch eins drauf: Auch Bin Laden habe er persönlich getroffen, versichert er. Noch dazu 2003 (siehe Kasten).
Man mag es ihm glauben. Oder auch nicht.
Dichtung und Wahrheit liegen bei ihm nun mal eng nebeneinander. Im wörtlichsten Sinn. Doch das muss, wie sein Beispiel zeigt, nicht zwingend ein Widerspruch sein.
Besuch von Ex-Bundesminister Tatsache bleibt, dass Oswald LeWinter auch in Jürgen Roths Enthüllungsbuch «Die Mitternachtsregierung» (1990) auftaucht – als «Mr. Alias». Und selbst der ehemalige deutsche Bundesminister Andreas von Bülow setzt auf seine Aussagen, wie aus seinem Buch «Im Namen des Staates» (2000) hervorgeht.
«Bülow besuchte mich seinerzeit im Gefängnis von Wien», erinnert sich Le-Winter. «Über meinen Namen war er bei Recherchen zu einer brisanten Affäre gestossen, über die ich hier nicht sprechen möchte. Jedenfalls konnte ich ihm seine diesbezüglichen Informationen bestätigen. Bülow sagte mir damals ins Gesicht: ‹Als Geheimdienstexperte weiss ich, dass Sie echt sind.›» Seine Reisepässe – «ich habe mehrere davon» – mochte Oswald LeWinter an dieser Stelle trotz Nachfrage nicht abgebildet sehen. Ebenso wenig Bilder aus seiner CIA-Zeit. Dafür erlaubte er einen längeren Blick in sein persönliches Archiv, aus dem er «mysteries» zwei Dokumente zur exklusiven Veröffentlichung überliess.
Mehr als wahrscheinlich, dass der Mann in den letzten Jahrzehnten mehr Geheimnisse ausplaudert hat, als manchen lieb ist. Ebenfalls wahrscheinlich, dass er dabei auch manche falsche Fährte legte – aus welchen Motiven auch immer.
Sicher ist jedenfalls, dass er nicht zuletzt in der Diana-Affäre definitiv mehr zu wissen scheint, als er offiziell dürfte.
Über Lady Di hat Oswald LeWinter denn auch einen Roman in Arbeit, für den er derzeit noch einen deutschen Verleger sucht. Darin soll auch die Rede von einem geheimnisvollen Brief sein, den er im Wiener Gefängnis erhalten haben will. Geschrieben habe ihn ein Paparazzo, der als erster am Unfallort war und mittlerweile tot sein soll. «Aber er lebt noch…», meint LeWinter geheimnisvoll.
Sollte auch nur ein kleiner Teil seiner Enthüllungen der Wahrheit entsprechen, wären Behörden und Regierungsstellen tatsächlich gut beraten, den Mann öffentlich als Hochstapler zu desavouieren.
Von Menschen und Mäusen (John Steinbeck) Einfach, spannend und ergreifend. Und was das Beste ist: Jedes Kapitel beginnt mit einem Absatz, den man nur als Meisterkurs für das Verfassen einer gelungenen Beschreibung bezeichnen kann.
Gödel, Escher, Bach (Douglas R. Hofstadter) Die drei Prozent, die ich verstanden habe, waren faszinierend.
Kain und Abel (Jeffrey Archer) Ich bin sehr beeindruckt, wie Archer mit den langen Zeiträumen umgeht, ohne je den erzählerischen Fluss zu vernachlässigen.
Goldküste (Nelson DeMille) Er ist nach wie vor ein Meister des Gehalts, des verschrobenen Humors und der eindeutigen Stellungnahme.
Die Bourne-Identität-Serie (Robert Ludlum) Ludlums frühe Bücher sind komplex und klug und bewegen sich trotzdem mit einem unerhörtem Tempo voran. Diese Serie hat mein Interesse am Genre des anspruchsvollen internationalen Thrillers geweckt.
Viel Lärm um nichts (William Shakespeare) Wie lustig und geistreich dieses Stück in Wirklichkeit ist, habe ich erst begriffen, nachdem ich Englischlehrer geworden war und es im Lehrplan behandeln musste. Witzigere Dialoge sind nie geschrieben worden.
Wordplay: Ambigrams and Reflections on the Art of Ambigrams (John Langdon) Der Künstler und Philosoph John Langdon gehört zu den wahren Genies. Sein Buch hat meine Vorstellungen über Symmetrie, Symbolik und Kunst überhaupt verändert.
Codes, Chiffren & andere Geheimsprachen (Fred Wrixon) Eine phänomenale Enzyklopädie über die Kunst, Wissenschaft, Geschichte und Philosophie der Kryptologie.
The Puzzle Palace (James Bamford) Ungeachtet seines Alters liefert dieses Buch immer noch den besten Einblick in die geheime Welt des wichtigsten amerikanischen Nachrichtendienstes.
The Elements of Style (Strunk and White) Denn wer hat schon alle Regeln der Grammatik und der Interpunktion im Kopf?
KOPP-BUCHVERSAND Top-15 der aktuellen Verkaufsschlager
1. Die Kreatur von Jekyll Island G. Edward Griffin, 29.90 EUR 2. Eine Welt ohne Krebs G. Edward Griffin, 22.90 EUR 3. Das Silberkomplott Reinhard Deutsch, 19.90 EUR 4. Wie Sie Ihren Arzt davon abhalten… Vernon Coleman, 19.90 EUR 5. Bodypower Vernon Coleman, 19.90 EUR 6. Staatsbankrott Günter Hannich, 14.90 EUR 7. Die Gold-Verschwörung Ferdinand Lips, 19.90 EUR 8. Die Palmblattbibliotheken und… Thomas Ritter, 19.90 EUR 9. Hände weg von diesem Buch Jan van Helsing, 21.00 EUR 10. Das verschollene Buch ENKI Zecharia Sitchin, 19.90 EUR 11. Mit der Ölwaffe zur Weltmacht F. William Engdahl, 19.90 EUR 12. Handbuch der Krebsheilung Andreas von Rétyi, 22.90 EUR 13. Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise Günter Hannich, 19.90 EUR 14. Kalendersprung Uwe Topper, 19.50 EUR 15. Jenseits des Vorstellbaren Viktor Farkas, 9.95 EUR Bestsellerliste basiert auf den Verkaufszahlen des Kopp Fachbuchversands – www.kopp-verlag.de
300’000 Franken budgetierte das Schweizer Bundesamt für Gesundheit hinter dem Rücken der Öffentlichkeit – um die kommende Initiative «JA zur Komplementärmedizin» heimlich zu bekämpfen.
Wenn es um die Bekämpfung der Komplementärmedizin geht, scheint dem eidgenössischen Bundesamt für Gesundheit (BAG) jedes Mittel recht: Wie Zürcher Journalisten Ende Juni 2006 enthüllten, hat das BAG bereits vor einiger Zeit heimlich Massnahmen zur Bekämpfung der kommenden Volksinitiative «JA zur Komplementärmedizin» ergriffen.
Die Initiative verfolgt unter anderem das Ziel, die fünf komplementärmedizinischen Behandlungsformen wieder festzuschreiben, die Bundesrat Pascal Couchepin 2005 eigenmächtig aus dem Grundleistungskatalog gestrichen hatte.
Gemäss einem BAG-internen Dokument sollte die Initiative deshalb bereits in der Phase der Meinungsbildung des Parlamentes und bevor der Gesamtbundesrat offiziell einen Entscheid betreffend Initiative gefällt hat, systematisch bekämpft werden.
Um das BAG zu unterstützen, wurde bereits ein PR-Büro engagiert – die Zürcher Richterich & Partner AG. Inoffizieller Marschbefehl von BAG-Chef und Komplementärmedizin-Kritiker Thomas Zeltner: «Die Initiative ist abzulehnen (kein Gegenvorschlag). Die Arbeiten im Projekt sind auf dieses Ziel Bundesrat Couchepin. Fragwürdiger Feldzug gegen die Komplementärmedizin.
auszurichten.» Wie mittlerweile ebenfalls auskam, hat der Schweizer Bundesrat zudem die Ablehnung der Initiative bereits Ende März 2006 (!) beschlossen – dies aber bisher vor der Öffentlichkeit verheimlicht. Dies ist umso befremdlicher, als sich das Schweizer Parlament mit der Sache ja bislang noch gar nicht beschäftigt hat.
«Vorgehen ist ein Affront» Der «Homöopathie Verband Schweiz», der die Volksinitiative unterstützt, zeigt sich irritiert über den geheimen Abstimmungskampf, den das BAG gegen die Initiative führt: «Besonders schockiert sind wir darüber, dass eine Behörde mit Steuergeldern in einer sehr frühen Phase professionelle Meinungsbeeinflussung betreibt. Normalerweise nehmen Behörden erst in der letzten Phase des Abstimmungskampfes Stellung. Dieses Vorgehen ist auch ein Affront gegen alle Bürgerinnen und Bürger, deren Meinung manipuliert werden soll und denen die freie Meinungsbildung vorenthalten wird.»
Wie aus einem Bericht des «Tagesanzeigers» hervorgeht, soll das PR-Büro bereits eine «Umfeldanalyse» durchgeführt haben, um «mögliche Verbündete gegen die Initiative zu ermitteln». Dies wurde über «geschlossene Datenbanken» und «telefonische Interviews» erreicht (Originalaussagen aus dem BAG-internen Dokument). Das Bundesamt für Gesundheit missachtet damit womöglich auch den Datenschutz.
300’000 Franken budgetiert Inakzeptabel und heikel auch, dass für das BAG-Vorgehen rund 300’000 Franken budgetiert sind: Falls das BAG diesen Betrag nämlich ohne Genehmigung des Parlamentes budgetiert hat, muss geprüft werden, ob es sich dabei um ungetreue Geschäftsführung handelt.
Auf Druck der Schweizer Ständerätin Simonetta Sommaruga werden sich nun die parlamentarischen Geschäftsprüfungskommissionen der Ungereimtheiten annehmen.
Dass der Skandal überhaupt publik geworden ist, ist einer engagierten BAG-Mitarbeiterin zu verdanken, welche den Medien entsprechende interne Informationen übermittelt hatte. Konsequenz: Die Frau wurde fristlos gefeuert. Ihr Kommentar: «Lieber putze ich in Zukunft Toiletten, als für ein Bundesamt zu arbeiten, das gegen die Komplementärmedizin mit einer derartigen Kampagne ins Felde zieht.»
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Tief im Urwald Zentralamerikas, verborgen im Tempel einer versunkenen Ruinenstadt der alten Maya, findet eine junge Frau einen Schädel aus Kristall von unvergleichlicher Schönheit und Perfektion. Ist es einer der 13 heiligen Schädel, von denen die indianische Legende sagt, daß sie das Wissen um das Schicksal unseres Planeten bergen? Wenn es gelingt, alle diese Schädel zu finden und sie zusammenzubringen, sollen sie uns die Lebensrätsel und die Zukunft der Erde enthüllen. Der Zeitpunkt scheint gekommen …!